A320 von Air Australia: Vorerst am Boden.

Air Australia: Wer profitiert?

Letzte Woche beantragte die Fluggesellschaft Gläubigerschutz. Daraus könnten einige Konkurrenten Kapital schlagen.

Top-Jobs

bwlv

Fluggerätmechaniker (m/w/d)

BWLV-Motorflugschule Hahnweide
Vollzeit
Kirchheim/Teck
Top jobs
Deutschland
Feste Anstellung
Flugschule
ticker-dfs-deutsche-flugsicherung

Fluglotse (w/m/d)

Deutsche Flugsicherung DFS
Studium
Langen b. Frankfurt
Top jobs
Deutschland
.

Event Manager (m/f, 100%)

Vollzeit
IRF Reputation AG
Basel
Top jobs
Schweiz
Feste Anstellung
Luftfahrt

Am 17. Februar ging Air Australia das Geld aus. Der Billigflieger konnte die Kosten für den Flugbetrieb nicht mehr stemmen und beantragte Gläubigerschutz. Etwa 4000 Passagiere saßen in der Folge in Hawaii, Thailand, Indonesien und Australien fest. Einige von ihnen, wie auch Crew-Mitglieder sind immer noch gestrandet. Informationen aus der Führungsetage erhalten sie nicht. Wann und ob die Flugzeuge der Airline überhaupt je wieder abheben, ist nicht klar. Rund 100'000 Tickets wurden für die kommenden Monate aber bereits verkauft, wie das Internetportal Travel Agent Central berichtet. Die Konkurrenz sprang nach der Nachricht über das Grounding lachend in die Bresche: Qantas und die Billigtochter Jetstar haben nicht gezögert und sofort Spezialangebote für die sitzen gelassenen Passagiere erarbeitet.

Wie Qantas auf der Internetseite bekanntgab, gelten diese auf den Air-Australia-Strecken, die Qantas anbietet. Aber auch für andere Routen habe man Alternativen erarbeitet. Auch Hawaiian Airlines bietet Reisenden eine spezielle «Rescue Fare» an, ein Rettungsangebot. Laut einem Kommentar in der Finanzzeitung Australian Financial Review kommt das Grounding für Qantas zum richtigen Zeitpunkt. Klammheimlich würde Unternehmenschef Alan Joyce sich ziemlich darüber freuen, heißt es. Quellen in der Branche gehen davon aus, dass Qantas schon bald sein Streckennetz erweitern will.

Freude bei Qantas?

Aber auch die Konkurrenz aus Asien dürfte von mehr Passagieren profitieren, heißt es. Zwar haben China Southern Airlines, China Eastern Airlines und Cathay Pacific sich noch nicht geäußert, wie sie vorgehen wollen. Doch sie bedienen zu einem großen Teil die gleichen Strecken wie die Pleite-Airline aus Brisbane und dürften nun in Erwägung ziehen, diese Angebote auszuweiten. Air Australia flog mit acht Airbus-Maschinen (A320 und 3A30) Ziele im Inland, sowie Denpasar in Indonesien, Honolulu in Hawaii und Phuket in Thailand an.

Mehr zum Thema

Oktober 2017: Vor vier Jahren stellte Deutschlands zweitgrößte Fluggesellschaft den Betrieb ein.

Wie viel wissen Sie noch über Air Berlin?

Victorville: Diese Boeing 747 wurde nach dem Aus von Transaero in der kalifornischen Wüste abgestellt.

Wann gingen diese Fluggesellschaften pleite?

Germania Airbus A319: Vor zwei Jahren musste die Airline ihren Betrieb einstellen.

Wie viel wissen Sie über Germania?

Airbus A321 Neo von Primera Air: Die Fluggesellschaft hatte auch die Langstrecken-Version LR bestellt.

Diese Airlines überlebten 2018 nicht

Video

Embraer E195-E2 von Azul: Das Flugzeug hebt erst kurz vor dem Ende der Piste ab.
Eine Embraer E195-E2 von Azul hat in São-Paulo-Congonhas fast die gesamte Startbahn gebraucht. Es ist nicht der erste brenzlige Moment an dem Ort am Stadtflughafen.
Benjamin Recklies
Benjamin Recklies
Betankung einer Boeing 747 von Lufthansa: IN Frankfurt ist Kerosin knapp.
Der niedrige Wasserstand des Rheins wird zum Problem für Deutschlands größten Flughafen. Tankschiffe können nur noch eingeschränkt Kerosin liefern. Deshalb hat Lufthansa ihre Crews angewiesen, auf ausgewählten Strecken zusätzlichen Treibstoff nach Frankfurt mitzubringen.
Stefan Eiselin
Stefan Eiselin
Airbus U740 Valkyrie: Erstflug erfolgreich absolviert.
Sie startet ohne Landebahn, erreicht bis zu Mach 0,8 und kann bewaffnet werden: Die Airbus U740 Valkyrie hat ihren ersten Flug absolviert. Künftig soll das autonome Kampflugzeug gemeinsam mit Eurofightern operieren.
gerard al fil
Gérard Al-Fil