Maschine der Air Zimbabwe: Die Flotte bekommt Zuwachs.

Jets gegen Diamanten?

Die schuldengeplagte und seit Wochen bestreikte Airline bekommt angeblich zwei brandneue Airbus - über verschlungene Finanzierungswege.

Top-Jobs

Pilatus Logo

Team Leader Account Management

Pilatus Flugzeugwerke AG
Vollzeit
Top jobs
Schweiz
Feste Anstellung
Flugzeughersteller
HahnAir

Compliance Monitoring Manager (all genders)

Hahn Air Lines GmbH
Vollzeit
Düsseldorf
Top jobs
Deutschland
Feste Anstellung
Luftfahrt
Etihad Job

Captain A320

Etihad Airways
Vollzeit
Abu Dhabi
Top jobs
United Arab Emirates
Feste Anstellung
Etihad Job

First Officer A320

Abu Dhabi
Feste Anstellung
Etihad Airways
United Arab Emirates
Vollzeit
Top jobs

Wirrwarr um neue Jets: Laut verschiedenen Medienberichten soll sich Air Zimbabwe gleich zwei fabrikneue Airbus A340-200 kaufen. Laut der südafrikanischen Zeitung Mail & Guardian werden Piloten und Flugbegleiter in Madrid und Toulouse bereits auf dem neuen Fluggerät geschult, die Auslieferung solle schon bald stattfinden.

Doch der Aufsichtsratsvorsitzende der Fluggesellschaft will davon nichts wissen. «Das ist Nonsens», so Jonathan Kadzura gemäß der Financial Gazette. Man könne sich doch noch nicht einmal leisten, die eigenen Angestellten zu bezahlen. Denn die Airline ist gemäß Mail & Guardian mit über 100 Millionen Dollar verschuldet. Die Strecke nach Harare - Johannesburg wurde deshalb schon vor einiger Zeit stillgelegt, weil das Management eine Beschlagnahmung der Maschine durch Gläubiger befürchtet. Laut Mail & Guardian werden Piloten und Flugbegleiter in Madrid und Toulouse bereits auf dem neuen Fluggerät geschult, die Auslieferung solle schon bald stattfinden.

Air Zimbabwe steht auch sonst unter Druck. Seit Wochen streiken die Piloten, die Jets der Flotte bleiben am Boden. Die Gerüchte über den Einkauf lassen also Spekulationen über die Finanzierung aufkommen. Das Geschäft soll durch den Diamantenkonzern Mbada Diamonds finanziert werden, wie die regierungskritische Exilzeitung The Zimbabwean schreibt. Das Diamantenschürfunternehmen gehöre Privatmann Robert Mhlanga und der staatlichen Zimbabwe Mining Development Corporation. Manager Mhlanga soll selbst ein enger Vertrauter von Diktator Robert Mugabe sein. Er stehe auf der Sanktionsliste der EU und der USA gegen regierungsnahe Personen aus dem Krisenstaat Simbabwe.

Eine Art Diamantenwäsche

Der Deal wäre deshalb überaus heikel. Einerseits gelten für Simbabwe Sanktionen. Andererseits würde die Finanzierung via den Diamantenkonzern ein großes Imagerisiko bergen. Denn Mbada steht gleich mehrfach in der Kritik. Einerseits wirft ihm die südafrikanische Minengesellschaft Africa Consolidated Resources der Regierung in Harare vor, sie enteignet zu haben und aus dem Unternehmen gedrängt zu haben. Gleichzeitig gelten Mbadas Marange-Minen als Hort für Sklavenarbeit. «Das ist ein wenig wie Diamantenwäsche. So wird der Handel mit Diamanten legalisiert, die aus Minen stammen, wo Menschenrechtsverletzungen an der Tagesordnung sind», sagte Politologe Clifford Mashiri gegenüber SW Radio Africa.

Mehr zum Thema

ticker air zimbabwe

Air Zimbabwe stockt London-Verbindung über Weihnachten auf

ticker air zimbabwe

Air Zimbabwe nimmt London-Flüge mit Airbus A330 von Plus Ultra wieder auf

ATR42 von Air Zimbabwe: Die Fluglinie betreibt aktuell ein Flugzeug.

Wenn die Airline nicht weiß, wem ihre Flugzeuge gehören

ticker air zimbabwe

Air Zimbabwe plant Rückkehr nach London - schon im Juni

Video

Die Notrutsche wird abtransportiert: Verzögerungen beim Abflug der Boeing 767 von Austrian Airlines.
Eine versehentlich ausgelöste Notrutsche sorgte bei einer Boeing 767 von Austrian Airlines in Montreal für Verspätung. Die Rutsche musste ausgebaut und die betroffene Tür gesperrt werden. Dadurch durften statt 209 nur noch 141 Passagiere mit nach Wien fliegen.
Stefan Eiselin
Stefan Eiselin
Flughafen Gander am 11. September 2001: 38 Großraumflugzeuge strandeten an dem kanadischen Airport.
Nach den Anschlägen vom 11. September 2001 sperrten die USA ihren Luftraum. Fast 240 Flugzeuge auf dem Weg ins Land konnten nicht mehr umkehren. Kanada nahm sie auf – und musste innerhalb weniger Stunden Zehntausende gestrandete Reisende unterbringen und versorgen.
Benjamin Recklies
Benjamin Recklies
regent viceroy first flight
Der amerikanische Hersteller Regent will seine Seegleiter in Küstenregionen in aller Welt liefern. Jetzt hat das Bodeneffektfahrzeug Viceroy erstmals einen bemannten Flug absolviert. Und die Zulassung verläuft anders als bei einem Flugzeug.
Timo Nowack
Timo Nowack