Piste 28 R und Rollweg C in San Francisco: Der Pilot täuschte sich.

San FranciscoA320 von Air Canada entgeht Katastrophe

Ein Airbus A320 von Air Canada steuerte in San Francisco statt der Landebahn den Rollweg an. Dort warteten vier voll betankte Flieger.

Top-Jobs

Pilatus Logo

Head of Mechanical Final Assembly PC-12 (a)

Pilatus Flugzeugwerke AG
Vollzeit
Top jobs
Schweiz
Feste Anstellung
Flugzeughersteller
Pilatus Logo

Lizenzierter Luftfahrzeugmechaniker Experimental Shop (a)

Pilatus Flugzeugwerke AG
Vollzeit
Top jobs
Schweiz
Feste Anstellung
Flugzeughersteller
ticker-dfs-deutsche-flugsicherung

Fluglotse (w/m/d)

Deutsche Flugsicherung DFS
Studium
Langen b. Frankfurt
Top jobs
Deutschland
.

Event Manager (m/f, 100%)

Vollzeit
IRF Reputation AG
Basel
Top jobs
Schweiz
Feste Anstellung
Luftfahrt

«Wo fliegt der Typ hin?» Wenn ein Fluglotse seinem Kollegen diese Frage nur wenige Momente vor der Landung eines Flugzeuges stellt, dann stimmt etwa ganz gewaltig nicht. Geschehen ist das am vergangenen Freitag (7. Juli) am Flughafen San Francisco.

Ein Airbus A320 von Air Canada wollte nachts gerade landen. Doch der Pilot vergewisserte sich noch einmal, ob er wirklich dürfe – er sehe andere Flieger auf der Piste. «Da ist niemand auf 28R außer euch», so die Antwort der Lotsen zunächst. Bis sie realisieren, dass der A320 statt der Landebahn die volle Rollbahn C ansteuert.

FAA und Air Canada ermitteln

Auf der Rollbahn warteten gerade vier voll betankte Flieger mit Passagieren darauf, starten zu können, berichtet die Zeitung Mercury News. Die Lotsen befahlen dem Piloten des Air-Canada-Jets sofort durchzustarten, was dieser auch tat. Doch das geschah nicht unbemerkt. «Uhm, United One, Air Canada ist gerade direkt über uns geflogen», so ein Pilot eines wartenden Fliegers von United Airlines. «Ja, das haben wir auch gesehen, Leute», so die Lotsen.

Die amerikanische Luftfahrtbehörde Federal Aviation Authority FAA ermittelt nun in dem Zwischenfall, den sie als «äußerst selten» bezeichnet. Es geht auch darum, herauszufinden, wie nah der Air-Canada-Jet den wartenden Flugzeugen wirklich gekommen ist. «Sollte das wirklich so geschehen sein, dann hätte das eine der schlimmsten Luftfahrtkatastrophen der Geschichten werden können», so ein ehemaliger Pilot zur Mercury News. Laut dem Nachrichtensender CNN soll der Airbus nur etwa 30 Meter über den ersten zwei geparkten Jets hergeflogen sein.

Niemandem etwas passiert

Auch Air Canada untersucht den Vorfall. Nach dem Durchstarten konnte der aus Toronto kommende Flieger mit 135 Passagieren und sechs Crewmitgliedern sicher in San Francisco landen. Geschehen ist niemandem etwas.

Hören Sie hier die Audioaufnahme der Konversation mit den Lotsen, aufgenommen auf dem Portal LiveATC:

Mehr zum Thema

Flughafen Oakland: Im Hintergrund ist die Bucht zu sehen.

Die zwei San Francisco Airports verwirren einige Reisende

San-Francisco-Strumpfbandnatter: Lieblingsort ist der Flughafen.

Schlangen am Flughafen sind in San Francisco erwünscht

Die Golden Gate Bridge am Eingang der San Francisco Bay: Beide Flughäfen in der Nähe.

Flughafen Oakland plant Namensänderung - Flughafen San Francisco schäumt

San Francisco aus der Luft: Vorerst nicht mit Lufthansa.

Lufthansa streicht alle Flüge nach San Francisco - wegen Personalmangel

Video

Airbus A350 von Finnair in Melbourne: Der Weihnachtsmann fliegt selbstverständlich mit der finnischen Nationalairline nach Australien.
15.200 Kilometer, ein Zwischenstopp in Bangkok und ein neuer Kontinent im Streckennetz: Finnair hat ihre erste Australien-Verbindung eröffnet. Weshalb die Wahl auf Melbourne fiel, warum auch Fracht eine wichtige Rolle spielt und weshalb selbst der Iran-Krieg die Airline nicht von ihren Plänen abbrachte.
Stefan Eiselin
Stefan Eiselin
6767 bitte? Der Wunsch wurde dem Piloten erfüllt.
Ein Privatpilot in den USA wollte beim Funken offenbar ein bisschen Spaß haben. Also fragte er die Flugsicherung nach einem ganz bestimmten Transpondercode: 6767. Der Fluglotse verstand die Anspielung auf das Internet-Meme Six Seven und musste lachen.
Laura Frommberg
Laura Frommberg
Anflug auf Tel Aviv mit Airbus A330 von Swiss: Vorerst nicht mehr möglich.
Jahrelang gehörte der Airbus A330 auf der Strecke zwischen Zürich und Tel Aviv zum gewohnten Bild. Doch damit ist vorerst Schluss: Swiss stellt im Sommer 2027 sämtliche Flüge auf Airbus A321 Neo um.
Luca La Rocca
Luca La Rocca