Airbus A380: Neue Maschinen sind wenig gefragt.

Tiefere ProduktionsrateAirbus baut wohl noch weniger A380

Die Nachfrage nach neuen Airbus A380 ist gering. So gering offenbar, dass der Flugzeughersteller die Produktion wohl erneut zurückfahren wird.

Top-Jobs

Lübeck

Safety Manager (m/w/d) am Flughafen Lübeck

Lübeck
Feste Anstellung
Flughafen Lübeck
Deutschland
Vollzeit
Top jobs
Condor Logo Stelle

Duty Manager Ground Handling Center im Schichtdienst (m/w/d)

Feste Anstellung
Condor Flugdienst GmbH
Deutschland
Vollzeit
Top jobs
Aero-Dienst

Fluggerätmechaniker (w/m/d) als Prüfer / Certifying Staff (m/w/d) EASA Part 66 CAT B1 und/oder B2 für Pilatus

Feste Anstellung
Luftfahrt
Aero-Dienst GmbH
Deutschland
Vollzeit
Top jobs
Aero-Dienst

Fluggerätmechaniker (w/m/d) als Prüfer / Certifying Staff (w/m/d) EASA Part 66 CAT B1 und/oder B2 für Challenger 650

Feste Anstellung
Luftfahrt
Aero-Dienst GmbH
Deutschland
Vollzeit
Top jobs

Der Airbus A380 ist bei Passagieren nach wie vor beliebt, bei Fluggesellschaften kommt er aber immer weniger gut an. Zu schwer ist es, den Superjumbo zu füllen. Im Februar wurde offiziell, dass Air France zwei bestellte A380 nicht mehr will. Singapore Airlines gibt in diesem Jahr vier der Flugzeuge an die Leasingfirma zurück. Die anhaltend mangelnde Nachfrage hat jetzt Folgen: Airbus überlegt, die Produktion seines Flaggschiffes nochmals zu drosseln, falls keine großen Orders mehr eintreffen.

«Wir prüfen, ab 2019 weniger als eine Maschine im Monat zu bauen und wie wir dabei noch profitabel arbeiten», sagte Airbus-Programmchef Didier Evrard bei einem Treffen am Rande der Generalversammlung des Weltluftfahrtverbandes Iata in Cancun. «Wie tief wir gehen, kann ich nicht sagen», ergänzte Verkaufschef John Leahy gemäß diversen Medienberichten. Klar sei jedoch, dass es weniger als zwölf pro Jahr sein werden. Im Raum steht eine Stückzahl von zehn.

Nur eine Schwächeperiode?

Airbus hatte die Produktion von einst mehr als zwei pro Monat per 2017 auf 1,7 Flieger reduziert und wird 2018 auf einen Ausstoß von 1,0 A380 monatlich gehen. Jetzt droht ein weiterer Rückgang auf rund 0,8 Exemplare pro Monat. Ein Stück pro Monat gilt als die Grenze, bei der Airbus beim Superjumbo noch profitabel arbeiten kann. Boeing fuhr die Produktion bei der 747-8 ebenfalls herunter, seit letztem Herbst beträgt sie nur noch 0,5 Exemplare pro Monat.

Sich ganz vom A380 verabschieden will Leahy aber auch nicht: «Das Flugzeug wird gebraucht, denn die Kapazitäten der Flughäfen können mit der Zunahme der Flugnachfrage nicht mithalten. Und da ist der A380 die beste Abhilfe.» «Wir müssen das Programm einfach nur durch eine kleine Schwächeperiode des Marktes bringen, damit wir wieder vollständig dafür da sein können, wenn der Markt im nächsten Jahr anzieht», so der Verkaufschef.

Mehr zum Thema

Die Leasinggesellschaft Amedeo stornierte ihre Order über 20 A380, nachdem Airbus das Ende des Superjumbos angekündigt hatte. Gefährdet ist noch die Bestellung der Zweckgesellschaft Air Accord über drei Jets.

Wo die Zukunft des A380 liegen kann

Die D-AIMA, hier auf einem Archivbild: Jürgen Raps lieferte das Flugzeug aus.

Lufthansa nimmt mit einer speziellen Geste Abschied von Jürgen Raps

bc739bf0-11d1-4748-a304-92a74b617b68

Qantas’ letzter reaktivierter Airbus A380 nach erstem kommerziellen Flug bereits wieder gegroundet

Jürgen Raps: Er hatte von der Lufthansa-Chefetage den Auftrag erhalten, eine «astreine, fehlerfreie Einführung» sicherzustellen.

Warum Jürgen Raps den Airbus A380 derart liebte

Video

evakuierung flugzeug koffer
Immer häufiger ist zu beobachten, dass Fluggäste bei Evakuierungen mit ihrem Handgepäck das Flugzeug verlassen - und damit ihr eigenes und fremde Leben riskieren. Der Airline-Dachverband Iata will nun mithilfe einer psychologischen Studie herausfinden, was Fluggesellschaften dagegen tun können.
Timo Nowack
Timo Nowack
houston beinahe zusammenstoss
Mitte Dezember kam es über Houston beinahe zu einem Zusammenstoß zwischen einem Airbus A320 Neo und einer Embraer ERJ 145. Zuvor gab es ein Missverständnis zu einer Anweisung der Flugsicherung.
Timo Nowack
Timo Nowack
pia crew streit
Am Flughafen Jeddah sind zwei Crewmitglieder von Pakistan International Airlines aneinandergeraten. Die Fluglinie untersucht den Vorfall nun.
Timo Nowack
Timo Nowack