Helfer bergen Wrackteile der Unglücksmaschine

Fehler schon vor dem Flug?

Bei den Ursachen der Air-France-Katastrophe im vergangenen Mai deutet vieles auf menschliches Versagen hin - nicht nur im Cockpit.

Top-Jobs

Goldeck Logo

Kapitän Pilatus PC-12NGX (f/m/d)

Goldeck-Flug Gesellschaft m.b.H.
Vollzeit
Top jobs
Wien / Wiener Neustadt
Österreich
Feste Anstellung
Business Aviation
Sparfell Logo

Captain/First Officer Embraer 550 / Legacy 500 (m/f)

SPARFELL Luftfahrt GmbH
Vollzeit
Vienna
Top jobs
Österreich
Feste Anstellung
Business Aviation

Dreieinhalb Minuten dauerte der Absturz des Air France-Fluges AF 447 vor etwas mehr als zwei Jahren. Nach einem Strömungsabriss stürzte die Maschine aus 11600 Metern Höhe in den Atlantik. So viel haben die Experten, die die Blackbox des Fluges auswerten, schon herausgefunden. Was die Gründe für den Absturz betrifft, sind die Angaben noch weniger genau. Nur eines kristallisiert sich heraus: Immer mehr deutet darauf hin, dass die Schuld zu einem grossen Teil auch bei der Crew lag. Und bei denen, die sie ausgebildet haben.

"Die meisten Zwischenfälle, die mit einem Strömungsabrisse zusammenhängen, passieren bei einer Höhe, in der man noch genug Raum hat, sich wieder zu fangen", so Mike Coker, erster Sicherheitspilot von Boeing auf einem Sicherheitskongress in Istanbul. "Aus Zwischenfällen werden Unfälle, wenn die Crew das nicht schafft, nachdem die Warnung über den Stömungsabriss eintritt."

Wenn das also passiert, sei ein grosser Grund dafür ungenügendes oder schlechtes Training der Crew. Normalerweise findet das Training auf einer Höhe zwischen 1000 und 4000 Metern statt - wie sich am Falls des AF 447-Unfalls zeigt, kann ein Strömungsabriss aber auch auf einer weit grösseren Höhe vorkommen.

Das Training neu überdenken

Er fordert daher, das Training neu zu überdenken - den Fokus eben nicht mehr nur auf einen minimalen Hähenverlust zu lenken.

"Bei einem Strömungsabriss wird bisher mit maximaler Beschleunigung und minimalem Höhenverlust trainiert", so Coker. Daher versuche man immer als erstes, am Winkel zu arbeiten, die Nase des Flugzeugs wieder nach oben zu bekommen. Stattdessen solle man aber auch auf die Triebwekre acht. Diese, so der Experte, würden in einer grossen Höhe ganz anders - langsamer - reagieren. Alle das müsse in Zukunft bei Training der Piloten beachtet werden.

Video

Boeing AH-64 Apache - in 19 Armeen rund um den Erdball unterwegs
Militärfluggeräte kommen und gehen. Der Apache bleibt. Der Kampfhubschrauber flog vor mehr als 50 Jahren zum ersten Mal und wird wohl noch bis 2060 im Dienst der US Army und weiterer Armeen bleiben. Dies liegt nicht nur an seiner Panzerung und seiner Wendigkeit.
gerard al fil
Gérard Al-Fil
leav damakus syrien wassersalut
Mit Leav fliegt wieder eine deutsche Fluglinie nach Syrien und baut ihr Angebot direkt aus. Sundair soll bald folgen. Auch Eurowings zeigte in der Vergangenheit Interesse - will aktuell aber noch nicht wieder das Land ansteuern.
Timo Nowack
Timo Nowack
Canadair CL-415 beim Wasser tanken: Das Flugzeug ist Teil des EU-Katastrophenschutzes.
Während in Frankreich, Spanien und Italien Zehntausende vor den Flammen fliehen, mobilisiert die EU ihre Löschflugzeugflotte Resc EU. Doch die Maschinen sind im Schnitt über 30 Jahre alt. Ersatz ist bereits bestellt, kommt aber erst 2028.
Benjamin Recklies
Benjamin Recklies