Embraer E195 in den Farben von Aeronova: Die Airline wird zu Air Europa Express.

Vorbild LufthansaAir Europa baut sich eigene Billigairline

Auch die spanische Fluglinie folgt dem Beispiel von Lufthansa mit Germanwings und gründet eine Billigairline. Air Europa Express übernimmt Strecken innerhalb Europas.

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Für einige ist es ein Déjà-vu: Air Europa Express wird neu belebt. Unter dieser Marke führte Air Europa von 1997 bis 2000 mit Turbopropmaschinen vom Typ BAE ATP Inlandsflüge in Spanien durch. Nun holt die zweitgrößte Fluggesellschaft des Landes die Marke wieder aus der Schublade hervor und verwendet sie für eine neue Aufgabe. Air Europa Express wird zur Billigairline der Gruppe.

Die neue Fluglinie soll künftig für Air Europa das sein, was Germanwings für Lufthansa ist: Eine Lowcostanbieterin im eigenen Konzern, die mit tieferer Kostenbasis arbeitet. Sie wird Routen in Europa übernehmen, die besonders unter Konkurrenzdruck leiden, so etwa auch Madrid - Frankfurt oder Madrid - Brüssel. Auch Air France mit Transavia oder Iberia mit Vueling verfolgen schon seit einiger Zeit diesen Ansatz der zwei Airlines für unterschiedliche wettbewerbsintensive Strecken.

Air Europa Express wird mit Embraer fliegen

Um mit tieferen Kosten arbeiten zu können, kaufte sich Air-Europa-Mutter im November die kleine Charterairline Aeronova aus Valencia. Sie wird künftig unter der Marke Air Europa Express die Flüge durchführen. Die Flotte von derzeit 2 ATR 42-300 und 3 Fairchild Swearingen Metroliner wird dafür um 11 Embraer E195 aufgestockt, die derzeit noch Air Europa selbst gehören. Start von Air Europa Express ist der 11. Januar 2016. Derzeit sucht Air Europa für die Billigairline rund 100 Piloten und 150 Flugbegleiter.

Bisher war Aeronova vor allem als Wet-Lease-Anbieterin und Charteranbieterin in Europa und Nordafrika tätig. Zudem transportierte die Fluglinie Fracht und betrieb eine Flugschule. Was mit dem bisherigen Geschäft passieren wird, ist derzeit noch unklar.

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