Evakuierung aus YellowknifeAir Canada, Westjet und Co. retten Menschen vor Feuerhölle

In den Northwest Territories wüten verheerende Waldbrände. Deshalb muss die kanadische Stadt Yellowknife mit 20.000 Menschen geräumt werden - auch mit Flugzeugen. Doch bei den Sonderflügen gibt es ein Problem.

Top-Jobs

bwlv

Fluggerätmechaniker (m/w/d)

BWLV-Motorflugschule Hahnweide
Vollzeit
Kirchheim/Teck
Top jobs
Deutschland
Feste Anstellung
Flugschule
Pilatus Logo

Team Leader Account Management

Pilatus Flugzeugwerke AG
Vollzeit
Top jobs
Schweiz
Feste Anstellung
Flugzeughersteller
Hahnair Logo

Compliance Monitoring Manager (all genders)

Hahn Air Lines GmbH
Vollzeit
Düsseldorf
Top jobs
Deutschland
Feste Anstellung
Luftfahrt
Etihad Job

Captain A320

Etihad Airways
Vollzeit
Abu Dhabi
Top jobs
United Arab Emirates
Feste Anstellung

Es sind gigantische Zahlen. Auf 1,7 Millionen Hektar Land brennen 149 Feuer. Die Regierung der Northwest Territories griff deshalb zum allerletzten Mittel. Sie ordnete die Evakuierung der Hauptstadt Yellowknife und einiger nahegelegener Kommunen an.

Bis am Freitagmittag (18. August) um 12 Uhr Ortszeit müssen die 22.000 Bewohnerinnen und Bewohner die Region im Nordwesten Kanadas verlassen haben. Denn die Waldbrände kommen Yellowknife immer näher. Derzeit sind die Autobahnen noch geöffnet und auch Flugzeuge können noch am lokalen Flughafen landen. Die Regierung will diesen Umstand nutzen und die Menschen in Sicherheit bringen, bevor es möglicherweise zu spät ist.

Größere Flugzeuge und Sonderflüge

Die Regierung der Northwest Territories hat für die Evakuierung Fluggesellschaften zur Hilfe gerufen, neben Air Canada und Westjet auch Canadian North. Sie setzen auf ihren normalen Flügen größere Flugzeuge ein und führen zusätzlich auch Sonderflüge durch. Die Regierung hat daneben auch Spezialflüge organisiert.

Vor der Sir John Franklin High School bildeten sich lange Warteschlangen. Dort müssen sich Bürgerinnen und Bürger für die Sonderflüge anmelden. Bis zu einem halben Tag betrug die Wartezeit. Das hat einige abgeschreckt und sie suchten sich andere Wege, um aus Yellowknife wegzukommen.

Zu wenige fliegen mit

Zudem behinderte am Donnerstag schlechtes Wetter die Bemühungen. Nur zehn Sonderflüge von Yellowknife nach Calgary konnten durchgeführt werden - mit 1500 Menschen an Bord. Für Freitag sind insgesamt 21 Evakuierungsflüge geplant. Sie bieten insgesamt 2000 Menschen Platz.

«Je nach Umschlagzeit der Flüge und Nachfragen können für Samstag zusätzliche Flüge organisiert werden», so die Regierung. Aktuell besteht aber ein anderes Problem: Zu wenig Menschen steigen in die Flieger ein, weil viele frustriert aufgaben und Angst haben, es nicht mehr rechtzeitig zu schaffen.

Vieles ist anders als sonst

Auf den Flügen gelten diverse Ausnahmen. So dürfen die Reisenden Haustiere mitführen und brauchen nicht wie sonst einen Personalausweis.

Die Brände haben Yellowknife bald erreicht. Bild: Nasa (16. August)

Mehr zum Thema

Die ehemalige Fokker 28 Flotte von Canadian Regional am Flughafen Saskatoon: Die Flugzeuge wurden zerlegt.

Eine ganze Flotte Fokker F28 verrottete 20 Jahre in Kanada – jetzt kommt der Schredder

Flughafen Gander am 11. September 2001: 38 Großraumflugzeuge strandeten an dem kanadischen Airport.

Als Kanada nach 9/11 innerhalb kürzester Zeit fast 240 Flugzeuge und Zehntausende Menschen aufnahm

ticker air-india-neu

Flüge nach Toronto: Air India baut Kanada-Angebot im Winter aus

ticker-kanada

Toronto: Kanadas Regierung lehnt Ausbau des Flughafens Billy Bishop ab

Video

Airbus U740 Valkyrie: Erstflug erfolgreich absolviert.
Sie startet ohne Landebahn, erreicht bis zu Mach 0,8 und kann bewaffnet werden: Die Airbus U740 Valkyrie hat ihren ersten Flug absolviert. Künftig soll das autonome Kampflugzeug gemeinsam mit Eurofightern operieren.
gerard al fil
Gérard Al-Fil
Boeing 747-8 von Lufthansa: Am 10.Oktober wäre es fast zu einem Tailstrike in Los Angeles gekommen.
Eine Boeing 747-8 von Lufthansa musste in Los Angeles durchstarten. Dabei kam das Heck des Jumbo-Jets der Piste bedenklich nahe.
Benjamin Recklies
Benjamin Recklies
Szene aus «111 - Echoes from Halifax»: Der Film zeigt die Tragödie anhand menschlicher Schicksale nach.
Anne Walser ist Produzentin des Kinofilms «111- Echoes from Halifax». Im Interview erklärt sie, weshalb das Thema Absturz von Swissair-Flug SR111 auch nach mehr als 25 Jahren noch aktuell ist, wieso sie bewusst auf einen Katastrophenfilm verzichtete und wie sich das Team vorbereitete.
Stefan Eiselin
Stefan Eiselin