Vorwürfe von Virgin Australia Will Qantas in der Krise Konkurrenz ausschalten?

Zoff in Australien: Eine Kommission prüft, ob Qantas wettbewerbswidrig versucht, in der Corona-Krise ihren größten Konkurrenten loszuwerden.

Top-Jobs

Pilatus Logo

Team Leader Account Management

Pilatus Flugzeugwerke AG
Vollzeit
Top jobs
Schweiz
Feste Anstellung
Flugzeughersteller
HahnAir

Compliance Monitoring Manager (all genders)

Hahn Air Lines GmbH
Vollzeit
Düsseldorf
Top jobs
Deutschland
Feste Anstellung
Luftfahrt
Etihad Job

Captain A320

Etihad Airways
Vollzeit
Abu Dhabi
Top jobs
United Arab Emirates
Feste Anstellung
Etihad Job

First Officer A320

Abu Dhabi
Feste Anstellung
Etihad Airways
United Arab Emirates
Vollzeit
Top jobs

Qantas ist zurzeit damit beschäftigt, mehr als 150 Flugzeuge zu parken. Die australische Airline und ihre Tochter Jetstar werden aufgrund der Corona-Krise alle internationalen Flüge streichen und etwa 60 Prozent im Inland. Die Jets sollen Platz finden an Flughäfen in Sydney, Melbourne, Brisbane und Perth sowie auf dem Langzeitparkplatz in Alice Springs, wo unter anderem auch schon Boeing 737 Max von Silk Air aus Singapur stehen.

Allerdings gibt es nun Vorwürfe, Qantas würde in dieser Krise auch etwas versuchen, was nicht direkt mit eigener Flotte und eigenem Flugplan zu tun hat: einen Konkurrenten loszuwerden. So sagte der Chef der Chef australischen Wettbewerbs- und Verbraucher-Kommission ACCC, Rod Sims, gegenüber der Nachrichtenagentur AFP, er habe einen Brief von Virgin Australia erhalten. Deren Airline-Chef Paul Scurrah werfe Qantas darin vor, sich wettbewerbswidrig zu verhalten, «indem sie versucht, die Botschaft auszusenden, Virgin stecke in Schwierigkeiten und werde nicht überleben». Die Behörde prüft die Vorwürfe.

Joyce lästert über Virgin Australia

Qantas-Chef Alan Joyce hatte dem Fernsehsender Sky News vergangene Woche gesagt, Australiens Regierung solle sich «nicht um schlecht geführte Unternehmen kümmern, die seit zehn Jahren schlecht geführt werden» und Virgin nicht verstaatlichen, falls die Airline ins Wanken gerate. Auf einer Pressekonferenz sagte Joyce zudem, die Corona-Pandemie führe zu einem Überlebenskampf zwischen Fluggesellschaften, und Qantas stelle sicher, dass sie im Zweifelsfall als letzte übrig bleibe.

ACCC-Chef Sims nannte diese Kommentare «sehr wenig hilfreich und unvereinbar mit der Krise, in der wir uns befinden». Australien sein mit zwei großen Fluglinien in die Krise gegangen und es sei wichtig, dass es auch mit zwei großen Airlines aus der Krise herauskomme. Virgin Australia ist hinter Qantas die Nummer zwei im Markt.

Qantas könnte vor Gericht landen

Sims erklärte weiter, wenn seine Kommission zu dem Schluss kommen würde, dass die Vorwürfe berechtigt seien, könnte Qantas sich sogar vor Gericht wiederfinden und Hunderte Millionen australische Dollar an Strafen riskieren. Allerdings befinde man sich noch am Anfang der Untersuchung und wolle nun in Kürze erst einmal Qantas anhören. Beide Fluggesellschaften wollten sich gegenüber AFP nicht zum Thema äußern.

Mehr zum Thema

Flieger von Miami Air.

Das passierte in der Corona-Krise im März

Chef von Qantas arbeitet ohne Lohn

Chef von Qantas arbeitet ohne Lohn

ticker-qantas

Erste Embraer E190 für Qantas in Perth eingetroffen

ticker-condor-beige

Qantas nimmt Condor als Partner ihres Vielfliegerprogramms auf

Video

Der neue Honda Jet: Die Maschine heißt ab sofort Echelon.
Der japanische Businessjet-Hersteller vermeldet Fortschritte beim Bau der ersten Echelon-Maschine, muss aber gleichzeitig eine deutliche Verzögerung einräumen. Erstflug und Zulassung verschieben sich um bis zu drei Jahre.
Benjamin Recklies
Benjamin Recklies
Airbus A320 Neo wird bei Tarmac Aerosave zerlegt: Das Unternehmen erweitert seine Zerlegungskapazitäten.
Eigentlich könnten sie noch Jahrzehnte fliegen. Trotzdem werden derzeit auffällig viele junge Airbus A220, A320 Neo und Boeing 737 Max zerlegt. Warum?
Benjamin Recklies
Benjamin Recklies
Ilyushin Il-96: Das Flugzeug ist am 16. September in Köln gelandet.
Eine Ilyushin Il-96 der russischen Spezialflugstaffel ist heute in Köln/Bonn gelandet. Vermutet wird, dass die Maschine Mitarbeitende des russischen Konsulats in Bonn abholt. Die Landung im Video.
Benjamin Recklies
Benjamin Recklies