Drehkreuz für Afrika: Air Algérie prüft, ob in Algier ein Hub errichtet werden kann

Algier als Drehkreuz für Afrika

Besserer Service und neue Jets sind nicht genug. Nach dem Vorbild in Dubai prüft Air Algérie die Schaffung eines Drehkreuzes zwischen Afrika und Europa.

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Mit einem Vierjahresprogramm will sich die algerische Fluggesellschaft fit trimmen. Eine Flottenerneuerung und eine Verbesserung des Services standen bisher im Fokus. Im Interview mit dem nationalen Radiosender lancierte Vorstandschef Mohamed Salah Boultif nun eine weitere Idee. Ganz nach dem Vorbild der Golf-Airlines wie Emirates, Etihad oder Qatar will er den Hauptstadtflughafen in Algier zu einem Hub ausbauen. Und dabei von der sechsten Freiheit in der Luftfahrt profitieren. Sie ermöglicht es den Fluggesellschaften, Passagiere aus einem anderen Land via eigenes Drehkreuz in ein Drittland zu befördern.

«Die Airlines am Golf haben kaum einen Heimmarkt. Sie haben ein Geschäftsmodell entwickelt, um von Transitpassagieren zu leben», erklärt Boultif. Diese Strategie werde nun für Algerien geprüft. Algier soll als Drehkreuz zwischen Europa, dem Nahen Osten sowie Afrika funktionieren. Dabei setzt Boultif vor allem auf den wachsenden Markt in Afrika. Darum erhöht Air Algérie seine Flüge in die senegalesische Hauptstadt Dakar, in die nigersche Hauptstadt Niamey, in die mauretanische Hauptstadt Nouakchott sowie später in die Elfenbeinküste nach Abidjan. Zusätzlich werden weitere Ziele in Afrika geprüft. Auf diesen Routen sollen auch die drei neuen zusätzlichen Mittelstrecken-Flugzeuge eingesetzt werden, welche der Vierjahresplan vorsieht.

New York statt Peking

Über die Klippe springen könnte dafür die Route von Algier nach Peking. Die Geschäftsleitung beobachte diese mit Argusaugen. Air Algérie fliegt diese Strecke mit chronisch schlechter Auslastung. Boultif macht dafür die starke Konkurrenz verantwortlich, welche den Verkehr via eigene Drehkreuze lenke. Und meint damit seine Vorbilder am Golf. Gern gesehen in Algier wäre die Eröffnung der Verbindung nach New York. Dafür muss allerdings erst ein Abkommen zwischen den beiden Regierungen in Algerien und den USA unterzeichnet werden.

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