Letzte Aktualisierung: um 18:23 Uhr
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Luftfahrtpersonal hilft sich

Mit Yoga gegen den Corona-Koller

Die Pandemie belastet auch in der Luftfahrtbranche viele Menschen. In Indien bieten einige Beschäftigte ihren Kollegen nun online Hilfe an gegen Stress und Anspannung.

Wee Lee/Unsplash

Yogaübung: Lernen, mit dem Stress besser umzugehen.

Kostet mich die Coronakrise meinen Job? Laufe ich Gefahr, mich selber mit dem Virus zu infizieren? Und stecke ich dann womöglich sogar meine eigene Familie an? Solche Fragen verunsichern während der Pandemie viele Menschen, auch in der Luftfahrt.

Damit Pilotinnen, Flugbegleiter und Co. besser mit Stress, Sorgen und Anspannung zurechtkommen, haben in Indien einige Luftfahrtmitarbeiter selber die Initiative ergriffen. Sie bieten Kolleginnen und Kollegen online Yoga- und Meditationskurse an. Dabei lehren sie zum Beispiel Atemtechniken, zugeschnitten auf die Arbeitssituationen in der Branche.

Fluglotse kann sich besser konzentrieren

Wie die Zeitung Hindustan Times berichtet, sind zwei der Initiatoren aktive Piloten bei indischen Airlines, zwei weitere sind oder waren Flugbegleiterinnen. Eine von ihnen, Monali Shriyan, hat früher in der Kabine von Air India gearbeitet und sagt, unbezahlter Zwangsurlaub und drohender Jobverlust würden derzeit bei vielen zu Stress führen.

Ein teilnehmender Fluglotse sagte der Zeitung, die im Online-Workshop erlernten Techniken würden ihm helfen, konzentrierter zu arbeiten. Ein anderer Teilnehmer, der derzeit nicht arbeiten kann, erklärte, mit den Atemtechniken könne er seine ständigen kreisenden Gedanken besser kontrollieren und mit dem Stress besser umgehen.

Air India droht mit fünf Jahren Zwangsurlaub

Die schon seit Jahren in der Krise steckende Air India sucht derzeit etwa Mitarbeiter, die freiwillig unbezahlte Auszeiten nehmen. Laut der Zeitung Economic Times hat die Airline ihre Abteilungsleiter aber auch angewiesen zu prüfen, welche Mitarbeiter am ehesten verzichtbar sind. Wenn sich nicht genug Freiwillige finden, droht diesen Angestellten zwangsweise eine unbezahlte Freistellung von bis zu fünf Jahren.



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