Anzeige von Airbus: B737 mit langer Nase

Airbus disst Boeing

Der Kampf zwischen den beiden Flugzeugherstellern wird immer härter. In einer neuen Anzeige greift Airbus den US-Rivalen ziemlich direkt an.

Top-Jobs

Hahnair

Document Control Manager (all genders)

Düsseldorf
Feste Anstellung
Hahn Air Lines GmbH
Deutschland
Vollzeit
Top jobs
Hahnair

Prozessmanager (all genders)

Düsseldorf
Feste Anstellung
Hahn Air Lines GmbH
Deutschland
Vollzeit
Top jobs
Pilatus Logo

Crossmedia Marketing Content Redakteur (a)

Feste Anstellung
Flugzeughersteller
Pilatus Flugzeugwerke AG
Schweiz
Vollzeit
Top jobs
Flightkeys

Subject Matter Expert (f/m/o)

Vienna
Feste Anstellung
Luftfahrttechnologie
Flightkeys GmbH
Österreich
Vollzeit
Top jobs

«Warum nimmt unser Wettbewerber es mit der Wahrheit nicht so genau?», steht in der Anzeige. Darunter ist ein Boeing-Jet zu sehen, oder eher dessen Nase. Er hat eine sehr lange Nase – eine Referenz an die populäre Märchenfigur Pinocchio. «Max», steht auf dem Flieger. Es ist eine Boeing B737MAX, der Konkurrent von Airbus' Kurz- und Mittelstreckenjet A320. In dieser Woche soll die Anzeige in verschiedenen Medien erscheinen. Die Nachrichtenagentur Bloomberg veröffentlichte sie schon jetzt.

Boeing bleibt dabei - alles, was man über die Leistung der eigenen Jets sage, entspreche der Wahrheit. Doch bei Airbus sieht man das anders. «Mit bestimmten Zahlen überschritten sie einfach eine Grenze», so Verkaufschef John Leahy. «Da verdrehten sie ganz klar die Fakten.» Genauer geht es ihm um die Zahlen zu den Kosten pro Sitz. Diese werden von Boeing in einer Anzeige für die B737Max als acht Prozent niedriger als beim A320neo angegeben. Das neuste und effizienteste A320-Modell soll 2015 auf den Markt kommen . Die B737Max wird zwei Jahre später erwartet. Beide Flieger sollen gegenüber älteren Modellen durch neue Werkstoffe und bessere Triebwerke sowie neue Designelemente eine deutliche Effizienzsteigerung aufweisen.

In die Ecke gedrängt?

Airbus wagt mit der Anzeige auch einen Angriff in einem Moment, da der amerikanische Konkurrent die Europäer bei den Bestellungen wieder überholt. Im vergangenen Jahr hatte Airbus noch die Nase vorn. Nun vermeldete Boeing zwischen Januar und Oktober 1009 Aufträge, 990 davon für die B737. Für diesen Zeitraum gab Airbus noch keine Zahlen bekannt. Doch schon im September lag der europäische Hersteller deutlich hinten und vermeldete bloß 382 Aufträge. Boeing hatte da schon 880 eingesammelt.

Beim Markt für Kurz- und Mittelstreckenflieger liefern sich Airbus und Boeing seit jeher einen erbitterten Kampf. Der A320 der Europäer und die B737 aus den USA sind die Verkaufsschlager in der Kategorie der sogenannten Single-Aisle-Flieger mit nur einem Mittelgang. Zu ihnen gibt es kaum eine Alternative. Zwar wollen Hersteller wie Chinas Comac oder der russische Produzent Sukhoi die zwei Großen mit ihren neuen Entwicklungen konkurrenzieren. Sie bauen effizientere und vor allem preiswertere Jets. Doch bis die Produkte aus dem Osten eine ähnliche Qualität und ein ähnliches Kundenvertrauen erreicht haben wie Airbus oder Boeing, dürfte es noch viele Jahre dauern, so Branchenexperten.

Mehr zum Thema

ticker airbus defence

Airbus übernimmt Cybersicherheitsfirma in Großbritannien

airbus a320 neo lufthansa

Lufthansa-Group-Chef Carsten Spohr: «Was Pratt & Whitney macht, ist richtig»

ticker-airbus-neo-1

Airbus liefert im Februar 35 Flugzeuge aus - 28 Orders von drei Kunden

ticker-airbus-konzern-

Airbus und Fraunhofer-Institut suchen das bessere Ruder

Video

santa monica douglas dc 3 monument
Er ist mehr als 100 Jahre alt, doch Ende 2028 wird er schließen. Der Flughafen Santa Monica in Kalifornien war zwar nie ein großer Verkehrsflughafen, aber dennoch historisch bedeutsam.
Timo Nowack
Timo Nowack
wrack bombardier crj 900 ntsb
Die Unfalluntersuchungsbehörde NTSB hat neues Videomaterial zum Zusammenstoß einer Bombardier CRJ 900 von Air Canada mit einem Feuerwehrauto am New Yorker Flughafen LaGuardia veröffentlicht. Die Aufnahmen zeigen, wie heftig die Kollision war.
Timo Nowack
Timo Nowack
michael rousseau air canada
Nach dem tödlichen Unglück einer Bombardier CRJ 900 am New Yorker Flughafen La Guardia brachte der Chef von Air Canada sein Mitgefühl zum Ausdruck - allerdings nur auf Englisch. Nun kommt von hochrangiger Stelle eine Rücktrittsforderung - auch, weil es nicht der erste sprachliche Fauxpas ist.
Timo Nowack
Timo Nowack