Letzte Aktualisierung: um 7:13 Uhr

Seychellen

Wo 365 Tage pro Jahr Sommer ist

Die Inselwelt der Seychellen eignet sich hervorragend, um der kalten Jahreszeit zu entfliehen. Viele Fluggesellschaften fliegen das Inselparadies wieder regelmäßig an.

You can rely on us

Das Check-in am Schalter von Qatar Airways verlief reibungslos – wenn man entsprechend vorbereitet war. Für die Einreise auf die Seychellen braucht es neben einem Einreiseformular mit vielen Angaben, welches online ausgefüllt werden kann, einen negativen PCR-Test, der maximal 72 Stunden alt sein darf. Dies auch wenn man bereits vollständig geimpft ist.

Eine Herausforderung könnte sein, dass das Formular erst ausgefüllt werden kann, wenn die Ergebnisse des PCR-Tests vorliegen. Die Dokumente werden vom Bodenpersonal zuverlässig kontrolliert und schon steht dem ersten Flug von Zürich nach Doha nichts mehr im Wege. Für die erste Strecke stand ein Airbus A350 am Gate bereit und wir haben es uns in der modernen Economy-Class bequem gemacht.

Mit dem A350 nach Doha

Auf dem knapp sechsstündigen Flug nach Doha gab es genügend Zeit, das moderne und breite Bordprogramm zu testen, das leckere Essen sowie den aufmerksamen Service zu genießen. In Zeiten wie diesen heißt es die Maske während dem ganzen Flug, außer beim Essen und Trinken, vor der Nase und dem Mund zu haben.

Was von der Crew auch immer wieder kontrolliert und allenfalls korrigiert wurde. Auf jedem Sitzplatz hat es zudem ein Hygiene-Kit mit frischer Maske, einem Erfrischungstuch sowie einem Desinfektionsgel.

Ein A350 von Qatar Airways am Hamad International Airport in Doha Bild: aeroTELEGRAH

Mit dem A350 nach Doha

Ein emsiges Treiben erwartet uns trotz später Nachtstunde auf dem Hamad International Airport in Doha. Die Heimatbasis von Qatar Airways ist für Reisende an 24 Stunden für Shopping und Verpflegung geöffnet. Die Infrastruktur kann sich sehen lassen. Vor allem auch die luxuriöse und wirklich sehr große Al Mourjan Business Lounge. Dort hat man die Möglichkeit, sich in einem à la carte Restaurant bedienen zu lassen oder sich vom Buffet gleich selbst die Leckereien zu holen.

Zudem gibt noch eine Snack-Salat-Bar sowie unzählige kleine Buffets mit einem großzügigen Getränkeangebot. Ein sehr entspanntes Angebot sind die Schlafkojen, welche man vor Ort buchen und sich für die Stunden bei einem längeren Aufenthalt zurückziehen kann. Diese sind sehr komfortabel mit Sofa und Sitz ausgestattet und man hat genügend Privatsphäre. Auch gibt es eine Vielzahl an blitzsauberen Duschen, wo man sich vor dem Weiterflug erfrischen kann.

Sanfte Landung auf Mahé

Bei uns ging es mit einer Boeing B777 mitten in der Nacht weiter auf die Seychellen. Auf diesem Flug durften wir die Business Class testen. Diese war sehr geräumig ausgestattet und der Service ließ nichts zu wünschen übrig. Das Bordprogramm ist das gleiche wie in der Economy-Class.

Beim Essen und bei den Getränken sorgt eine Auswahl für die Qual der Wahl. Nach einem kurzen Snack und ebenso kurzen Schlaf setzen die Piloten sanft zur Landung auf dem Seychelles International Airport mit dem Flughafencode SEZ auf der Hauptinsel Mahé auf.

Wieder vermehrt Flüge auf die Seychellen

Der Flughafen verbindet die Seychellen mit der Welt und ist Heimat der nationalen Fluggesellschaft Air Seychelles. Auf dem Flughafen landen wieder mehr Flieger als auch schon. Die Reisenden kehren auf die Seychellen zurück, welche nur für eine kurze Zeit im Lockdown waren. Gemäß Bernadette Willemin, General Marketing Manager von Visit Seychelles, hat die Pandemie auch neue Touristengruppen auf die Destination aufmerksam gemacht. Grundsätzlich gilt zu sagen, dass die Gäste von dort kommen, von wo auch Flugverbindungen angeboten werden.

So kommen auch nach und nach wieder die Touristen zurück auf die Insel. Und diese werden sehr gerne gesehen, ist doch der Tourismus die wichtigste Einnahmequelle von der Republik Seychellen mit 115 Inseln.

Unterwasserwelt auf über 1,4 Millionen Quadratkilometer Meer Bild: Depositphotos

Villa mit atemberaubender Aussicht

Auf unserer Reise durften wir verschiedene Hotels kennenlernen. Die ersten Nächte verbrachten wir im Hilton Northolme Resort. Dies ist eine traumhafte Hotelanlage für Personen ab 13 Jahren mit rund 50 Villas in ganz verschiedenen Preiskategorien. Die bewachte Hotelanlage liegt an der Westküste im Norden der Insel, unweit der Hauptstadt Victoria entfernt und somit ein idealer Ort für wunderschöne Sonnenuntergänge im Indischen Ozean.

Wir werden vom Hotelmanagement sehr herzlich begrüßt und nachdem unsere Körpertemperatur auf Fieber getestet wurde, dürfen wir auch ein Erfrischungsgetränk in Empfang nehmen. Gleich zu Beginn eine spezielle Geste, die Gäste dürfen aus vier verschiedenen Düften in Form von Kerzen einen Duft auswählen, welcher dann der sogenannte «Signature Duft» für die nächsten Tage in der eigenen Villa sein soll.

Aufklärung für Touristen

Die Anlage bietet großzügige und geräumige Villas in verschiedenen Kategorien an. Wir hatten das Glück und durften eine Signature Grand Ocean Pool Villa beziehen, welche nebst einem modernen Ausbau einen vollen Blick auf das Meer sowie einen eigenen Infinity Pool bietet. Nebst der Gastfreundschaft und der wirklich vorzüglichen Resort-Küche hat uns vor allem der Nachhaltigkeitsgedanke dieser Anlage beeindruckt. Für Daniele Fabbri, den General Manager des Hotels, ist es wichtig, dass auch den Gästen in einem Luxushotel das Thema Nachhaltigkeit vermittelt wird. An diesem Ort geht Nachhaltigkeit viel weiter als nur Badetücher nicht auswechseln, solange diese am Hacken hängen.

Gänzlich verzichtet wird in der gesamten Anlage auf Plastikflaschen. Der Gast bekommt ein Set mit Trinkhalmen aus Metall und Bambus sowie einem kleinen Stäbchen, um die Trinkhalme jeweils wieder selbst zu reinigen. Einmal die Woche findet ein «Sustainable Day» statt, an welchem die Gäste auf weitere Aktivitäten hingewiesen wird. So wird zum Beispiel an diesem Tag während einer Stunde die Elektrizität wie auch Wasser abgeschaltet und somit 466 kWh Energie gespart, genug, um an einem Tag die Wäscherei wie auch die Küche zu betreiben.

Signature Grand Ocean Pool Villa Northolme  Bild: Hilton

Insel Hopping bei stürmischer See

Die Gäste bekommen ebenfalls eine kleine Sanduhr mit 5 Minuten Timer, welche für die Dusche verwendet werden soll. Der Hinweis dazu, wenn man die Duschzeit jeden Tag auf 5 Minuten beschränkt, kann jeder Gast 1704 Liter Wasser sparen. Freiwillig können die Gäste das Hilton Northolme Team begleiten, um für 2 Stunden einen öffentlichen Strand in der Nähe zu säubern. Auch werden an diesem Tag nur Speisen serviert, welche 100 % aus lokaler Herkunft stammen.

Am nächsten Tag durften wir ein weiteres Hilton Resort kennenlernen. Hierzu ging es mit einem Boot in einer rund 45-minütigen Überfahrt auf Silhouette Island ins Labriz Resort & Spa. Diese Anlage verfügt über rund 100 Villas in den verschiedensten Kategorien. Da hier Familien herzlich willkommen sind, wurden die Villen sehr großzügig gestaltet, damit auch Zusatzbetten locker einen Platz finden. Rund sieben Restaurants bieten für jeden Geschmack etwas Leckeres zum Essen. Auf der Insel bewegt man sich zu Fuß, mit dem zur Verfügung gestellten Fahrrad oder mit den kleinen Elektro-Buggys, welche vom Hotelpersonal gefahren werden.

Hilton Labriz Resort & Spa Resort auf Silhouette Island Bild: Hilton

Sightseeing auf Mahé

Zurück auf Mahé durften wir die Hauptinsel mit ihren Sehenswürdigkeiten kennenlernen. Mit Victoria, der kleinsten Hauptstadt der Welt, gibt es einen Ort, wo man genüsslich in den Gassen flanieren kann. So zum Beispiel auf einen Abstecher in den Sir Selwyn-Clark Market, in welchem täglich frische Meeresfrüchte, Obst und Gemüse, Gewürze und auch sonstige Sachen zum täglichen Gebrauch verkauft werden. Es herrscht emsiges Treiben in Gängen und ist ein Fest für all unsere Sinne.

Ein weiterer farbenfroher Ort ist der Arul Mihu Navasakthi Vinayagar, ein hinduistischer Tempel auf der sonst eher katholisch geprägten Insel. Als Wahrzeichen gilt «The Clock Tower», eine kleine Reproduktion vom berühmten Big Ben in London, welcher inmitten einer Kreuzung silbern in der Sonne leuchtet. Des Weiteren gibt es noch Museen und Läden sowie die künstliche Insel «Eden Island», welche die Besucher mit einem Casino, diversen Restaurants und Klubs sowie einem Jachthafen einlädt.

Linksverkehr auf dem Weg von Norden nach Süden

Unsere Reise ging weiter zur Takamaka Rum-Destillerie. In diesem Familienbetrieb, geführt von drei Brüdern (wobei zwei davon aktiv im Unternehmen tätig sind), werden sehr leckere Rum Produkte produziert. In der Mitte der Anlage thront das eindrückliche Haus im Kolonialstil, welches als Museum, Büro, Verkaufsshop sowie Degustationshalle dient. Daneben liegt der eigene Gewürzgarten und selbstverständlich auch die Produktionsstätten. Dank Retha d’Offay, der Ehefrau von einem der Brüder, war diese Tour sehr unterhaltsam und informativ.

Und das anschließende Rum-Tasting war sehr lecker! Nach den doch einigen Gläschen Rum ging es zum Lunch in den «Jardin du Roi», eine große Gartenanlage, in welcher mehr als 100 tropische Pflanzenarten zu bestaunen sind. Das Restaurant in der Anlage bietet nebst einheimischer Küche einen wunderbaren Ausblick auf den Park und weit entfernt das blau schimmernde Meer.

Sandstrand im Süden der Insel

Für unsere weiteren Nächte wurden wir nun im Kempinski Seychelles Resort im Süden der Insel begrüßt. Eine imposante Lobby mit Blick auf den Pool, den hoteleigenen Sandstrand und das Meer lassen vom ersten Moment Urlaubsgefühle aufkommen. Die offene gestaltete Lobby und Bar erscheinen im neuen Design, welches im Kolonialstil designt wurde und sehr elegant daherkommt.

Die über 100 Zimmer sind in zweistöckigen Gebäuden einerseits auf den Park und das Meer wie auch auf die Lagune ausgerichtet. Dieses Hotel zeichnet sich durch Familienfreundlichkeit aus und bietet nebst einem à la carte Restaurant ein Buffet-Restaurant mit wechselnden Themenabenden an.

Ein Resort in der Natur

In diesem Resort kann man die Natur hautnah erleben. Der eigene Strand ist mit vielen Palmen geschmückt, sodass man mühelos einen ruhigen Platz am Schatten finden und die Sicht auf das Wasser und das Rauschen der Wellen genießen kann. Das aufmerksame und freundliche Personal vom Beach-Restaurant bringen immer wieder Erfrischungen vorbei, sodass es einem an nichts fehlt.

Die Natur ebenfalls genießen kann man bei einem frühmorgendlichen Ausflug auf einen nahe gelegenen Felsen für eine Yoga-Lektion. Der Ausblick ist überwältigend und lohnt sich schon allein deswegen. Unser Yoga-Lehrer zeigte sich auch großzügig, wenn man lieber einfach die Aussicht genießen wollte anstelle der Yoga Übungen.

Blick auf das Kempinski Seychelles Resort mit großen Sandstrand Bild: Kempinski

Nachhaltigkeit ist schon lange ein wichtiges Thema

Im Gespräch mit Hany Abdelmoneim, dem General Manager vom Kempinski, erfahren wir, dass der vom Hilton Northolm eingeführte Sustainable Day von nun auch zuerst einmal monatlich in vielen Luxus-Resorts auf der Insel durchgeführt werden soll. Schön zu erfahren, dass sonst Mitbewerber tolle Ideen von anderen auch übernehmen und somit einen Beitrag zur Nachhaltigkeit leisten.

Dieses Thema ist übrigens wichtig für die ganze Inselwelt der Seychellen. Im Gespräch mit Bernadette Willemin, Director General Marketing von Tourism Seychelles erfahren wir, dass seit Jahren sehr viel in diese Richtung unternommen wird.

Nicht nur für Hochzeitsreisende

Es lässt sich zusammenfassen, dass die Seychellen auch für einen kurzen Aufenthalt eine Reise wert sind. Schon nach wenigen Augenblicken auf der Insel erlebt man Entspannung pur in dieser tropischen Umgebung. Die Hygienemaßnahmen werden von der Tourismusindustrie wie auch von der Regierung sehr ernst genommen. Masken tragen gehört auch auf den Straßen zum Alltag.

Die Inselwelt bietet neben traumhaften Stränden, Hotels für alle Budgets, einer faszinierenden Unterwasserwelt sowie unberührte Natur mit einzigartiger Flora und Fauna alles, was es für einen Urlaub braucht.

Die Flüge verursachten 945 Kilogramm CO2. Wie bei allen Dienstreisen kompensierte aeroTELEGRAPH diese Emissionen durch die Unterstützung von Aufforstungsprojekten und des Kaufs von Biokerosin über den Kompensationsanbieter Compensaid.

Die Flugtickets für diese Reise wurden von Qatar Airways zur Verfügung gestellt. Die Hotelübernachtungen wurden von den erwähnten Hotels übernommen. Seychelles Tourism hat die Reise organisiert. Die Tester von aeroTELEGRAPH hatten bei ihrem Urteil trotzdem freie Hand. Die Fluggesellschaft, Hotels und Seychelles Tourism nahmen weder Einfluss auf den Inhalt des Artikels, noch stellten sie irgendwelche Bedingungen. Das würde dem Verhaltenskodex von aeroTELEGRAPH widersprechen.



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