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Besser reisen als Lady Gaga

Fliegen kann ziemlich ungemütlich sein. Die richtige Kleidung kann lange Flugreisen wesentlich erleichtern.

Lady Gaga

Lady Gaga an einem Konzert: Klebeband ist im Flugzeug nicht zu empfehlen.

Eingeengt mit Dutzenden anderen Reisenden, stundenlanges Sitzen, Gedränge am Flughafen – das alles sind nicht unbedingt Umstände, die dazu einladen, gut auszusehen. «Es gibt nur zwei Gründe, warum man sich auf Langstreckenflügen wirklich schick machen sollte», sagt David Flynn, Geschäftsreisen-Experte des Portals Australian Business Traveller. «Zum einen, weil man gerade von einer wichtigen Sitzung kommt oder dort direkt nach der Landung hin muss. Zum anderen, wenn man das Gefühl einfach genießt, gut angezogen zu sein.» Für alle anderen Fälle sei es völlig übertrieben, Hemd oder sogar Anzug und Krawatte zu tragen. Auch die Hoffnung, dass der schicke Look die Chancen auf ein Upgrade in die Business Class erhöhen kann, wird in den meisten Fällen inzwischen enttäuscht. Die meisten Airlines nutzen dabei automatisierte Prozesse, die den Vielfliegerstatus der Passagiere berücksichtigen – egal wie diese angezogen sind. «Und selbst wenn noch von Menschen entschieden wird – Freizeitkleidung dürfte immer reichen», so Flynn.

Damit man in dieser aber selbst in der Business- oder First-Lounge nicht fehl am Platz wirkt, gibt es einige Dinge, auf die man achten sollte. Unten angefangen: Die optimalen Schuhe sind nicht zu schnüren und einfach an- und auszuziehen. Zum einen, weil klobigere Modelle beim Sicherheitscheck oftmals ausgezogen werden müssen und zusätzliche Zeit kosten. Aber auch im Flieger ist es vor allem auf Langstrecken angenehm, wenn man die Schuhe schnell loswerden, aber genauso schnell auch wieder anziehen kann. Bei der Beinbekleidung sollte es ebenfalls möglichst bequem sein. Hosen aus einem angenehmen Stoff, der nicht leicht knittert, bieten sich bei den langen Reisezeiten an. Röcke hingegen sehen – zumindest bei den Damen – vielleicht gut aus, aber sind im Flieger alles andere als praktisch. Im besten Fall sitzen die Hosen auch noch so gut, dass man den Gürtel weglassen kann. Dieser muss ja beim Sicherheitscheck jeweils abgenommen werden.

Bequem – und nicht zu viel Ausschnitt

Oben herum gilt dasselbe. Bequem sollte es sein. Damit man sowohl bei der Hatz durch den Flughafen als auch im klimatisierten Flieger weder schwitzt noch friert, empfehlen Vielflieger die Zwiebel-Technik: Viele Lagen, die man je nach Bedarf an und ausziehen kann. Frauen sollten noch eines beachten: Wer zu viel Dekolletee zeigt, läuft zumindest in den USA Gefahr, an Bord Probleme zu bekommen. Geschehen ist das einer jungen Frau auf einem Flug von Southwest Airlines vor einigen Jahren. Der Kabinencrew war der Rock zu kurz, der Ausschnitt zu tief. Also nahm man sie nicht mit. Auch beschriftete T-Shirts sind nicht immer empfehlenswert. Im Mai dieses Jahres verweigerte American Airlines einer jungen Frau den Transport, weil diese ein T-Shirt der Pro-Choice-Bewegung trug, die für die Rechte von Frauen auf Abtreibung einsteht. Der Spruch «If I wanted the government in my womb, I’d f*ck a senator», war dem Piloten und der Crew zu viel. Beim Aussteigen erklärte ihr der Kapitän, dass sie sich vor dem Anschlussflug umziehen müsste und eigentlich gar nicht so an Bord hätte gehen dürfen. Wegen dieser Diskussion verpasste sie den nächsten Flieger.

Auf den gesundheitlichen Aspekt der richtigen Kleidung macht der Blog Independent Traveler aufmerksam: Wer zu enge Kleidung trägt, macht im schlimmsten Fall nicht nur einen modischen Fauxpas. Er erhöht im schlimmsten Fall auch das Thromboserisiko auf Langstreckenflügen. Ein prominentes Beispiel: Die Sängerin Lady Gaga bemerkte auf einem Transatlantikflug plötzlich Thrombose-Symptome. Ihr Outfit bestand aus gelbem und schwarzem Klebeband. Auch wenn die wenigsten Reisenden sich aufbrezeln die wie Popikone – weite und luftige Kleidung ist immer die bessere Wahl.



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