Airbus A330-200 von Aerolíneas Argentinas: Jeden Tag fliegt die Fluglinie zwischen 900.000 und 1,8 Millionen Euro Verlust ein

Gigantische VerlusteNeue Regierung muss Aerolíneas Argentinas zurückbinden

Die argentinische Nationalairline fliegt hohe Verluste ein. Die neue Regierung hat sich zum Ziel gesetzt, die Löcher zu stopfen. Aerolíneas Argentinas stehen Veränderungen bevor.

Top-Jobs

sunny cars

Customer Service Expert (m/w/d)

München / Remote
Feste Anstellung
Autovermietung
Sunny Cars
Deutschland
30 - 40 Stunden
Top jobs
IFFD Flugdienste

Piloten/ First Officer (m/w/d)

IFFD GmbH
Graz/Klagenfurt
Feste Anstellung
NCC-Betrieb
Österreich
Vollzeit
Top jobs
Sparfell Logo

Flight Operations Officer in Vienna (Austria)

Vienna
Feste Anstellung
Business Aviation
SPARFELL Luftfahrt GmbH
Österreich
Vollzeit
Top jobs
Sparfell Logo

First Officer Embraer 550 / Legacy 500 (m/f)

Vienna
Feste Anstellung
Business Aviation
SPARFELL Luftfahrt GmbH
Österreich
Vollzeit
Top jobs

Es ist ein teures Prestigeprodukt, das sich Argentinien lange Zeit schenkte. Jeden Tag fliegt Aerolíneas Argentinas derzeit zwischen 900.000 bis 1,8 Millionen Euro Verlust ein. «Der Staat kann sich nicht leisten, so viel Geld zu verlieren», konstatiert der designierte neue Transportminister des südamerikanischen Landes, Guillermo Dietrich. Denn in den vergangenen Jahren stieg die Staatsverschuldung laufend an, die Kreditwürdigkeit Argentiniens ist heute tiefer als die von Russland.

Daher ist klar: Bei der argentinischen Staatsairline wird sich bald viel ändern. Am 10. Dezember nimmt die neue argentinische Regierung unter Präsident Mauricio Macri ihre Arbeit auf. Und die Sanierung der nationalen Fluggesellschaft wird eine der wichtigsten Aufgaben im Bereich Wirtschaft sein. Die abtretende Präsidentin Cristina Kirchner hatte die Fluglinie 2009 wieder verstaatlicht und in der Folge als Symbol für die Stärke des Landes kräftig ausgebaut. Seither hat Aerolíneas Argentinas das vorgesehene Budget Jahr für Jahr durchschnittlich um 48 Prozent überschritten. Der Staat pumpte insgesamt 1,7 Milliarden Euro in die Airline.

Aerolíneas Argentinas hat Kosten nicht im Griff

Die Passagierzahlen stiegen zwar in den vergangenen Jahren kräftig. Doch je mehr Aerolíneas Argentinas flog, desto mehr verlor die Fluglinie. «Das große Problem ist, dass sie ihre Kosten nicht im Griff haben», sagte Luftfahrtkenner Diego Fargosi zur Zeitung La Nacion. Es könne nicht sein, dass eine Airline bei sinkenden Kerosinkosten und mit Quasi-Monopol ständig höhere Defizite einfliege. Aerolíneas Argentinas beschäftigt unter anderem zu viel Piloten. Kommen bei anderen Fluglinien rund 13 Piloten auf ein Flugzeug, sind es bei der argentinischen Fluglinie drei Mal mehr.

Präsident Macri und Transportminister Dietrich haben dazu Knowhow aufgebaut. Ihnen wird bei der Sanierung Gustavo Lopetegui, dem neuen Generalsekretär im Wirtschaftsministerium, unterstützend zur Seite stehen. Er war bisher Chef der Fluggesellschaft LAN Argentina. Bereits hat das neue Staatsoberhaupt auch die Führung der Fluglinie neu besetzt. Als neue Chefin von Aerolíneas Argentinas hat er Isela Costantini ernannt, die bisher General Motors Argentina leitete. Nur eines hat Macri dabei schon klar gemacht: Die Reprivatisierung ist vorerst kein Thema für ihn.

Mehr zum Thema

Airbus A220 von Air Baltic: Bald in Uruguay?

Airbus A220 von Air Baltic werden für Uruguays neue Airline fliegen

Einsteigen in Istanbul: Offenbar durften viele Russinnen und Russen nicht mit.

Russland warnt Bürger vor Flügen mit Turkish Airlines

Airbus A350 von Iberojet: Bald ab Caracas im Einsatz.

Venezolanische Airline kommt mit Airbus A350 nach Europa

Flughafen México City: er soll streichen.

Mexikos Regierung zwingt größten Flughafen, weniger Flüge anzunehmen

Video

König Willem-Alexander bei seinem letzten Flug mit einer Boeing 737: Er lässt sich nochmals umschulen.
Fußballfans, Familien auf dem Weg nach Lappland oder Urlauber nach Ibiza: Viele Passagiere ahnten nicht, dass ihr Kopilot der König der Niederlande war. Jetzt flog Willem-Alexander letztmals mit einer Boeing 737 von KLM - und beginnt nun die Umschulung auf Airbus.
Stefan Eiselin
Stefan Eiselin
amboseli airstrip under water
Ein Video aus dem Amboseli-Nationalpark in Kenia scheint einen See zu zeigen. Aber nein: Es ist die Start- und Landebahn des Park-Airports. Sie ist vollständig im Wasser verschwunden.
Timo Nowack
Timo Nowack
air canada bridgetown umkehr
Am Flughafen Bridgetown ging auf einmal gar nichts mehr. Flüge von Air Canada und Jetblue mussten auf dem Weg zum internationalen Flughafen von Barbados plötzlich umkehren. Grund war ein spontaner Streik.
Timo Nowack
Timo Nowack