Bombardier CS300: Für Asien zu klein.

Herbe Enttäuschung für Bombardier

Noch vor kurzem lobte Air Asia die neue C-Series in den höchsten Tönen. Nun will sie das neue Flugzeug doch nicht kaufen - vor allem aus einem Grund.

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Es sind Worte, die in den Ohren der Manager von Bombardier wie himmlischer Schall geklungen haben müssen. «Es ist ein eindrückliches Flugzeug», sagte Air-Asia-Chef Tony Fernandes Mitte Juli an der Luftfahrtmesse Farnborough über die CS300. Man fühle sich gut damit. Auch die Kabinenbesatzung und die Ingenieure hätten ein gutes Gefühl. «Der Vorteil ist, dass die C-Series an viele Flughäfen fliegen kann, wo wir derzeit nicht hin können», so der Airline-Manager. Und dann sei da auch noch der Preis. «Sehr günstig», sei das neue Flugzeugmodell des kanadischen Flugzeugbauers. Bis zu hundert Stück des Fliegers wollte Air Asia damals allenfalls kaufen.

Aus dem Großauftrag wird nichts. Gegenüber dem Fachportal Aviation Week erklärte Fernandes, man schließe nun aus, die C-Series zu kaufen. In Südostasien seien Landerechte knapp. Daher brauche es eher größere Flugzeuge. Die CS300 reicht da nicht, selbst mit etwas mehr Kapazität. Bombardier versuchte mit einer Spezialversion, den asiatischen Billigflieger vom CS300 zu überzeugen. Statt der eigentlich geplanten 145 Plätze warben die Kanadier für eine Version mit 160 Sitzen. Dazu wären die Beinfreiheit und die Dicke der Sitze verringert worden. Zugleich wäre aus Sicherheitsgründen eine zusätzliche Tür eingebaut worden.

Doch lieber Airbus

Air Asia will nun statt auf Bombardier weiter auf den Stammlieferanten Airbus setzen. Man überlege sich, aus der laufenden Bestellung von Airbus A320 einige Stück in A321 umzuwandeln. Das Flugzeug des europäischen Herstellers fasst 185 bis 220 Passagiere und ist damit deutlich größer als die Spezialversion der Kanadier. In Montreal versucht man dennoch, noch neue Kunden für die vergrößerte CS300 zu finden. Mehr als Achtungserfolge hatte man damit aber bislang nicht. Immerhin schaut sich Easyjet derzeit die CS300 an.

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