Flieger von Air Europa: Neue Ziele in Übersee.

Air Europa nutzt Iberias Schwäche

Die spanische Fluggesellschaft plant einen kräftigen Ausbau in Südamerika. Sie will jede Strecke besetzen, welche die nationale Konkurrentin aufgibt.

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Juan José Hidalgo ist durch und durch Pragmatiker. «Man muss vom Unvermögen der anderen profitieren», sagte der Chef des spanischen Tourismuskonzerns Globalia und deren Tochter Air Europa am Freitag bei einer Medienkonferenz in Madrid. Und wie er das tun will, weiß er auch schon. «Wir sind bereit alles zu übernehmen, was Iberia in Lateinamerika freigibt», so der Unternehmer. Zuerst müsse man aber noch etwas Geduld haben und abwarten, wie weit die Schrumpfkur der Nationalairline noch gehe. Ganz allgemein will Hidalgo mit seiner Air Europa aggressiv wachsen und drei bis vier neue Strecken pro Jahr aufnehmen.

Neustes Flugziel ist Montevideo. Air Europa wird die uruguayische Hauptstadt ab dem 1. Mai drei mal wöchentlich mit der eigenen Basis in Madrid Barajas verbinden. Auch das ist eine Strecke, welche Iberia aufgab. Hildalgo möchte die Frequenz später auf einen täglichen Flug erhöhen. Nicht nur Montevideo strich Iberia kürzlich aus dem Flugplan, auch Fortaleza, Recife, Havanna, San Juan (Puerto Rico) und Santo Domingo mussten dran glauben.

Auch nach Bolivien

Nicht nur von Iberia profitiert Air Europa. Bereits vor einiger Zeit übernahm die Fluglinie die Strecke von Madrid nach Santa Cruz de la Sierra, welche die insolvente bolivianische Aerosur hinterließ. Die Wirtschaftsmetropole wird zwei Mal wöchentlich angesteuert.

Air Europa wurde 1984 gegründet. Heute besitzt die Fluggesellschaft vierzig Flugzeuge, neu davon sind Airbus A330 für die Langstrecke. Air Europa fliegt mit seinen Flugzeugen rund 44 Destinationen in 22 Ländern an.

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