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British Airways

Ärger wegen annullierter Billigtickets

British Airways verkaufte versehentlich Tickets viel zu billig - und zog diese dann wieder zurück. Eine Konkurrentin machte sich das zunutze.

aeroTELEGRAPH/Felix Stoffels

Airbus A319 von British Airways: Die Airline verscherbelte aus Versehen Billigtickets.

So genannte «Error Fares» gibt es immer wieder: Durch irgendeinen Fehler im System bieten Fluggesellschaften manchmal spottbillige Tickets an. So wie nun British Airways. Am 11. und 12. Juni boten einige Reisebüros Flüge nach Dubai und Tel Aviv für 200 oder 220 Pfund an. Teilweise sollen die Tickets sogar weniger als 200 Pfund gekostet haben, berichten britische Medien. Nun hat die Fluglinie die Buchungen für ungültig erklärt.

Man habe die «kleine Anzahl» von Passagieren kontaktiert, welche die billigen Flüge gebucht hatten, so British Airways zur Zeitung Independent. Fluggäste, die Tickets in sehr naher Zukunft gebucht hatten, durften sie allerdings behalten. Als Entschädigung erhalten Reisende, deren Flugscheine annulliert wurden, einen Gutschein über 100 Pfund. Das war vielen nicht genug. Sie beschwerten sich in den Sozialen Medien und bei britischen Zeitungen über den Schritt von British Airways.

Wizz Air nutzt den Fehler für eigenes Marketing

Doch das Gesetz erlaubt es Unternehmen, ein Angebot zurückzuziehen, wenn klar nachweisbar ist, dass sich der Preis aufgrund eines Fehlers ergeben hat. British Airways konnte das bei den Ticketpreisen – in denen Steuern und Gebühren mit inbegriffen waren – nachweisen.

Eine Konkurrentin machte sich den Faux-Pas nun auch zu Marketingzwecken zunutze. Wizz Air startete ein Sonderangebot, in dem die ungarische Billigairline Flüge von London Luton nach Tel Aviv für 80 Pfund anbot – wenn man denn bis zum 25. Juni bucht. Und natürlich, wie immer bei derartigen Spezialpreisen, ist die Anzahl der Tickets zu Sonderpreisen begrenzt.



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