Die Piper Aztec wird mit Farbe besprüht: Die Allgemeine-Luftfahrt-Gemeinschaft sorgt sich um den Versicherungssschutz.

CrowdfundingWer zahlt bei einem Farbanschlag auf ein Privatflugzeug?

Im Mai besprühten Klimaaktivistinnen und -aktivisten am BER eine Piper Aztec mit Latexfarbe. Die Versicherung wollte das nicht zahlen. Geld bekamen die Eigentümer auf andere Weise.

Top-Jobs

Pilatus Logo

Lizenzierter Luftfahrzeugmechaniker (a)

Pilatus Flugzeugwerke AG
Vollzeit
Top jobs
Schweiz
Feste Anstellung
Flugzeughersteller
Pilatus Logo

Luftfahrzeugmechaniker Flugbetrieb (a)

Pilatus Flugzeugwerke AG
Vollzeit
Top jobs
Schweiz
Feste Anstellung
Flugzeughersteller
Pilatus Logo

Teamleiter Montage & Support (a)

Pilatus Flugzeugwerke AG
Vollzeit
Top jobs
Schweiz
Feste Anstellung
Flugzeughersteller
Pilatus Logo

Leiter Zerspanung Kleinteile / Stv. Abteilungsleiter (a)

Pilatus Flugzeugwerke AG
Vollzeit
Top jobs
Schweiz
Feste Anstellung
Flugzeughersteller

Klimaaktivisten der Gruppe Letzte Generation haben in diesem Jahr schon für Chaos an deutschen Flughäfen gesorgt. In Berlin und München besetzten die Gruppe die Rollfelder. Aber auch in Düsseldorf und Hamburg zum Ferienstart. In der Folge fielen zahlreiche Flüge aus oder wurden umgeleitet. Mehrere Airlines machen Schadensersatzansprüche geltend.

In Berlin und Sylt hatten sich die Klimaaktivisten Zugang zum General Aviation Terminal verschafft und Kleinflugzeuge mit einer orangefarbenen Latexfarbe besprüht. Am BER wollte die Gruppe «ein leuchtendes Warnsignal gegen die rücksichtslose Klimazerstörung, die eine Minderheit von Superreichen auf Kosten der Mehrheit betreibt» setzen, teilte die Letzte Generation nach der Aktion im Mai mit.

Piper gehört einer Eigentümergemeinschaft

Besprüht wurde eine Piper Aztec einer sechsköpfigen dänischen Eigentümergemeinschaft, die das Flugzeug für Geschäfts- und Privatflüge nutzt, wie René Byrholt, einer der Eigentümer im Interview mit dem Verband der Allgemeinen Luftfahrt Aopa sagte. Laut ihm sei keiner der Eigentümer Millionär, aber vielleicht habe die Tatsache, dass sie ein Flugzeug besitzen, gereicht, um in den Fokus der Letzten Generation zu geraten.

Byrholt beziffert den Schaden an der Maschine auf rund 72.000 Euro. Eine lokale Firma benötigte knapp drei Wochen für die Reinigung. Dabei wurden der darunterliegende Lack, Enteisungsmanschetten sowie Fenster und andere Bereiche beschädigt. Anschließend musste ein zertifizierter Mechaniker zum BER fliegen und das Flugzeug überprüfen und für den Rückflug zur Heimatbasis freigeben.

Versicherung stellte sich quer

Lange sah es so aus, als ob sich die Aktion für die Dänen zu einer wirtschaftlichen Katastrophe entwickeln würde. Denn der Versicherer verweigerte die Übernahme der Kosten, da böswillige Handlung, Sabotage als auch Streiks und Unruhen von der Haftung ausgeschlossen sind. Die Dänen besorgten sich juristische Unterstützung. Kürzlich teilte die Versicherung dann mit, dass sie in diesem Fall eine Ausnahme machen werde und die Kosten doch übernehmen wird.

Zudem können sich die sechs Eigentümer über 6791 Euro freuen, die im Rahmen eines Crowdfundings, das der Verband der Allgemeinen Luftfahrt Deutschland oder abgekürzt Aopa Germay sammelte. Die Mitglieder wollten einerseits ihre Solidarität ausdrücken und andererseits die Frage juristisch klären lassen, wie Versicherungen mit Fällen von politisch motiviertem Vandalismus umgehen. Die Angst bestand, dass ein Präzedenzfall geschaffen worden wäre, hätte die Versicherung nicht gezahlt.

Versicherung um Stellungnahme bitten

Abschließend geklärt ist die Frage aber weiterhin nicht. Der Verband empfiehlt Flugzeugbesitzern, ihre Versicherung, um eine Stellungnahme zu bitten.

Mehr zum Thema

Auf dem BER: Screenshot aus dem Livestream der Gruppe Letzte Generation.

Klima-Aktivisten stoppten Flugverkehr am BER

Foto vom Flughafen München: Durch Zaun eingedrungen.

Klimaaktivisten kleben sich an Rollfeld in München und Berlin fest

Aktivistin in Düsseldorf: Die Aktion stört den Flugverkehr massiv.

Demo auf Rollweg: Keine Flüge in Hamburg, Verzögerungen in Düsseldorf

Eurowings Premium BIZ-10

Eurowings führt in Rekordzeit einen neuen Business-Class-Sitz ein

Video

Airbus A380 von Lufthansa: Die D-AIMH wird noch bis Anfang Juni in. Dresden umgebaut.
Noch hängen Kabel aus der Kabine und manche Fußablagen fehlen. Doch der Umbau der Airbus A380 von Lufthansa bei EFW in Dresden zeigt bereits, wie die modernisierte Business Class aussehen wird. Der Zeitplan ist straff – und die Logistik kompliziert.
Benjamin Recklies
Benjamin Recklies
Der Moment vor dem Absturz: Die Cessna kollidiert mit dem Gleitschirm.
Eine Paragliderin überlebt mit Glück den Zusammenstoß mit einer Cessna. Der Unfall wirft Fragen auf: Wer muss wem ausweichen? Und warum sehen sich Motorpiloten und Gleitschirmpiloten im selben Luftraum oft erst im letzten Moment?
Benjamin Recklies
Benjamin Recklies
Ramy RC vor seinem Lufthansa-Airbus-A380: Ganz schön groß.
Ein Airbus A380 als Modellflugzeug klingt spektakulär – doch das von Ramy RC sprengt selbst in der Modellbauwelt die Dimensionen. Der Nachbau des Lufthansa-Superjumbos mit Speziallackierung ist fast neun Meter lang und kann tatsächlich fliegen.
Stefan Eiselin
Stefan Eiselin