Ein Airbus A220 von Air France: Die Fluggesellschaft beantwortet keine Kundenanfragen mehr per Twitter.

Kundenservice eingestelltAir France hat genug von Elon Musks Twitter

Die Fluglinie beantwortet keine Kundenanfragen mehr per Twitter. Air France gefallen Änderungen beim Kurznachrichtendienst nicht.

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Twitter gehört seit rund einem halben Jahr Elon Musk. Der so umtriebige wie umstrittene Milliardär seitdem viel verändert. Der Kurznachrichtendienst kämpft mit technischen Fehlern, Ausfälle und Pannen, was wohl daran liegen dürfte, dass Personal fehlt. Vor der Übernahme beschäftigte Twitter rund 7500 Mitarbeitende. Jetzt sind es noch 1500.

Gleichzeitig findet auch kaum noch eine Moderation des getwitterten Contents statt. Hass, Falschinformationen, antisemitische und extremistische Posts nehmen zu. Kein gutes Umfeld für Werbung. Großkunden, wie VW, General Motors und United Airlines haben ihre Werbung bei Twitter pausiert.

Air France kehrt Twitter den Rücken

Mit Air France kehrt eine weitere Fluggesellschaft Twitter teilweise den Rücken. Vergangene Woche teilte die Fluggesellschaft mit, dass der Kundenservice per Twitter-Direktnachricht ab sofort nicht mehr verfügbar ist. Sie begründet den Schritt mit den neuesten Änderungen.

Ein Air-France-Sprecher sagte der Plattform Skift: «Twitters jüngste API-Änderung hat uns dazu veranlasst, unsere Geschäftspolitik in Bezug auf die Kundenbeziehungen anzupassen». API steht für Application Programming Interfaces und bezeichnet eine Programmierschnittstelle, über die Daten ausgetauscht werden können - also etwa zwischen Air France und Twitter.

Twitter generiert neue Einnahmen

Twitter hat kürzlich die API-Ebenen neu strukturiert und verlangt nun Geld für vieles. Es gibt drei Stufen, Free, Basic und Enterprise. Enterprise ist für Geschäftskunden gedacht und soll die spezifischen Bedürfnisse des Unternehmens und seiner Kunden erfüllen. Die Preise sind nicht öffentlich, aber im Raum stehen Kosten in Höhe von rund 50.000 Dollar pro Monat.

Zudem hat Twitter kürzlich auch fast alle blauen Häkchen, die für die Echtheit der Konten standen, entfernt. Waren sie früher nicht käuflich, sind sie es ab sofort. Die neuen Häkchen sind goldfarben und kosten für Unternehmen rund 1000 Euro im Monat, Privatpersonen zahlen 10 Euro. Air France hat derzeit kein Häkchen bei Twitter.

Air France bleibt erreichbar

Air France teilte mit, erreichbar zu bleiben. Die Fluggesellschaft setzt für den Kundensupport weiterhin auf ihre Website, den Facebook-Messenger und Whatsapp.

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