Letzte Aktualisierung: um 12:16 Uhr
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Taeco prüft Schrauben-Malheur

Fehlende Schrauben an einem Airbus von Air France sorgten weltweit für Schlagzeilen. Jetzt reagiert die beschuldigte Wartungsfirma.

Air France

A340 von Air France: Einem solchen Flieger fehlten die Schrauben.

Mehr als 30 Schrauben hatten dem Airbus A340-300 gefehlt. Trotzdem wurde er von Air France tagelang weiter geflogen, weil niemand den Fehler bemerkt hatte. Schuld am Missgeschick ist die chinesische Wartungsfirma Taikoo Aircraft Engineering (Taeco). Zwischen dem 4. Oktober und dem 10. November hatte das Unternehmen den Jet in einem seiner Werke im chinesischen Xiamen gewartet. Die Schrauben hatten die Verantwortlichen offenbar ganz einfach vergessen. Nachdem verschiedentlich der Verdacht aufgekommen war, dass Schlamperei hinter dem Fehler stecken könnte, hat Taeco nun eine interne Untersuchung eingeleitet. So will man den genauen Grund für den Fauxpas herauszufinden. «Wir werden nach unseren Standardprozeduren vorgehen und Air France genau über die Ergebnisse der Untersuchung unterrichten», heißt es in einer Mitteilung des Unternehmens. Die fehlenden Schrauben hätten ein Bauteil des Fliegers sichern sollen, das den Luftwiderstand während des Fluges kontrolliert.

Laut Air France bestand deswegen aber nie eine Gefahr für die Passagiere oder das Flugzeug bestanden. Der Bauteil sei nicht zum zentraler Bestandteil des Fliegers. Trotzdem: «Es ist absolut verboten, ein Flugzeug mit einem solchen Mangel fliegen zu lassen», so Lu Xiang, Dozent an der Civil Aviation University of China gemäß dem Nachrichtenportal Asia One. Normalerweise würden Jets nach einer Routinewartung immer noch einmal auf sämtliche Bestandteile untersucht. Als der Fehler bemerkt wurde, wurde der Airbus in Boston auch gleich gegroundet.

Gewichtige Aktionäre

Taeco gibt es seit 1993. Das Unternehmen ist eines der größten Wartungsunternehmen Chinas und arbeitet auch mit anderen großen Fluggesellschaften zusammen. So lässt etwa die Deutsche Lufthansa ihre Boeing 747’s dort warten. Auch die Lufthansa ist wegen des Vorfalls in engem Kontakt mit Taeco. Am Wartungskonzern sind auch Boeing, Japan Airlines und Cathay Pacific beteiligt.



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