Das fensterlose Cockpit könnte sich im Frachtraum des Fliegers befinden. Dann wäre die komplette Sicht nur durch Bildschirme simuliert.

Neuer PatentantragAirbus will Cockpit ohne Fenster

Vergessen Sie alles, was Sie über Flugzeuge gelernt haben. Airbus überlegt, ein fensterloses Cockpit einzuführen. Es soll sich auch an einem anderen Ort befinden.

Top-Jobs

Weeze

Verkehrsleiter vom Dienst (w/m/x)

Flughafen Niederrhein GmbH
Weeze
Feste Anstellung
Deutschland
Vollzeit
Top jobs
DERTOUR Logo

Virtuelle Reisebetreuung (m/w/d)

Reiseveranstalter
DERTOUR Destination Services AG
Home Office
Vollzeit
Top jobs
Sparfell Logo

CAMO Engineer f/m/d (full time) in Vienna (Austria)

Vienna
Feste Anstellung
Business Aviation
SPARFELL Luftfahrt GmbH
Österreich
Vollzeit
Top jobs
DERTOUR Logo

Reiseleiter (m/w/d)

Reiseveranstalter
DERTOUR Destination Services AG
Griechenland
Spanien
Portugal
Top jobs

Mehr Sitze und tieferer Kerosinverbrauch gleich mehr Geld – das ist die Gleichung in der Luftfahrt. Und die Flugzeughersteller tun alles, um den Ansprüchen gerecht zu werden. Airbus geht nun so weit, wie wohl noch niemand zuvor. Am 26. Juni veröffentlichte die Patentbehörde der USA einen Antrag des Flugzeugherstellers auf Technologie, die ein fensterloses Cockpit ermöglicht.

Die heutigen Fenster müssen groß sein, damit die Piloten genug sehen. Das führt dazu, dass nicht die optimale Aerodynamik erreicht werden kann. Zusätzlich müssen sie auch widerstandsfähig sein, was wiederum das Gewicht des Flugzeuges erhöht. Und: Das Cockpit nimmt Platz weg, den man für zusätzliche Sitze der Passagiere verwenden könnte. All das könnte sich mit der Umsetzung des Patentantrages von Airbus verändern.

Dort, wo eh keine Passagiere hin können

Dieser sieht vor, dass die Fenster im Cockpit ganz oder zumindest teilweise von hochauflösenden Bildschirmen ersetzt werden, die den Piloten das Navigieren ermöglichen. Dadurch, dass man den Platz nun anders aufteilen kann und zumindest Teile des Sichtfeldes mit Bildschirmen ersetzen kann, würde bedeuten, dass man das Cockpit an einen anderen Ort verschieben kann – etwa in die Heckflosse oder sogar den Frachtraum. Das seien Bereiche, spezifiziert Airbus, an denen es ohnehin schwierig wäre, Passagiere oder Fracht unterzubringen. Auch ein Cockpit in der Nase des Fliegers wäre weiterhin möglich. Allerdings hätte es kleinere Fenster, der Rest wäre mit Bildschirmen ersetzt. So könnte das Flugzeug aerodynamischer geformt werden. In der Heckflosse wären Seitenfenster möglich, der Rest würde von Bildschirmen gezeigt.

Nicht nur die Effizienz, auch die Sicherheit würde durch die neue Technik erhöht, heißt es im Patentantrag. Denn die Bildschirme würden den Piloten ein kompletteres Bild dessen abliefern, was draußen vor sich geht. Zudem hofft Airbus auf den Einsatz von Hologrammtechnik. So könne man etwa dreidimensional Gewitterwolken vor sich erkennen und diese besser umfliegen. Auch eingeplant ist laut Patentantrag, dass man per Hologramm einen Hilfspiloten vom Boden mit an Bord haben kann.

Sehen Sie oben in der Bildergalerie, wie Airbus sich die neuen Cockpits vorstellt.

Mehr zum Thema

ticker-airbus-konzern-

Airbus testet 5G-Funknetz aus dem All

boeing produktion (3)

Boeing triumphiert bei den Bestellungen, Airbus bei den Auslieferungen

ticker-airbus-neo-1

Airbus unzufrieden mit Liefertempo von Pratt & Whitney

qantas airbus a321 xlr

203 Flugzeuge: Das waren die Airbus-Bestellungen im Dezember

Video

An einem Airbus A321 Neo: GTF-Triebwerk von Pratt & Whitney.
Der Chef des weltgrößten Leasingunternehmens hat Ratschläge für Fluggesellschaften mit Triebwerken der neuesten Generation. Aengus Kelly warnt vor Problemen und Herausforderungen sowohl bei Kurz- als auch Langstreckenflugzeugen.
Timo Nowack
Timo Nowack
airbusa350edelweissbusinesssuite003
Alles neu bei Edelweiss: Die Schweizer Ferienfluglinie stellt ihre komplett neu entwickelte Airbus-A350-Kabine vor. Premium Economy, Business Suite und ein aufgewertetes Design sollen das Langstreckenerlebnis neu definieren – ohne die Ferien-DNA zu verlieren. Genau darin liegt die Chance. Und das Risiko.
Luca La Rocca
Luca La Rocca
united airlines airbus a321 neo nosewheel
Harte Landung in Orlando: Ein Airbus A321 Neo von United Airlines hat bei der Ankunft in Orlando eines der Räder des Bugfahrwerkes verloren.
Timo Nowack
Timo Nowack