Airbus A380: Neue Maschinen sind wenig gefragt.

Tiefere ProduktionsrateAirbus baut wohl noch weniger A380

Die Nachfrage nach neuen Airbus A380 ist gering. So gering offenbar, dass der Flugzeughersteller die Produktion wohl erneut zurückfahren wird.

Top-Jobs

Pilatus Logo

Mechaniker Flugzeugkomponenten (a)

Pilatus Flugzeugwerke AG
Vollzeit
Top jobs
Schweiz
Feste Anstellung
Flugzeughersteller
Pilatus Logo

Systems Engineer - Electrical Focus

Pilatus Flugzeugwerke AG
Vollzeit
Top jobs
Schweiz
Feste Anstellung
Flugzeughersteller

Der Airbus A380 ist bei Passagieren nach wie vor beliebt, bei Fluggesellschaften kommt er aber immer weniger gut an. Zu schwer ist es, den Superjumbo zu füllen. Im Februar wurde offiziell, dass Air France zwei bestellte A380 nicht mehr will. Singapore Airlines gibt in diesem Jahr vier der Flugzeuge an die Leasingfirma zurück. Die anhaltend mangelnde Nachfrage hat jetzt Folgen: Airbus überlegt, die Produktion seines Flaggschiffes nochmals zu drosseln, falls keine großen Orders mehr eintreffen.

«Wir prüfen, ab 2019 weniger als eine Maschine im Monat zu bauen und wie wir dabei noch profitabel arbeiten», sagte Airbus-Programmchef Didier Evrard bei einem Treffen am Rande der Generalversammlung des Weltluftfahrtverbandes Iata in Cancun. «Wie tief wir gehen, kann ich nicht sagen», ergänzte Verkaufschef John Leahy gemäß diversen Medienberichten. Klar sei jedoch, dass es weniger als zwölf pro Jahr sein werden. Im Raum steht eine Stückzahl von zehn.

Nur eine Schwächeperiode?

Airbus hatte die Produktion von einst mehr als zwei pro Monat per 2017 auf 1,7 Flieger reduziert und wird 2018 auf einen Ausstoß von 1,0 A380 monatlich gehen. Jetzt droht ein weiterer Rückgang auf rund 0,8 Exemplare pro Monat. Ein Stück pro Monat gilt als die Grenze, bei der Airbus beim Superjumbo noch profitabel arbeiten kann. Boeing fuhr die Produktion bei der 747-8 ebenfalls herunter, seit letztem Herbst beträgt sie nur noch 0,5 Exemplare pro Monat.

Sich ganz vom A380 verabschieden will Leahy aber auch nicht: «Das Flugzeug wird gebraucht, denn die Kapazitäten der Flughäfen können mit der Zunahme der Flugnachfrage nicht mithalten. Und da ist der A380 die beste Abhilfe.» «Wir müssen das Programm einfach nur durch eine kleine Schwächeperiode des Marktes bringen, damit wir wieder vollständig dafür da sein können, wenn der Markt im nächsten Jahr anzieht», so der Verkaufschef.

Mehr zum Thema

Die Leasinggesellschaft Amedeo stornierte ihre Order über 20 A380, nachdem Airbus das Ende des Superjumbos angekündigt hatte. Gefährdet ist noch die Bestellung der Zweckgesellschaft Air Accord über drei Jets.

Wo die Zukunft des A380 liegen kann

Der Airbus A380 von Global Airlines: Soll vor Jahresende wider fliegen.

Global Airlines will weiteres Flugzeug - und die Malediven ansteuern

Airbus A380 von Emirates: 15 der Superjumbos der Fluglinie müssen zur Detail-Inspektion.

Airbus A380 von Emirates und Qantas müssen schnell zur Flügelinspektion

Airbus A380 von Qatar Airways: Zurück im Einsatz.

Qatar Airways fliegt wieder mit dem Airbus A380 - aber nur mit halb so vielen wie vor dem Iran-Krieg

Video

cessna usa 250
Manchmal zeichnet ein Flugzeug mit seinem Flugverlauf ein Herz oder einen einfachen Schriftzug an den Himmel. Zum 250. Am Unabhängigkeitstag der USA hat eine Cessna R182 nun auch so etwas getan - aber auf einem anderen Level.
Timo Nowack
Timo Nowack
Flugzeuge am Wilson Airport: 41 Flugzeuge um den Flughafen sind zu hoch und sollen abgerissen werden.
Flughafen Nairobi-Wilson
Rund um Kenias wichtigsten Inlandsflughafen sind in den vergangenen Jahren Dutzende Gebäude entstanden, die den Luftraum verletzen. Der Senat fordert nun den Abriss, die Regierung will lieber die Flugrouten zum Flughafen Nairobi-Wilson ändern.
Benjamin Recklies
Benjamin Recklies
Der weltgrößte Papierflieger: Er flog über 59 Meter.
Papierflieger kennt jedes Kind. Doch dieses Exemplar sprengt alle Dimensionen: Mit mehr als 20 Metern Spannweite und einem Flug über 59 Meter hat ein Team aus Italien den Weltrekord für das größte flugfähige Papierflugzeug geholt - und Deutschland entthront.
Stefan Eiselin
Stefan Eiselin