Ausschnitt aus dem Überwachungsvideo mit Erklärungen des Sust: Der Abstand zwischen den Flugzeugen betrug rund 86 Meter.

Vorfall in ZürichA320 von Easyjet pustet Piper in die Höhe

Mithilfe eines Lotsenfahrzeugs sollte am Flughafen Zürich ein Leichtflugzeug den Luftstrahl der Triebwerke eines Airbus A320 vermeiden. Der Plan ging schief.

Top-Jobs

Goldeck Logo

Kapitän Pilatus PC-12NGX (f/m/d)

Goldeck-Flug Gesellschaft m.b.H.
Vollzeit
Top jobs
Wien / Wiener Neustadt
Österreich
Feste Anstellung
Business Aviation
Sparfell Logo

Captain/First Officer Embraer 550 / Legacy 500 (m/f)

SPARFELL Luftfahrt GmbH
Vollzeit
Vienna
Top jobs
Österreich
Feste Anstellung
Business Aviation

Der Flug war ereignislos verlaufen. Als am Abend des 23. März 2018 eine Piper PA-28-161 aus Bern kommend am Flughafen Zürich landete, musste sie nur noch zu ihrer Parkposition gelangen. Als das Leichtflugzeug mit der Kennung HB-PHD sich auf dem Rollweg Inner befand, wies die Vorfeldkontrolle den Piloten auf einen vorausrollenden Airbus A320 von Easyjet hin – und auf die Gefahr des Triebwerkluftstrahls, im Englischen Jet Blast genannt.

So wartete der Pilot auf ein Follow-Me-Fahrzeug und folgte diesem. Als die Piper dann auf Höhe des Rollwegs K mit einem Abstand von rund 86 Metern hinter dem Verkehrsflugzeug vorbeirollte, setzte sich der Airbus ebenfalls in Bewegung. Durch den Triebwerkluftstrahl des A320 wurde die linke Tragfläche des kleinen Fliegers zwei Mal deutlich angehoben.

Zwei Mal falsch eingeschätzt

All das geht aus einem Bericht der Schweizerischen Sicherheitsuntersuchungsstelle Sust hervor, der nun veröffentlicht wurde. Dieser hält fest: «Der Pilot der HB-PHD war sich der Risiken einer Kreuzung hinter einem Verkehrsflugzeug bewusst.» Durch die Begleitung des Lotsenfahrzeuges habe er sich jedoch bezüglich des Jet Blast in Sicherheit gewähnt. «Der Umstand, dass die Airbus A320 in dem Moment die Triebwerksleistung erhöhte, als sich die HB-PHD unmittelbar hinter dem Verkehrsflugzeug befand, führte zum schweren Vorfall.»

Der Fahrer des Follow-Me-Fahrzeuges hatte sogar einige Meter zusätzlichen Abstand zum Verkehrsflugzeug geschaffen durch seine Route. Dennoch unterschätzte er «in dieser Situation offensichtlich die Gefahr, die von einem Triebwerksstrahl ausgeht», schreibt die Sust. Bei dem Vorfall wurde niemand verletzt. Auch wurde die Piper nicht beschädigt.

Den Bericht zum Zwischenfall finden Sie hier zum Download.

Mehr zum Thema

Flughafen Zürich: Künftig günstiger für Airlines?

Gebührenzoff am Flughafen Zürich

So sieht Dock A aktuell real aus...

«Es ist wieder mal zum Kotzen hier in Zürich»

Kontrollturm in Zürich: Es kam erneut zu einer STörung bei Skyguide.

Erneut Panne bei Flugsicherung: Schweiz muss große Teile des Luftraums schließen

ticker-schweiz

Schweizer Parlament will Betriebszeiten der Landesflughäfen gesetzlich absichern

Video

Canadair CL-415 beim Wasser tanken: Das Flugzeug ist Teil des EU-Katastrophenschutzes.
Während in Frankreich, Spanien und Italien Zehntausende vor den Flammen fliehen, mobilisiert die EU ihre Löschflugzeugflotte Resc EU. Doch die Maschinen sind im Schnitt über 30 Jahre alt. Ersatz ist bereits bestellt, kommt aber erst 2028.
Benjamin Recklies
Benjamin Recklies
delta kapitaen verlaedet gepaeck
Der Flug ab Atlanta hatte schon Verspätung und es war nur ein Mitarbeiter da, um das Gepäck ins Flugzeug zu laden. Da stieg ein Pilot von Delta Air Lines aus und packte mit an.
Timo Nowack
Timo Nowack
Der Airbus A350-1000 ULR mit der Kennung F-WULR ist um 10:43 Ortszeit zum ersten Mal auf australischem Boden gelandet.
Ohne Passagiere, aber mit über tausend Sensoren an Bord, ist der erste Airbus A350-1000 ULR für Qantas Project Sunrise in Melbourne gelandet. Der Testjet legte die Strecke von Toulouse in nicht ganz 20 Stunden zurück, noch in unlackierter Green Livery.
Benjamin Recklies
Benjamin Recklies