Gefiederte Passagiere: Die Falken brauchen einen eigenen Sitz.

Falken an BordWenn der Sitznachbar ein Vogel ist

Ungewöhnliche Mitpassagiere: Auf einem Flug aus den Golfstaaten reisten Dutzende Falken mit. Das ist an sich keine Seltenheit.

Top-Jobs

Hahnair

Kapitän C680A (all genders) mit Zusatzaufgaben

Düsseldorf
Feste Anstellung
Hahn Air Lines GmbH
Deutschland
Vollzeit
Top jobs
Hahnair

Deputy Continuing Airworthiness Manager (all genders)

Düsseldorf
Feste Anstellung
Hahn Air Lines GmbH
Deutschland
Vollzeit
Top jobs
Aero Bildungs Logo

Ausbilder / Technischer Trainer (m/w/d) für Fluggerätelektronik / Avionik / Cat B2 – Luftfahrttechnik

AERO-Bildungs GmbH
Oberpfaffenhofen
Feste Anstellung
Deutschland
Vollzeit
Top jobs

Nervige Mitreisende hat wohl jeder schon einmal erlebt. Doch die Passagiere auf diesem Flug mussten sich nicht mit einem komischen Vogel, sondern gleich mit Dutzenden Vögeln herumschlagen. Ein Bild, das derzeit auf Internetportal Reddit heiß diskutiert wird, zeigt die Kabine eines Langstreckenfliegers. Statt Menschen belegen Falken einen Großteil der Sitze.

«Ein Pilotenfreund von mir hat mir dieses Foto geschickt. Saudischer Prinz hat Tickets für 80 Adler gekauft», schreibt Nutzer lensoo. Auch wenn er die Vögel als Adler bezeichnet – es sind Falken. Weder die Fluggesellschaft noch die Echtheit des Fotos sind derzeit bestätigt. Bei Reddit witzeln die Nutzer bereits, dass es sich auch sicherlich nicht um einen saudischen Prinzen handle – immerhin müssten die armen Tiere in der Economy reisen.

Falken sind willkommen an Bord

Witz hin oder her: Dass Falken an Bord von Flügen in oder aus der Golfregion willkommen sind, stimmt. Fluglinien wie Emirates, Etihad und Qatar erlauben den Transport der Tiere an Bord. Sie müssen aber einen eigenen Sitz haben und Falkenhauben tragen (wie sie auch auf dem Foto zu sehen sind). Bei Qatar Airways sind allerdings höchstens sechs der Tiere in der Economy-Kabine erlaubt. Alle Airlines verlangen, dass die Tiere die «notwendigen Dokumente» besitzen.

Dokumente, das heißt: Einen Pass. Um illegalen Handel mit den Tieren zu verhindern, stellt das Umwelt- und Wasserministerium der Vereinigten Arabischen Emirate den Tieren Reisepässe aus. Allein zwischen 2002 und 2013 wurden fast 30.000 Reisepässe für Falken ausgestellt, heißt es in einem Bericht der Zeitung Gulf News.

Falknerei hat in den Vereinigten Arabischen Emiraten Tradition

Das Ganze begründet sich in arabischer Tradition. Der Falke ist in Golfstaaten ein beliebtes Haustier. Die Falknerei ist seit jeher ein beliebtes Hobby der Oberschicht. Und weil aus dieser Oberschicht gut zahlende Kunden kommen, erlauben nicht nur Golfairlines den Transport der gefiederten Begleiter.

Lufthansa Technik hat für den Transport der Tiere sogar eigens eine spezielle Transportstange entwickelt – in enger Zusammenarbeit mit Experten aus dem Nahen Osten, heißt es auf der Informationsseite. Bei Bedarf soll es laut Lufthansa noch weitere Ausstattung wie eine Futterstation oder einen Käfig dazu geben.

Mehr zum Thema

Turmfalke: Ein verletzes Exemplar fühhte in Hamburg zu einem Durchstart.

Turmfalke zwingt Airbus A320 Neo von Swiss zum Durchstarten

Jet von Kuwait Airways und Falke beim Transport: Einsatz gegen andere Vögel.

In Kuwait schützen 30 Falken die Flugzeuge

Wanderfalke: Zwei dieser Vögel sind bei Boeing zuhause.

Falken sorgen für Flugbetrieb im 737-Max-Werk

Video

Moment der Kollision: Zum Glück verletzte sich der Fahrer nur leicht.
Eine Boeing 767 von United Airlines berührte beim Anflug in Newark einen Lastwagen und einen Lichtmast. Flug UA169 landete dennoch sicher. Brisant: Weder Cockpit noch Flugsicherung registrieren die Kollision zunächst.
Laura Frommberg
Laura Frommberg
Rundflug zur Aero Friredrichshafen: Blick auf die Insel Mainau
Auf der Aero Friedrichshafen wurden die Flugzeuge ausgestellt und bewegten sich nicht – außer das von Alpen Air. Die kleine deutsche Airline hobab und zeigt, wie sich die Allgemeine Luftfahrt wirklich anfühlt. Ein kurzer Flug, der lange im Kopf bleibt.
Benjamin Recklies
Benjamin Recklies
TV-Bericht über den Zwischenfall: Drei Verletzte.
Flughafen Araxos
Die Taufe einer Boeing 737 Max von Tuifly wird jäh unterbrochen: Kurz vor Beginn der Zeremonie bricht eine Treppe am griechischen Flughafen Araxos zusammen. Mehrere Menschen stürzen, drei von ihnen müssen ins Krankenhaus.
Stefan Eiselin
Stefan Eiselin