Passagier von Air France: Bald geht es günstiger über den Nordatlantik.

NordatlantikAir France bringt neuen Billigtarif

Um gegen neue Billigkonkurrenten bestehen zu können, führt Air France einen neuen Tarif ein. Auch die Gründung einer neuen Tochter ist weiter eine Option.

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Auf Kurzstrecken ist es inzwischen ganz normal. Im günstigsten Tarif ist nichts mehr inbegriffen außer der reine Flug und ein Stück Handgepäck. Auf längeren Flügen haben neue Anbieter wie Eurowings oder Norwegian das Konzept auch übernommen. Und immer mehr klassische Anbieter folgen ihrem Exempel.

So hat Tap vergangenen September einen Langstreckentarif eingeführt, der kein Aufgabegepäck mehr enthält. Aer Lingus folgte und gibt den Reisenden mit Günstigtickets auch keine Decke mehr. Nun zieht Air France nach: Die französische Fluggesellschaft führt im April eine neue Tarifkategorie auf Nordatlantikflügen ein. Tickets sollen hin und zurück bereits ab 390 Euro zu haben sein, dafür müssen die Reisenden extra zahlen, wenn sie Gepäck aufgeben wollen.

Abwehr gegen Level und Co.

Wie Konzernchef Jean-Marc Janaillac dem Radiosender Europe 1 erklärte, will er so auf die neuen Konkurrenten reagieren, die Air France das Geschäft streitig machen - nicht zuletzt auch Level, die Billigtochter von British-Airways-Mutter IAG. Sie wird im Juli 2018 ab Paris-Orly starten.

Janaillac will sehen, ob er damit mit den neuen Rivalen mithalten kann. Eine andere Option ist es, eine neue Billig-Langstreckentochter zu gründen. Entschieden sei nichts. «Aber wenn wir mehr tun müssen, dann machen wir das», so der Air-France-Chef.

Ergänzung vom 19. Februar, 11:40 Uhr: Im Artikel von Radio Europe 1 war eine missverständliche Aussage enthalten. Zunächst hatte es geheißen, dass auch das Essen im Ultra-Billig-Tarif abgeschafft werde. Das ist nicht der Fall. Janaillac hatte das lediglich auf die Tarife der Wettbewerber bezogen. Auch Europe 1 hat die Textstelle inzwischen angepasst.

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