Eine Visualisierung des Sitzkonzepts Butterfly: Links die Variante Premium Economy, in der Mitte und rechts Business Class.

Flexible Sitze bei Airbus2 x Premium Economy = 1 x Business Class

Umbau mit Klassenwechsel jederzeit möglich: Airbus setzt auf ein Sitzkonzept, bei dem im Nu aus zwei Premium-Economy-Plätzen ein Business-Class-Platz wird.

Top-Jobs

Pilatus Logo

Lizenzierter Luftfahrzeugmechaniker (a)

Pilatus Flugzeugwerke AG
Vollzeit
Top jobs
Schweiz
Feste Anstellung
Flugzeughersteller
Pilatus Logo

Luftfahrzeugmechaniker Flugbetrieb (a)

Pilatus Flugzeugwerke AG
Vollzeit
Top jobs
Schweiz
Feste Anstellung
Flugzeughersteller
Pilatus Logo

Teamleiter Montage & Support (a)

Pilatus Flugzeugwerke AG
Vollzeit
Top jobs
Schweiz
Feste Anstellung
Flugzeughersteller
Pilatus Logo

Leiter Zerspanung Kleinteile / Stv. Abteilungsleiter (a)

Pilatus Flugzeugwerke AG
Vollzeit
Top jobs
Schweiz
Feste Anstellung
Flugzeughersteller

Im Jahr 2014 gewann das Hongkonger Jungunternehmen Paperclip Design den renommierten Crystal Cabin Award mit einem flexiblen Sitzkonzept namens Butterfly. Die Idee: Mit nur wenigen Handgriffen können Fluggesellschaften aus zwei Premium-Economy-Sitzen einen Business-Class-Platz machen. Wahlweise bleibt der eine Sitz dabei, wie er ist, und der andere wird umgeklappt und bildet eine Ablagefläche. Oder beide Sitze werden nach unten geklappt und es entsteht ein komplett flacher Schlafplatz.

Die Idee heimste auch noch den Passenger Innovation Award des Airline-Dachverbandes Iata ein und wurde dann für sechs Monate in Airbus' Accelerator-Programm Biz Labs aufgenommen. Anschließend ging Paperclip Design für Butterfly eine Partnerschaft mit Airbus ein. Auf der Messe Aircraft Interior Expo in Hamburg stellt der Flugzeughersteller nun erstmals selber das Konzept vor, mit dem Airlines am Vormittag mit einer Premium-Economy- und am Nachmittag an gleicher Stelle mit einer Business-Class fliegen können.

Erst A320, dann A330 und A350

Neben einem neuen WC und größeren Gepäckfächern ist Butterfly auf der Messe im Kabinenmodell der Airbus-A320-Familie zu sehen. Der Umbau dauert tatsächlich nur wenige Sekunden. «Der A321 LR kann so eine Lösung gut brauchen», sagt Ingo Wuggetzer, bei Airbus für das Marketing der Kabinen verantwortlich, gegenüber aeroTELEGRAPH. «Da ist es am attraktivsten anzufangen.» Allerdings plane Airbus, die Butterfly-Sitze auch in A350 und A330 einzubauen.

Einen genauen Zeitplan sowie eine Entscheidung für einen Sitzhersteller gibt es noch nicht. Beides hängt laut Wuggetzer auch von der Fluggesellschaft ab, die sich zuerst für die neuen Sitze entscheidet. Lars Rinne, bei Paperclip Design für die Geschäftsentwicklung verantwortlich, erklärt, dass der Einbau des Konzeptes in neue Flugzeuge durch die Partnerschaft exklusiv Airbus vorbehalten sei. Im sogenannten Retrofit, also beim nachträglichen Einbau, sollen die Sitze in Zukunft aber auch für Flugzeuge anderer Hersteller zu haben sein. Die Idee dabei ist, dass Airlines mit gemischten Flotten auch die Möglichkeit bekommen, herstellerübergreifend auf Butterfly zu setzen.

Angebote in der Economy Class

Andere Konzepte, die mehrere Sitze zusammenfassen, gibt es bereits in der Economy Class mancher Airlines. So bietet etwa Air New Zealand unter dem Namen Skycouch an, dass Reisende drei Economy-Sitze nebeneinander buchen, die sich dank aufklappbarer Beinstützen und ganz hochklappbarer Armlehnen in eine kleine Couch verwandeln lassen. China Airlines hat das Produkt lizenziert und bietet es als Family Couch an. Air Astana hat mit der Sleeper Class etwas Ähnliches eingeführt.

Sehen Sie in der oben stehenden Bildergalerie, wie das Butterfly-Konzept funktioniert.

Mehr zum Thema

Airbus A321 über den Pyramiden: In Ägypten soll in diesem Jahr eine neue Airline an den Start gehen.

Ägyptens größter Touristikkonzern plant eigene Fluggesellschaft - für Flüge nach Europa

Westliche Flugzeuge von Aeroflot: Russland führt ein eigenes Regelwerk für die Luftfahrt ein .

Ohne Westen: Russland baut eigenes Luftfahrt-Regelwerk auf

Airbus A350-900 (hier im Bild ein Jet von Delta): Auch ein unbekannter Kunde will 15 Exemplare.

Anonymer Kunde bestellt 15 Airbus A350

ticker-airbus-konzern-

Airbus holt Strategieberater Eric Kirstetter in den Vorstand

Video

Das Heck ragt in den Himmel.
Eine Boeing 787 fiel am Gate in Frankfurt auf die Nase. Am Vortag soll es eine Fehlermeldung und einen Technikauftrag für den Dreamliner on Lufthansa gegeben haben.
Timo Nowack
Timo Nowack
guayaquil airbus a350 iberia
Es sollte ein freudiger Moment werden, aber endete mit einem Flugzeug, das nicht mehr abheben konnte. Am Flughafen Guayaquil in Ecuador ist ein Airbus A350 von Iberia beim Wassersalut mit einem Feuerwehrfahrzeug kollidiert.
Timo Nowack
Timo Nowack
Die D-ABPQ liegt auf der Nase: Die Boeing 787-9 sollte nach Los Angeles fliegen.
Zwischenfall am Flughafen Frankfurt: Das Bugfahrwerk einer Boeing 787 von Lufthansa knickte am Gate ein. Der Dreamliner wurde dabei erheblich beschädigt. Es gab auch mehrere Verletzte unter Crew und Bodenmitarbeitenden.
Stefan Eiselin
Stefan Eiselin