Boeing 787 von Air Astana über New York (Montage): Klappt es 2027?

Frühestens 2027Air Astana will weiterhin in die USA - doch dafür muss sie wieder über Russland fliegen

Seit vier Jahren plant Air Astana Füge in die USA. Nach Verzögerungen bei der Auslieferung der Boeing 787 rückt nun eine andere Hürde in den Mittelpunkt: die Überflugrechte für Russland. Airline-Chef Ibrahim Canliel erklärt, welche Fragen noch offen sind und unter welchen Bedingungen die Verbindung Ende 2027 starten könnte.

Top-Jobs

Pilatus Logo

Team Leader Account Management

Pilatus Flugzeugwerke AG
Vollzeit
Top jobs
Schweiz
Feste Anstellung
Flugzeughersteller
HahnAir

Compliance Monitoring Manager (all genders)

Hahn Air Lines GmbH
Vollzeit
Düsseldorf
Top jobs
Deutschland
Feste Anstellung
Luftfahrt
Etihad Job

Captain A320

Etihad Airways
Vollzeit
Abu Dhabi
Top jobs
United Arab Emirates
Feste Anstellung
Etihad Job

First Officer A320

Abu Dhabi
Feste Anstellung
Etihad Airways
United Arab Emirates
Vollzeit
Top jobs

Seit vier Jahren schon träumt Air Astana von Flügen in die Vereinigten Staaten. Damals kündigte die kasachische Nationalairline erstmals an, Flüge zuerst nach New York und später zu anderen amerikanischen Metropolen aufnehmen zu wollen. Als Startdatum wurde damals 2025 gesetzt.

Doch das Jahr verstrich ereignislos. Zuerst lag das an Boeing. Denn die für die neuen Langstrecken bestellten Dreamliner verspäteten sich immer mehr. Bis zum Ende des Jahres wird nun Air Astana eine Boeing 787-9 erhalten, kommendes Jahr zwei weitere. Einen Startzeitpunkt für die Flüge in die USA gab es dennoch nicht.

Russland-Überflüge: Air Astana macht Sicherheitsbewertung

Denn die kasachische Fluggesellschaft hat ein zweites Problem. Sie hat bisher - auch wegen Versicherungsfragen - darauf verzichtet, den russischen Luftraum zu nutzen. Doch das könnte sich ändern, wie Chef Ibrahim Canliel im Gespräch mit aeroTELEGRAPH erklärt. «Damit wir über die Polarroute in die USA fliegen können, müssen wir den russischen Luftraum durchqueren. Das ist die kürzere Strecke und sie macht diese Flüge überhaupt erst möglich.»

Doch um die Polarroute via Sibirien nutzen zu können, muss erst einiges getan werden. «Es ist eine Sicherheitsbewertung erforderlich, die wir derzeit durchführen», so Canliel. Man werde die Lage aber auch danach regelmäßig weiter bewerten, je näher der geplante Start rücke. «Und auch nach der allfälligen Aufnahme des Betriebs werden wir das weiter tun», so der Chef von Air Astana.

Start - wenn es dazu kommt - gegen Ende des Jahres 2027

Danach gibt es noch rechtliche Fragen zu klären. «Wir wollen außerdem sicherstellen, dass wir durch den Überflug nicht gegen irgendwelche Sanktionen verstoßen. Dazu holen wir derzeit entsprechende Auskünfte ein. Wir benötigen also eine entsprechende Bestätigung», so Canliel. Und dann benötige man die endgültigen Fluggenehmigungen.

Ob es wirklich klappen wird, weiß Canliel aktuell noch nicht. Aber wenn alle Fragen geklärt und die Antworten positiv sind, rechnet er mit einer Aufnahme der Flüge zwischen Almaty und New York in der zweiten Hälfte von 2027.

Wirtschaftsbeziehungen und Diaspora sprechen für Flüge

Die USA sind für Air Astana spannend, weil die Wirtschaftsbeziehungen zwischen den Ländern eng sind. Zudem gibt es eine rund 50.000 Menschen umfassende Diaspora zwischen der Ost- und der Westküste und immer mehr Amerikanerinnen und Amerikaner wollen nach Kasachstan reisen.

Video

airbus a330 200 iran air
Ausnahmen sind offenbar nicht geplant: Der US-Finanzminister kündigt an, ab Mittwoch alle Unternehmen zu sanktionieren, die mit jedweder iranischen Fluggesellschaft zusammenarbeiten. So wollen die Vereinigten Staaten die Airlines international lahmlegen.
Timo Nowack
Timo Nowack
midway atoll usfws
Die USA müssten mindestens 100 Millionen Dollar investieren, um den Flughafen des Midway Atolls betriebsbereit zu halten. Etliche Airlines und der Flugzeugbauer Boeing werben für die Investition - obwohl es so gut wie keine Starts und Landungen an dem Airport gibt.
Timo Nowack
Timo Nowack
Feuerwerk und Flugzeug: Keine gute Kombination.
Feuerwerk und Flugzeuge sind keine gute Kombination. Das zeigte sich am Flughafen Mundo Maya in Guatemala, als ein Airbus A320 von Avianca zur Landung ansetzte.
Laura Frommberg
Laura Frommberg