Letzte Aktualisierung: um 20:38 Uhr
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Auge in Auge mit dem Sitznachbarn

Wie bekommt man möglichst viele Passagiere in eine Maschine, ohne dass es zu eng wird? Der Sitzhersteller Zodiac hat eine Antwort: mit Kinosesseln.

YouTube / runwaygirlnetwork.com

Zwei Sitze in Flugrichtung, einer entgegengesetzt: So sollen deutlich mehr Passagiere in eine Maschine passen.

Wir kennen es aus Zügen: Statt nur Sitznachbarn neben uns zu haben, sitzen uns häufig auch andere Passagiere gegenüber. Warum sollte das im Flugzeug nicht gehen, fragte sich der französische Sitzhersteller Zodiac und stellt nun ein neues Sitzkonzept vor: In einer Reihe mit drei Sitzen ist der Mittelsitz gegen Flugrichtung ausgerichtet und lässt sich wie ein Kinosessel ausklappen.

Derzeit handelt es sich bei dem Konzept nur um eine Planung, gibt Zodiac zu. Allerdings sehe man für die Kurzstrecke ein großes Potenzial. «Es ist eine neue Art des Fliegens, wenn die Leute sich gegenüber sitzen», erklärte Pierre-Antony Vastra von Zodiac gegenüber runwaygirlnetwork.com. Allerdings ist die Idee nicht neu. Bereits vor sieben Jahren stellte der britische Kabinenausstatter Premium Aircraft Interiors Group ein ähnliches Konzept und versprach den Passagieren mehr Platz.

Sicherheitsvorteil oder Sicherheitsrisiko?

Flugsicherheitsexperten sind sich sicher, dass Sitze gegen Flugrichtung im Fall eines Unfalls sicherer sind, andere hingegen befürchten, dass eine Evakuierung durch die versetzten Sitze deutlich länger dauert. Und dann sind da noch die Passagiere. Schließlich ist es anstrengend genug, auf engstem Raum mit vielen Fremden «eingesperrt» zu sein: Wollen Sie Ihrem Sitznachbarn dann auch noch direkt gegenüber sitzen und in die Augen schauen?



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