Übergang in neue ÄraAirbus A380 wird zum Lehrflugzeug fürs Verbundstoff-Recycling

Noch haben Recyclingunternehmen nicht viel Erfahrung mit Rümpfen aus Verbundwerkstoff. Der Airbus A380 bietet ihnen die Möglichkeit, sich auszuprobieren.

Top-Jobs

DERTOUR Logo

Destination Manager (w/m/d)

DERTOUR Destination Services AG
Vollzeit
Top jobs
Feste Anstellung
Reiseveranstalter
ticker-dfs-deutsche-flugsicherung

Fluglotse / Fluglotsin (w/m/d)

Studium
Deutsche Flugsicherung DFS
Studium
Top jobs
Langen b. Frankfurt
Deutschland
AMX Support

Lizenzierter Fluggerätmechaniker / Certifying Staff B1/B2 (m/w/d)

AMX Support Germany GmbH
Vollzeit
Flughafen Oberpfaffenhofen (EDMO
Top jobs
Deutschland
Feste Anstellung
Luftfahrt
AMX Support

Flugzeug Mechaniker

AMX Support Germany GmbH
Vollzeit
Flughafen Oberpfaffenhofen (EDMO
Top jobs
Deutschland
Feste Anstellung
Luftfahrt

Mit der Boeing 787 begann eine neue Ära. Waren Flugzeuge bis dahin hauptsächlich aus Aluminium gebaut, so änderte sich das mit der Einführung des Dreamliners. Leichtere Verbundwerkstoffe machen bei ihm und anderen modernen Fliegern wie dem Airbus A350 einen wesentlichen Teil des Materials aus.

Diese neue Ära beschäftigt nicht nur Airlines und Flugzeugbauer. Sondern auch die Unternehmen, die sich der Flugzeuge annehmen, wenn sie das Ende ihres Lebenszyklus erreicht haben. Das Recycling der Teile erfordert andere Fertigkeiten und Techniken, als bisher. Und hier nimmt der Airbus A380 eine wichtige Rolle ein, berichtet der Verkaufschef des darauf spezialisierten Unternehmens Tarmac Aerosave, Lionel Roques, laut dem Portal Aviation Week.

«Es ist eine Herausforderung»

«Der A380 enthält eine beträchtliche Menge an Kohlefasern, sodass es ein guter Übergang ist, das Volumen nach und nach zu erhöhen», so Roques. Das heißt, er bietet Anbietern die Möglichkeit, jetzt bereits Methoden zu finden und im Betrieb zu testen, die relevant werden, wenn immer mehr Dreamliner und Airbus A350 zu ihnen geschickt werden. Man habe begonnen, sich intensiver mit diesem Material zu befassen und Wege zu finden, es zu recyceln. Er sagt aber auch: «Es ist eine Herausforderung.»

Denn: Man muss während des laufenden Betriebs neue Kapazitäten aufbauen und neue Methoden erforschen, wie die Materialien sich wiederverwerten lassen. Und die Wiederverwertung wird für Airlines laut dem Manager aufgrund ihrer eigenen Umweltziele zunehmend wichtig. Doch das Ganze ist aktuell noch sehr zeitaufwändig.

Langwieriger Prozess

«Beim A380 geht es um 10 bis 15 Wochen allein für die Demontage», sagt Roques zu Aviation Week. Erst dann könne man offiziell Eigentümer der Abfälle werden und diese recyceln. Gleichzeitig versuche man, so viel wie möglich und immer mehr zu trennen, bevor die Demontage beginnt. «Unser Ziel ist es also, alles zu trennen, die verschiedenen Recyclingkanäle ordnungsgemäß zu speisen und so viel wie möglich aus dem Flugzeug zurückzugewinnen».

Wie ein Airbus A380 zerlegt wird, sehen Sie oben im Video.

Mehr zum Thema

FACC will thermoplastischen Materialien recyceln

FACC will thermoplastischen Materialien recyceln

Airbus A380 mit Kennzeichen A6-EDA: Ab zur Schrottpresse.

Emirates bringt ersten Airbus A380 zum Recyclinghof

Die Boeing 747 in St. Athan.

Boeing 747 in Boac-Lackierung wird verschrottet - zu Sammlerstücken

Essen von Easyjet: Zu viel ist ungesund - auch für die Fluggesellschaft selbst.

Easyjet will mit Algorithmen den Müll reduzieren

Video

Flughafen Düsseldorf U-Bahn 9
Nach sieben Jahren Bauzeit eröffnet Düsseldorf zwei neue U-Bahn-Linien. Sie binden erstmals den Flughafen an das Stadtbahnnetz der Landeshauptstadt an.
Jakob Wert
Jakob Wert
Der Moment bevor das Kleinflugzeug mit dem Helikopter Kollidiert: Jetzt ist der NTSB-Bericht erschienen.
Vor zwei Wochen kollidierten eine Cessna 150 und ein Bell 407 an einem Flugplatz in Pennsylvania. Was in den letzten Sekunden davor geschah, zeigt nun der erste Zwischenbericht der Untersuchungsbehörde NTSB.
Benjamin Recklies
Benjamin Recklies
Airbus A400M der Roal Air Force nach der Landung in Jan Mayen: Mit dem Transporter wurden Nato-Kontingente in die Arktis verlegt.
US-Marines, britische Royal Marines und norwegische Soldatinnen und Soldaten üben auf Jan Mayen. Airbus A400 M und Lockheed C-130 brachten für die Manöver neben Truppen auch Material auf die abgelegene Arktisinsel.
gerard al fil
Gérard Al-Fil