Evakuierung aus YellowknifeAir Canada, Westjet und Co. retten Menschen vor Feuerhölle

In den Northwest Territories wüten verheerende Waldbrände. Deshalb muss die kanadische Stadt Yellowknife mit 20.000 Menschen geräumt werden - auch mit Flugzeugen. Doch bei den Sonderflügen gibt es ein Problem.

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Es sind gigantische Zahlen. Auf 1,7 Millionen Hektar Land brennen 149 Feuer. Die Regierung der Northwest Territories griff deshalb zum allerletzten Mittel. Sie ordnete die Evakuierung der Hauptstadt Yellowknife und einiger nahegelegener Kommunen an.

Bis am Freitagmittag (18. August) um 12 Uhr Ortszeit müssen die 22.000 Bewohnerinnen und Bewohner die Region im Nordwesten Kanadas verlassen haben. Denn die Waldbrände kommen Yellowknife immer näher. Derzeit sind die Autobahnen noch geöffnet und auch Flugzeuge können noch am lokalen Flughafen landen. Die Regierung will diesen Umstand nutzen und die Menschen in Sicherheit bringen, bevor es möglicherweise zu spät ist.

Größere Flugzeuge und Sonderflüge

Die Regierung der Northwest Territories hat für die Evakuierung Fluggesellschaften zur Hilfe gerufen, neben Air Canada und Westjet auch Canadian North. Sie setzen auf ihren normalen Flügen größere Flugzeuge ein und führen zusätzlich auch Sonderflüge durch. Die Regierung hat daneben auch Spezialflüge organisiert.

Vor der Sir John Franklin High School bildeten sich lange Warteschlangen. Dort müssen sich Bürgerinnen und Bürger für die Sonderflüge anmelden. Bis zu einem halben Tag betrug die Wartezeit. Das hat einige abgeschreckt und sie suchten sich andere Wege, um aus Yellowknife wegzukommen.

Zu wenige fliegen mit

Zudem behinderte am Donnerstag schlechtes Wetter die Bemühungen. Nur zehn Sonderflüge von Yellowknife nach Calgary konnten durchgeführt werden - mit 1500 Menschen an Bord. Für Freitag sind insgesamt 21 Evakuierungsflüge geplant. Sie bieten insgesamt 2000 Menschen Platz.

«Je nach Umschlagzeit der Flüge und Nachfragen können für Samstag zusätzliche Flüge organisiert werden», so die Regierung. Aktuell besteht aber ein anderes Problem: Zu wenig Menschen steigen in die Flieger ein, weil viele frustriert aufgaben und Angst haben, es nicht mehr rechtzeitig zu schaffen.

Vieles ist anders als sonst

Auf den Flügen gelten diverse Ausnahmen. So dürfen die Reisenden Haustiere mitführen und brauchen nicht wie sonst einen Personalausweis.

Die Brände haben Yellowknife bald erreicht. Bild: Nasa (16. August)

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