A380: Rettung für verstopfte Flughäfen?

Neue A380 statt neue Pisten

Großraumflugzeuge wie der A380 haben momentan nicht gerade Hochkonjunktur. Airbus preist sie nun als Mittel gegen Kapazitätsprobleme an Flughäfen.

Top-Jobs

Pilatus Logo

Head of Mechanical Final Assembly PC-12 (a)

Pilatus Flugzeugwerke AG
Vollzeit
Top jobs
Schweiz
Feste Anstellung
Flugzeughersteller
Pilatus Logo

Lizenzierter Luftfahrzeugmechaniker Experimental Shop (a)

Pilatus Flugzeugwerke AG
Vollzeit
Top jobs
Schweiz
Feste Anstellung
Flugzeughersteller
bwlv

Fluggerätmechaniker (m/w/d)

BWLV-Motorflugschule Hahnweide
Vollzeit
Kirchheim/Teck
Top jobs
Deutschland
Feste Anstellung
Flugschule
ticker-dfs-deutsche-flugsicherung

Fluglotse (w/m/d)

Deutsche Flugsicherung DFS
Studium
Langen b. Frankfurt
Top jobs
Deutschland

Wirklich gut läuft es nicht für den Airbus A380. Erst gerade schob Virgin Atlantic die Bestellung über sechs Superjumbos weiter nach hinten. Der Bedarf sei momentan nicht da. Und auch generell stellt die britische Fluggesellschaft in Frage, ob der A380 wirklich ein geeigneter Jet für sie sei. Sie ist nicht die einzige. Die wirtschaftliche Situation und Flottenpolitik vieler Airlines dämpft die Nachfrage nach Riesenfliegern wie dem A380 oder auch der Boeing B747-8. Die Europäer erhielten bis Le Bourget lange keine Order mehr für ihren größten Jet, die Amerikaner verkauften dieses Jahr nur gerade zwei Stück. Zu wenig Flexibilität, zu hohe Kosten - so die Analyse vieler Fluglinien.

Um den Superjumbo anzupreisen, bringt Airbus nun ein neues Argument vor. Richard Carcaillet, Marketing-Chef des A380-Programms, sieht den Riesenflieger als den Schlüssel für die Entlastung der großen Flughäfen auf der Welt an. Als Beispiel nannte er die australischen Flughäfen Sydney und Melbourne. Beide gelten seit 2011 als Megastädte, das heißt mehr als 10'000 Langstrecken-Passagiere durchlaufen die Airports täglich.

Immer mehr Megacities

Laut Berechnungen von Airbus wird es im Jahr 2032 92 bereits Megacities geben, die 90 Prozent des gesamten weltweiten Passagieraufkommens stemmen müssen. Das führe unweigerlich zu Herausforderungen, was die Kapazitäten der Flughäfen angeht. Der A380 ist laut Carcaillet eine wesentliche Hilfe dabei. «Mit dem A380 kann man die Kapazitäten bei begrenzten Slots maximieren», so der Manager gegenüber dem australischen Luftfahrtportal Aviation Business.

Weltweit könne man schon jetzt beobachten, dass Airlines das tun. Der A380-Verkehr ist vor allem zwischen der Region Asien/Ozeanien und Europa besonders stark. Doch auch andernorts werde er nun verstärkt eingesetzt. So habe der Flughafen Los Angeles LAX die Anzahl der Gates, an denen ein A380 abgefertigt werden kann, wegen der hohen Nachfrage von zwei auf inzwischen zwölf erhöht. Bei Airbus geht man davon aus, dass viele Flughäfen es LAX nachmachen werden.

Mehr zum Thema

ticker-airbus-a380

F-WWOW: Erster Airbus A380 absolviert weiteren Testflug

Beschädigter Reifen, spuren und zerstörte Lampen: Ein Airbus A380 von Lufthansa setzte in München zu früh auf.

Sieben Reifen kaputt, drei Lichter zerstört: Warum Lufthansas Airbus A380 vor der Piste landete

Airbus A380 mit Triebwerken von Engine Alliance: Problem mit einer Dichtung.

FAA schickt Airbus-A380-Triebwerke in die Werkstatt

So wird es im Oberdeck der Airbus A380 von British Airways  aussehen: 106 Sitze nur in der Business Class.

British Airways zeigt die größte Business Class der Welt

Video

6767 bitte? Der Wunsch wurde dem Piloten erfüllt.
Ein Privatpilot in den USA wollte beim Funken offenbar ein bisschen Spaß haben. Also fragte er die Flugsicherung nach einem ganz bestimmten Transpondercode: 6767. Der Fluglotse verstand die Anspielung auf das Internet-Meme Six Seven und musste lachen.
Laura Frommberg
Laura Frommberg
Anflug auf Tel Aviv mit Airbus A330 von Swiss: Vorerst nicht mehr möglich.
Jahrelang gehörte der Airbus A330 auf der Strecke zwischen Zürich und Tel Aviv zum gewohnten Bild. Doch damit ist vorerst Schluss: Swiss stellt im Sommer 2027 sämtliche Flüge auf Airbus A321 Neo um.
Luca La Rocca
Luca La Rocca
latam airbus a320 lima feuer
Notfall am Flughafen Lima: Aus einem Triebwerk eines Airbus A320 schlugen so lange Zeit Flammen, dass auch eine Tragfläche des Jets von Latam Feuer fing.
Timo Nowack
Timo Nowack