Gulfstreams G500: Wann gehen die ersten Exemplare an die Kunden?

TriebwerksgondelnZulieferer-Streit bremst Gulfstreams G500

Der US-Flugzeugbauer will endlich seine neue G500 ausliefern. Das Typenzertifikat hat der Jet schon. Doch nun bereiten zwei Zulieferer Gulfstream Sorgen.

Top-Jobs

IFFD Flugdienste

Piloten/ First Officer (m/w/d)

IFFD GmbH
Graz/Klagenfurt
Feste Anstellung
NCC-Betrieb
Österreich
Vollzeit
Top jobs
Sparfell Logo

Flight Operations Officer in Vienna (Austria)

Vienna
Feste Anstellung
Business Aviation
SPARFELL Luftfahrt GmbH
Österreich
Vollzeit
Top jobs
Sparfell Logo

First Officer Embraer 550 / Legacy 500 (m/f)

Vienna
Feste Anstellung
Business Aviation
SPARFELL Luftfahrt GmbH
Österreich
Vollzeit
Top jobs
Sparfell Logo

Compliance Monitoring Manager – Flight Operations

Vienna
Feste Anstellung
Business Aviation
SPARFELL Luftfahrt GmbH
Österreich
Vollzeit
Top jobs

Nach vorherigen Verzögerungen wollte Gulfstream im dritten oder vierten Quartal 2018 damit beginnen, die neue G500 auszuliefern. Doch nun droht ein Streit zwischen zwei Zulieferern die Pläne des Flugzeugherstellers durcheinander zu wirbeln. Bei dem Zwist geht es um das Triebwerk PW800 von Pratt & Whitney Canada.

Der Triebwerkshersteller und die amerikanische Firma Nordam, die die Triebwerksgondeln für das PW800 baut, können sich in einem Vertragsstreit nicht einigen. Laut dem Fachmagazin Flightglobal geht es dabei um Entwicklungskosten. Anfang Juli stellte Nordam daher die Produktion der Gondeln ein.

Flucht in die Insolvenz

«Nach monatelangen erfolglosen Versuchen, einen Vertragsstreit mit Pratt & Whitney Canada zu lösen», habe man sich zu dem Schritt entschlossen, sagte Nordam-Chefin Meredith Madden. Der Triebwerksbauer entgegnete, man habe seit mehr als einem Jahr unablässig mit Nordam daran gearbeitet, deren Schwierigkeiten beim PW800-Gondelprogramm zu lösen.

Man werde die Firma zur Verantwortung ziehen. Am 23. Juli flüchtete sich Nordam unter Verweis auf den Vertragsstreit in die Insolvenz nach Chapter 11. Dieser Abschnitt des Insolvenzrechts der USA erlaubt es Unternehmen, weiterzuarbeiten, ohne sich zu sehr um die Forderungen der Gläubiger sorgen zu müssen.

Auswirkungen auf Auslieferungen

Das PW800 treibt Gulfstreams neue Flugzeugtypen G500 und G600 an. Erst am 20. Juli hatte die G500 das Typenzertifikat von der amerikanischen Luftfahrtbehörde FAA erhalten und damit auch die Bewilligung für die Triebwerksgondeln. Pratt & Whitney Canada kündigte nun an, alles zu tun, um die Auswirkungen des Streits auf die Kunden zu minimieren.

Doch Phebe Novakovic, Chefin von Gulfstreams Mutterkonzern General Dynamics erklärte: «Das aktuelle Problem wird in diesem Jahr einige Auswirkungen auf unsere Auslieferungen haben.» Es sei aber lösbar, fügte sie an und formulierte ihre Erwartung an die Streithähne: «Wir sind zuversichtlich, dass die Parteien ihre Streitigkeiten rasch beilegen werden.»

Hohe Reichweite

G500 und G600 bieten Platz für bis zu 19 Passagiere und erreichen Geschwindigkeiten von maximal Mach 0.90. Die Cockpits beider Jets sind mit Touch-Screen-Displays und aktiven Sidesticks augestattet. Die G500 kann bis zu 9630 Kilometer weit fliegen, die G600 bis zu 12.038 Kilometer. Die G600 soll nach der G500 auf den Markt kommen. «Dieses Flugzeug steuert auf die Zertifizierung Ende des Jahres zu», sagte Gulfstreams Chefingenieur Dan Nale Ende Mai im Gespräch mit aeroTELEGRAPH.

Mehr zum Thema

A320 von Ural Airlines: Auch bei der Airline kam es kürzlich zu Problemen mit einem Triebwerk.

Russische Fluggesellschaften leiden unter unheimlicher Serie an Triebwerkspannen

CFM56-Triebwerk: Es sind gefälschte Ersatzteile aufgetaucht.

Gefälschte Teile für Airbus A320 und Boeing 737 im Umlauf

Flammen nach dem Ausfall des Triebwerks: Wurde zu heiß.

Niederlande empfehlen Umbau von Boeing-747-Triebwerken

Das Turboproptriebwerk Klimov TV7-117ST-01: Für die Ilyushin Il-114-300.

Russland drückt bei eigenen Triebwerken aufs Tempo

Video

Boeing 777 von Emirates in Dubai: Der Betrieb wurde kurzzeitig gestoppt.
Einen großen Teil ihres Streckennetzes will die Golfairline wieder bedienen – auch Ziele wie Frankfurt, München oder Zürich. Doch ein Drohneneinschlag beim Flughafen Dubai International führte zu einem kurzfristigen Stopp aller Flüge von Emirates. Die Folge sind mitunter große Verspätungen.
Stefan Eiselin
Stefan Eiselin
ilyushin il 114 300 kaelte
Das neue russische Turboprop-Flugzeug wird in den eisigen Bedingungen des Fernen Ostens dringend benötigt - auch von Polar Airlines. Doch dafür ist noch eine Anpassung an der Ilyushin Il-114-300 nötig.
Timo Nowack
Timo Nowack
wizz air airbus a321 neo madeira
Es kommt zwar immer wieder vor, dass Flugzeuge aufgrund starker Winde nicht direkt auf Madeira landen können. Die Passagiere eines Wizz-Air-Fluges aus Wien erlebten nun aber eine besondere Warteschleifen-Odyssee.
Benjamin Recklies
Benjamin Recklies