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Virgin Atlantic und Co.

Alle wollen den A330 Neo

Immer mehr Fluglinien fordern eine radikale Neuversion des Airbus A330. Doch der europäische Flugzeugbauer hält sich noch immer bedeckt.

Airbus

Airbus A330: Viele wollen ein Upgrade

Wirklich offiziell ist noch nichts. Aber die Nachrichtenagentur Reuters will von informierten Personen erfahren haben: Airbus arbeitet gemeinsam mit Rolls Royce an einem A330 Neo. Man wäge bereits verschiedene Optionen ab. Die Triebwerke des überarbeiteten Langstreckenklassikers sollen exklusiv vom britischen Produzenten stammen.

Bei den Airlines stößt das Gerücht auf großen Anklang. So antwortete etwa Virgin Atlantics Flottenchef Alan Leeks bei einer Konferenz auf die Frage, ob er eine Bestellung des A330 Neo in Erwägung ziehen würde, mit einem deutlichen «Ja». «Auf dem Papier sieht das nach einem fantastischen Angebot aus», erläuterte er. Auch wenn der Jet womöglich teurer wäre, würde er wegen seiner Effizienz für eine große Anzahl von Airlines sehr attraktiv sein.

Air Asia mit Nachdruck

Auch Air-Asia-Chef Tony Fernandes verlieh seiner Forderung noch einmal Nachdruck. Wie er dem Nachrichtensender Bloomberg erklärte, gehe er Airbus ganz schön auf die Nerven mit seinen ständigen Bitten um ein Upgrade des A330. Doch das habe einen guten Grund, so der charismatische Airline-Chef. Es sei dann nämlich ein «Killer-Modell». Auch Delta hat bereits öffentlich bei Airbus um eine Neuversion des Airbus A330 gebeten.

In der Branche vermutet man, dass Airbus die genauen Pläne bei der Farnborough Air Show Mitte des Monats bekannt geben wird. Ob das stimme, wollte Fernandes nicht sagen. Doch es werde sicherlich eine «interessante und spannende» Show von Airbus. Dass die Ausstattung mit neuen Triebwerken strategisch ein schlauer Schritt sein kann, zeigt das Beispiel A320 Neo. Der Mittelstreckenjet von Airbus hat sich seit dem angekündigten Upgrade zum am schnellsten verkauften Flieger gemausert.



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