Letzte Aktualisierung: um 14:11 Uhr
Partner von  

Brasilien will 70 neue Flughäfen

Bald soll fast die ganze Bevölkerung einen Airport in ihrer Nähe haben - schon ziemlich bald plant Brasiliens Regierung das.

Aeroporto de Lavras

Der Aeroporto de Lavras im Bundesstaat Minas Gerais: Brasilien will eine breitere Abdeckung.

Wagner Bittencourt hat viel vor. Bis in zwei Jahren sollen 94 Prozent der 192 Millionen Brasilianer nicht mehr als hundert Kilometer von einem Flughafen entfernt leben, sagt der Minister des Sekretariates für Zivilluftfahrt. Heute sind es 79 Prozent. Er will deshalb nun prüfen, welche Airports eine zusätzliche Nachfrage hergeben und wie man eine bessere Abdeckung des Landes erreichen kann. «Die Regionalflughäfen sind unsere Priorität» so Bittencourt. Dafür aber braucht es Geld. Der Regional-Luftfahrt-Plan der Regierung sieht vor, dass der Zentralstaat die Mittel für die Airportinfrastruktur nicht alleine aufbringt. Die Investitionen könnten von den Bundesstaaten, den Kommunen oder auch der staatlichen Flughafenbetreiberin Infraero getätigt werden.

Heute gibt es in ganz Brasilien 129 Regionalflughäfen mit regelmäßigen Verbindungen. Sie bräuchten nun Investitionen, um ihre Qualität zu erhöhen und so die Benutzer besser bedienen zu können, so der Minister. «Die Fluggesellschaften wollen vermehrt zu diesen Plätzen fliegen», erklärte Bittencourt letzte Woche an einer Medienkonferenz. Nicht nur bestehende Flughäfen sollen aber verbessert werden. Bis 2014 könnte es in Brasilien rund 70 neue und damit dann insgesamt rund 200 regionale Airports geben, so der Plan der Regierung.

Massiv mehr Passagiere

Hinter dem Plan steht der Glaube an ein weiteres Wachstum der Luftfahrt in Brasilien. Zwischen 2003 und 2011 stieg die Passagierzahl aller Flughäfen des Landes von 71 Millionen auf 180 Millionen. «Die Branche hat noch Raum für Wachstum» so Bittencourt.



Die Redaktion behält sich das Recht vor, Kommentare zu moderieren und zu kürzen. Kritische Diskussionen sind willkommen. Beschimpfungen oder Kommentare mit rassistischem, sexistischem, themenfremdem, rein politischem, beleidigendem oder rein polemischem Inhalt hingegen werden entfernt. Es besteht kein Recht auf Veröffentlichung. Über die Entscheide der Moderatoren wird keine Korrespondenz geführt.