30 Jahre Airbus A320Zehn Fakten zum Kassenschlager von Airbus

Der A320 ist der ewige Verkaufsschlager von Airbus. Vor dreißig Jahren hob das Modell zum Erstflug ab. Zehn interessante Fakten zum Jubiläum.

Top-Jobs

Sparfell Logo

Captain/First Officer Embraer 550 / Legacy 500 (m/f)

SPARFELL Luftfahrt GmbH
Vollzeit
Vienna
Top jobs
Österreich
Feste Anstellung
Business Aviation
Pilatus Logo

Mechaniker Flugzeugkomponenten (a)

Pilatus Flugzeugwerke AG
Vollzeit
Top jobs
Schweiz
Feste Anstellung
Flugzeughersteller
Pilatus Logo

Systems Engineer - Electrical Focus

Pilatus Flugzeugwerke AG
Vollzeit
Top jobs
Schweiz
Feste Anstellung
Flugzeughersteller

30 Jahre ist es her seit der Airbus A320 zum ersten Mal flog. Das Flugzeug sei «erfreulich reaktiv und beruhigend stabil», sagte Chefpilot Pierre Baud nach dem Erstflug am 22. Februar 1987. Mit dem neuen Modell legte der europäische Flugzeugbauer den Grundstein zu seinem Aufstieg zur Weltmacht auf dem Markt für Passagierflieger. Zum 30-Jahr-Jubiläum zehn Fakten zum A320:

1. Der kleine Neuankömmling: 1985 war Airbus erst 15 Jahre alt, das erste Produkt A300 war seit elf Jahren in der Luft. Der globale Marktanteil der Europäer betrug damals nur 17 Prozent. Boeing erreichte 63 Prozent, McDonnell Douglas kam auf 20 Prozent. Diese amerikanische Vormachtstellung wollte Airbus brechen. Der europäische Konzern brauchte dazu ein Konkurrenzmodell zu den erfolgreichen MD 80, Boeing 727 und Boeing 737.

2. Die internen Unstimmigkeiten: Zwischen den beiden wichtigsten Teilnehmerländern in der damaligen Interessengemeinschaft Airbus gab es aber keine Einigkeit über die weitere Strategie. Deutschland drängte auf Bitte von Lufthansa darauf, zuerst ein neues Langstreckenflugzeug zu entwickeln - den A340. Frankreich wollte zuerst ein neues Kurz- und Mittelstreckenmodell. Die Franzosen setzten sich durch, der A320 wurde zuerst in Angriff genommen.

3. Die royalen Taufpaten: Am 14. Februar 1987 wurde der neue Flieger in Toulouse erstmals der Öffentlichkeit gezeigt und von Prinzessin Diana und Prinz Charles auf den Namen A320 getauft. Bereits zu diesem Zeitpunkt hatten 16 Fluggesellschaften 437 Stück bestellt. Bei der Zeremonie mit dabei: Die Europa-Politiker und Airbus-Förderer Franz Josef Strauß und Jacques Chirac.

4. Die wichtigen drei Stunden: Acht Tage später, am 22. Februar 1987, hob das neuste Kind von Airbus erstmals ab. Der Erstflug dauerte 3:23 Stunden.

5. Die übernommene Bestellung: Schon bei einer Vorstellung am 2. März 1984 lagen 96 Orders für den A320 vor. Als Erstbetreiber war Air France vorgesehen. Die erste feste Bestellung hatte aber British Caledonian platziert. Die private britische Fluglinie orderte 7 Stück fest und sicherte sich eine Option auf 3 weitere A320, die später auch eingelöst wurde. Mit den A320 sollten ab 1988 die alternden BAC One-Eleven ersetzt werden. Nach der Übernahme durch British Airways ging die Order an die neue Airline über.

6. Die Order mit Signalwirkung: Ein Prestigeerfolg errangen die Europäer als Pan American World Airways 1985 gleich 16 Airbus A320 orderte und sich eine Option für 34 weitere Exemplare des Modells sicherte. Es folgten Bestellungen von Eastern Air Lines und Continental Airlines. Ein weiterer Großerfolg im Heimmarkt von Boeing war 1986 die Bestellung von Northwest Airlines für bis zu 100 Exemplare.

7. Der Schock: Bei einem Demonstrationsflug an der Flugschau am Aérodrome de Mulhouse-Habsheim verunglückte am 26. Juni 1988 ein Airbus A320-100. Die Maschine von Air France mit der Kennzeichnung F-GFKC gewann nach einem Überflug des Flugfeldes nicht genug an Höhe und fiel in einen Wald. Es war der erste Absturz eines A320 - vor einem großen Publikum und Fernsehkameras. Bis heute ist nicht abschließend klar, was genau zum Unfall geführt hat. Einige wichtige Daten fehlen. Der Flugdatenschreiber war nach dem Crash zu spät an die Behörden übergeben und auch unerlaubterweise geöffnet worden. Vier bis acht entscheidende Sekunden fehlen auf den Aufzeichnungen.

8. Der erdrückende Erfolg: Ende 1988 musste Airbus bekannt geben, dass man bei der Produktion in Verzug sei. Wer jetzt bestelle, bekomme seine Maschinen frühestens vier Jahre später ausgeliefert. Bis Ende Januar 2017 wurden 7998 Flieger der klassischen A320-Familie bestellt.

9. Das schwarze Schaf: Auch wenn die A320-Familie insgesamt ein großer Erfolg ist, ein Modell fiel ab. Vom kleinen A318 – 107 bis 132 Sitzplätze – wurden nur gerade 80 Stück verkauft.

10. Der starke Nachfolger: Im Herbst 2010 wurde der Airbus A320 Neo lanciert. Mit neuen Triebwerken verspricht er deutlich tiefere Treibstoff- und Betriebskosten. Airbus rechnete mit 4000 Orders. Schon heute kommt das Modell auf mehr als 5000 Bestellungen. Zusammen mit dem klassichen Modell (Ceo oder Current Engine Option) ergibt das 13'000 Orders.

Sehen Sie in der oben stehenden Bildergalerie mit Videos Bilder aus der Geschichte des Airbus A320.

Mehr zum Thema

ticker-airbus-konzern-

Airbus und Alta Ares entwickeln gemeinsam europäische Drohnenabwehr

ticker-airbus-konzern-

Airbus, Safran und Partner planen große SAF-Anlage in Frankreich

ticker-airbus-konzern-

Airbus steigert im Mai Auslieferungen deutlich und sammelt netto 357 neue Bestellungen ein

Airbus A321 über den Pyramiden: In Ägypten soll in diesem Jahr eine neue Airline an den Start gehen.

Ägyptens größter Touristikkonzern plant eigene Fluggesellschaft - für Flüge nach Europa

Video

starlux airlines silberner airbus a350 1000
Die Fluglinie aus Taiwan bekommt einen Airbus A350-1000 in silberner und einen in goldener Sonderlackierung. Den ersten der beiden Jets brachte der Starlux-Chef selbst nach Taipei.
Timo Nowack
Timo Nowack
cessna usa 250
Manchmal zeichnet ein Flugzeug mit seinem Flugverlauf ein Herz oder einen einfachen Schriftzug an den Himmel. Zum 250. Am Unabhängigkeitstag der USA hat eine Cessna R182 nun auch so etwas getan - aber auf einem anderen Level.
Timo Nowack
Timo Nowack
Flugzeuge am Wilson Airport: 41 Flugzeuge um den Flughafen sind zu hoch und sollen abgerissen werden.
Flughafen Nairobi-Wilson
Rund um Kenias wichtigsten Inlandsflughafen sind in den vergangenen Jahren Dutzende Gebäude entstanden, die den Luftraum verletzen. Der Senat fordert nun den Abriss, die Regierung will lieber die Flugrouten zum Flughafen Nairobi-Wilson ändern.
Benjamin Recklies
Benjamin Recklies