Jet von Germania: «Einsatzbereite Maschinen stehen weiter zur Verfügung.»

InsolvenzverwalterZwei Übernahmeangebote für Germania

Drei Investoren interessieren sich noch für Germania als Komplettpaket, zwei davon haben ein Angebot abgegeben. Derweil sind zwei weitere Germania-Gesellschaften pleite.

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Investoren-Auslese bei Germania: Mitte Februar hatte der vorläufige Insolvenzverwalter Rüdiger Wienberg mitgeteilt, es gebe 30 Interessenten für die insolvente Fluggesellschaft, zehn davon würden bereits die Zahlen des Unternehmens prüfen. Mittlerweile sind es weniger Interessenten, wie am Dienstagabend (26. Februar) aus einer Mitteilung von Wienbergs Firma HWW hervorgeht. «Für das Gesamtpaket, bestehend aus einem Großteil des Streckennetzes der Germania Fluggesellschaft mbH sowie Wartungs- und Service-Kapazitäten der Germania Technik GmbH und der Germania Flugdienste GmbH, gibt es drei Interessenten, zwei davon haben inzwischen ein Gebot abgegeben», heißt es.

Daneben gebe es eine Reihe von Interessenten, die Wartungs- oder Service-Leistungen ohne den Flugbetrieb übernehmen wollten. «Wünschenswert ist natürlich eine Gesamtlösung», sagte Wienberg. Man verhandele aber beide Möglichkeiten parallel. Bei den Kandidaten, die noch im Prozess seien, handele es sich fast ausschließlich um strategische Investoren, also Firmen aus der Branche, so der vorläufige Insolvenzverwalter.

Crews stehen weiterhin zu Verfügung

Wienberg will erreichen, dass der Geschäftsbetrieb oder Teile davon an eine neue, insolvenzfreie Gesellschaft verkauft und an diese übertragen werden. Damit der Investor

trotz des vor drei Wochen vom Luftfahrtbundesamt verhängten Groundings den Flugbetrieb wieder kurzfristig starten könnte, setze man sich dafür ein, die nötigen luftfahrtrechtlichen Genehmigungen sowie die wesentlichen Slots zu sichern, so HWW. «Auch einsatzbereite Crews sowie gewartete und einsatzbereite Maschinen stehen weiter zur Verfügung.»

Germania-Kunden würden bei diesem Szenario demnach keine Ansprüche an die neue Fluglinie richten können. «Bei einer übertragenden Sanierung übernimmt der Investor nur den Geschäftsbetrieb, nicht die Verbindlichkeiten des Unternehmens», so Wienberg. «Ansprüche von Passagieren auf Beförderung oder auf Rückerstattung gestrichener Flüge bleiben nach geltendem Insolvenzrecht zwingend Teil der Insolvenzmasse.»

Zwei weitere Gesellschaften insolvent

Die Bundesagentur für Arbeit habe inzwischen der Vorfinanzierung des Insolvenzgeldes auch für die Monate Februar und März zugestimmt, heißt es weiter. Das gelte für die Germania Fluggesellschaft mbH (1426 Mitarbeiter), Germania Technik Brandenburg mbH (178 Mitarbeiter) und Germania Flugdienste GmbH (74 Mitarbeiter).

Unterdessen haben zwei weitere Gesellschaften der Germania-Gruppe Insolvenzantrag gestellt: die Konzernmutter Germania Beteiligungsgesellschaft mbH (sieben Beschäftigte) sowie deren hundertprozentige Tochter Germania Reisen GmbH (vier Beschäftigte), die Reisen für den Veranstalter Vtours vermittelt.

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