A380: Rettung für verstopfte Flughäfen?

Neue A380 statt neue Pisten

Großraumflugzeuge wie der A380 haben momentan nicht gerade Hochkonjunktur. Airbus preist sie nun als Mittel gegen Kapazitätsprobleme an Flughäfen.

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Wirklich gut läuft es nicht für den Airbus A380. Erst gerade schob Virgin Atlantic die Bestellung über sechs Superjumbos weiter nach hinten. Der Bedarf sei momentan nicht da. Und auch generell stellt die britische Fluggesellschaft in Frage, ob der A380 wirklich ein geeigneter Jet für sie sei. Sie ist nicht die einzige. Die wirtschaftliche Situation und Flottenpolitik vieler Airlines dämpft die Nachfrage nach Riesenfliegern wie dem A380 oder auch der Boeing B747-8. Die Europäer erhielten bis Le Bourget lange keine Order mehr für ihren größten Jet, die Amerikaner verkauften dieses Jahr nur gerade zwei Stück. Zu wenig Flexibilität, zu hohe Kosten - so die Analyse vieler Fluglinien.

Um den Superjumbo anzupreisen, bringt Airbus nun ein neues Argument vor. Richard Carcaillet, Marketing-Chef des A380-Programms, sieht den Riesenflieger als den Schlüssel für die Entlastung der großen Flughäfen auf der Welt an. Als Beispiel nannte er die australischen Flughäfen Sydney und Melbourne. Beide gelten seit 2011 als Megastädte, das heißt mehr als 10'000 Langstrecken-Passagiere durchlaufen die Airports täglich.

Immer mehr Megacities

Laut Berechnungen von Airbus wird es im Jahr 2032 92 bereits Megacities geben, die 90 Prozent des gesamten weltweiten Passagieraufkommens stemmen müssen. Das führe unweigerlich zu Herausforderungen, was die Kapazitäten der Flughäfen angeht. Der A380 ist laut Carcaillet eine wesentliche Hilfe dabei. «Mit dem A380 kann man die Kapazitäten bei begrenzten Slots maximieren», so der Manager gegenüber dem australischen Luftfahrtportal Aviation Business.

Weltweit könne man schon jetzt beobachten, dass Airlines das tun. Der A380-Verkehr ist vor allem zwischen der Region Asien/Ozeanien und Europa besonders stark. Doch auch andernorts werde er nun verstärkt eingesetzt. So habe der Flughafen Los Angeles LAX die Anzahl der Gates, an denen ein A380 abgefertigt werden kann, wegen der hohen Nachfrage von zwei auf inzwischen zwölf erhöht. Bei Airbus geht man davon aus, dass viele Flughäfen es LAX nachmachen werden.

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