Links Nick Hart, rechts Jeremy Hart: Beide flogen zuletzt Airbus A320 für British Airways.

Rente bei British AirwaysZwillinge verlassen zusammen das Cockpit

Die Zwillingsbrüder Jeremy und Nick Hart sind Kapitäne bei British Airways. Nun gehen sie gleichzeitig in den Ruhestand - mit amüsanten Verwechselungsgeschichten im Gepäck.

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Zu ihrem 60. Geburtstag sind die Zwillingsbrüder Jeremy and Nick Hart am Samstag (30. September) in den Piloten-Ruhestand gegangen. «Nachdem sie mit nur 30 Minuten Abstand geboren wurden, haben sie entschieden, dass es ein passendes Ende für ihre Fliegerkarrieren sei, ihre letzten Flüge am selben Tag nach Heathrow zurückzufliegen und die Flugzeuge nebeneinander zu parken, mit nur 30 Sekunden Abstand», berichtet ihr Arbeitgeber British Airways. Nick landete demnach um 12:34 Uhr aus Göteborg kommend, Jeremy um 12:35 Uhr aus Genf kommend, was auch sein allererstes Flugziel zu Beginn seiner Karriere war.

Ob es wirklich genau 30 Sekunden waren, oder ob dies einfach so schön zu den 30 Minuten passte? Egal! Eine tolle Karriere haben die Hart-Zwillinge auf jeden Fall vorzuweisen. Jeremy begann bei Britannia Airways und wechselte 1987 zu British Airways. Sein Bruder Nick startete bei Manx Airlines von der Isle of Man, bevor er zu British Midland wechselte, die schließlich 2012 von British Airways übernommen wurde. Zusammengerechnet sind die Hart-Brüder geschätzt 45'000 Stunden geflogen und haben mehr als zwei Millionen Passagiere transportiert.

Pilot in falscher Uniform?

Auch wenn sie keine eineiigen Zwillinge sind, berichten sie von etlichen Verwechselungen. «Eines Tages kam ein British-Airways-Pilot in Heathrow zu mir und fragte mich, was ich mir um Himmels willen dabei denken würde, eine British-Midland-Uniform zu tragen», erzählt Nick. «Es brauchte einige Erklärungen, um ihn zu überzeugen, dass ich nicht Jerry bin.»

Auch als Nick 2012 British-Airways-Pilot wurde, gingen die Verwirrungen weiter: «Ich bin regelmäßig für Nick gehalten worden und einmal hat mein Kopilot mich den ganzen Flug Nick genannt», so Jeremy. «Ich bin auch von Kollegen geküsst worden, die dachten, sie würden mich kennen.» Das sei immerhin keine schlechte Reaktion.

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