Exklusiv und mit Extra-Privatsphäre: Bei Emirates gibt es in der ersten Klasse Suiten mit Schiebetüren und ausklappbaren Betten.

Airlines trennen Premium von Pöbel

In der ersten Klasse reist es sich exklusiv - und ganz anders als in der Economy. Denn der größte Luxus ist gerade der Unterschied zum normalen Volk.

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Seit jeher ist das Reisen in der ersten Klasse etwas Besonderes: gutes Essen, ausgezeichnete Weine, komfortable Sitze. Doch in den letzten Jahren versuchen die Airlines einen Aspekt besonders zu betonen - die Exklusivität. Passagiere der ersten Klasse sind unerreichbar, teilweise sogar unsichtbar für die Ottonormalverbraucher in der Economy - und umgekehrt.

Und das beginnt schon am Flughafen. Als Emirates im vergangenen Jahr einen neuen Abfertigungsbereich speziell für den A380 bauen ließ, wurde sichergestellt, dass die gehobenen Klassen unter sich bleiben. Im oberen Geschoss wurde eine Lounge für Business und First Class Passagiere eingerichtet, von der sie direkt in den oberen Teil des Fliegers einsteigen können. Auch American und United Airlines setzen auf private Bereiche für ihre Premiumkunden, die ein besonders schnelles Boarding erlauben.

Mit der Limousine direkt zum Flieger

Die Lufthansa bietet ihren Erste-Klasse-Passagieren in Frankfurt sogar ein eigenes Terminal, mit Restaurant und Zigarrenlounge. Für alle Geschäftsreisenden stehen kleine, abschließbare Büroeinheiten zur Verfügung - inklusive Schreibtisch mit Telefon, Notebookanschluss und Schreibutensilien. Und rechtzeitig zum Abflug werden die Passagiere dann mit einer Mercedes Benz S-Klasse oder einem Porsche Cayenne direkt zum Flugzeug gefahren.

Im Flieger warten dann komfortable Sitze, die sich zu Betten ausklappen lassen oder im Fall von Emirates: private Suiten mit Schiebetür, eigener Minibar, regulierbarer Beleuchtung und Schminktisch - für die Passagiere, die Zurückgezogenheit und persönlichen Service über alles stellen, wie Emirates erklärt.

Ein Steak in 11'000 Metern Höhe

In der ersten Klasse wurde schon immer besonders gutes Essen serviert. Doch seit ein paar Jahren haben die Airlines noch einmal nachgelegt: Statt das Essen im Flugzeug einfach nur aufwärmen zu lassen, fliegt etwa bei Austrian Airlines, Etihad oder Gulf Air ein Koch mit und bereitet die Speisen frisch an Bord zu. Ein gegrilltes Steak in 11'000 Metern Höhe - kein Problem! Und damit das Essen noch besser schmeckt, setzt etwa die Lufthansa auf Luftbefeuchtung. «Das macht den Aufenthalt an Bord noch entspannter und sorgt für weniger Jetlag und tieferen Schlaf», erklärt Lufthansa-Pressesprecher Klaus Gorny gegenüber aeroTELEGRAPH.

«Die erste Klasse ähnelt immer mehr dem Fliegen mit einem Privatjet», sagt Henry Harteveldt, Airline-Analyst für Hudson Crossing. Die Airlines «machen alles - bis auf ein Schlaflied zu singen». Sie investieren verstärkt in ihre Premiumklassen - denn dort ist das meiste Geld zu verdienen. So soll etwa American Airlines etwa 70 Prozent ihrer Erlöse mit den gutsituierten 20 Prozent ihrer Passagiere machen.

Keine Schlangen für Premiumkunden

Kein Wunder also, dass sich die Airlines immer wieder etwas Besonderes einfallen lassen, wie etwa Emirates, die in ihrem A380 eine Dusche einbauen ließen. Und die Sonderbehandlung endet nicht mit der Landung: Während die Economy-Passagiere teilweise stundenlang an den Passkontrollen warten müssen, haben viele Airlines Fast-Track-Lines für ihre Premiumkunden eingerichtet. Und während alle anderen Passagiere auf Busse, Taxis oder Züge warten müssen, steigen die Erste-Klasse-Passagiere in eine Limousine - natürlich bereitgestellt von der Fluggesellschaft.

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