Letzte Aktualisierung: um 16:52 Uhr
Partner von  

Nachfolgerin für Dobrolet

Aeroflot gründet neue Billigairline

Mit Dobrolet erlitt die staatliche Fluggesellschaft wegen der EU-Sanktionen Schiffbruch. Doch Aeroflot gibt nicht auf und gründet eine neue Billigtochter.

Dobrolet

Das geplante Streckennetz von Dobrolet: Es soll auch bei der neuen Airline etwa so aussehen.

Der Fokus auf die Krim brach Dobrolet das Genick. Die Europäische Union betrachtete die Aeroflot-Tochter als Werkzeug Russlands zur schnellen Integration der annektierten ukrainischen Halbinsel. Die Billigairline landete auf der Sanktionsliste und verlor darum ihre geleasten Flieger. Doch Aeroflot will nicht so schnell aufgeben. Das Lowcost-Konzept habe sich bewährt, erklärte Konzernchef Witali Saweljew gemäß der Nachrichtenagentur RIA am Sonntag (24. August).

Deshalb gründet die staatliche russische Fluggesellschaft eine neue Billigtochter. Sie solle bereits auf den Winterflugplan startklar sein, so Saweljew. «Wir geben Europa damit eine zweite Chance.» Man führe bereits Gespräche mit Leasingunternehmen. Dabei zeige sich, dass die bereit seien mit Aeroflot zusammenzuarbeiten, so der Aeroflot-Lenker. Die neue Airline solle die Strecken übernehmen, welche Dobrolet später anfliegen wollte: Von Moskau nach Samara, Perm, Ufa und Wolgograd. Ob sie auch auf die Krim fliegen wird, ist nach Aussagen von Saweljew noch offen.

Neue Airline für Krim-Flüge

Für die Krim-Flüge hat Russland so oder so schon einen anderen Plan. Die Gründung einer Fluggesellschaft für regelmäßige Flüge auf die Krim stehe hoch auf der Tagesordnung, erklärte die Regierung Mitte August. Die neue Fluglinie solle dafür nur russische Flugzeuge benutzen, um nicht wieder ins Visier der EU zu geraten.



Die Redaktion behält sich das Recht vor, Kommentare zu moderieren und zu kürzen. Kritische Diskussionen sind willkommen. Beschimpfungen oder Kommentare mit rassistischem, sexistischem, themenfremdem, rein politischem, beleidigendem oder rein polemischem Inhalt hingegen werden entfernt. Es besteht kein Recht auf Veröffentlichung. Über die Entscheide der Moderatoren wird keine Korrespondenz geführt.