Von links betrachtet sieht die belgische Flagge auf den Fliegern von Brussels Airlines ganz normal aus: Schwarz, Gelb, Rot.

Mit AbsichtWarum viele Flugzeuge mit verkehrter Flagge unterwegs sind

Wieso sind zahlreiche Nationalflaggen auf Fliegern links richtig und rechts spiegelverkehrt aufgemalt? Es steckt eine alte Luftfahrtregel dahinter.

Top-Jobs

LBV Logo

Sachbearbeiter:in Betriebssicherheit

Schönefeld (bei Berlin)
Feste Anstellung
Luftfahrtbehörde
Landesamt für Bauen und Verkehr
Deutschland
Vollzeit
Top jobs
Sparfell Logo

VIP Flight Attendant (f/m/d) (full time)

Feste Anstellung
Business Aviation
SPARFELL Luftfahrt GmbH
Österreich
Vollzeit
Top jobs
LBV Logo

Sachbearbeiter:in Luftaufsicht, Erlaubnisse

Schönefeld (bei Berlin)
Luftfahrtbehörde
Landesamt für Bauen und Verkehr
Deutschland
Vollzeit
Top jobs
LBV Logo

Sachbearbeiter:in örtliche Luftaufsicht (2 Stellen)

Feste Anstellung
Luftfahrtbehörde
Landesamt für Bauen und Verkehr
Deutschland
Vollzeit
Top jobs
Schönefeld (bei Berlin)

In Deutschland, Österreich, der Schweiz und Luxemburg ist es überhaupt kein Problem. Egal ob man die Nationalflagge von links oder rechts anschaut, sie sieht immer gleich aus. Doch in Ländern mit asymmetrischen Flaggen wie Frankreich, USA, Belgien oder Australien führt eine alte Luftfahrtregel zu Kuriosität: Auf der rechten Flugzeughälfte wird die Flagge jeweils verkehrt aufgemalt.

Es handelt sich um eine Luftfahrt-Konvention, die davon ausgeht, dass der Bug des Flugzeugs der Ort ist, wo der Fahnenmast angebracht würde. Weil eine tatsächliche Flagge aerodynamischer Unsinn wäre, malt man die Flagge so auf, wie die Fahne im Wind wehen würde.

Brussels, Sinpaore und auch Qantas

Weht dann die imaginäre Flagge im Flugwind, so erkennt ein Betrachtender von links die Landesflagge in der traditionellen Ausrichtung. Wer also ein Flugzeug wie gewohnt von links betritt, dem wird nichts Außergewöhnliches auffallen. Doch der Betrachtende von rechts sieht die Flagge spiegelverkehrt. Wäre die Flagge nämlich nicht verkehrt, könnte sonst der Eindruck entstehen, dass sich das Flugzeug rückwärts bewegt.

Weltweit lassen sich daher «falsch» bemalte Flugzeuge finden. Von der italienischen Luftwaffe über, American Airlines, Singapore Airlines bis hin zu Qantas. Air France zeigt die Trikolore nicht explizit. Die Farben sind allerdings auf dem Heck zu finden. Von links blau-weiß-rot und von rechts rot-weiß-blau. Auch die neue Lackierung von  Brussels Airlines zeigt: Die Regel wird weiterhin eingehalten.

«In gutem und sauberem Zustand»

Sogar die Air Force One trägt die amerikanische Flagge verkehrt. In den USA ist es - wie in anderen Ländern auch – gesetzlich festgelegt, wie die Fahne aufgemalt werden muss. «Das Sternfeld  muss nach vorne oder zur rechten Seite der Flagge gezeigt werden. Wenn die Flagge auf diese Weise getragen wird, vermittelt sie zur rechten Seite des Betrachters den Eindruck, dass die Flagge im Wind weht, wenn der Träger sich vorwärts bewegt», erklärt dazu die US Army in ihren Regeln, die auch für andere Fahrzeuge gelten.

Es gibt bezüglich Flaggen noch mehr Regeln. Laut der Verordnung des schweizerischen Bundesamtes für Zivilluftfahrt ist sowohl die Kennzeichnung HB als auch die Flagge der Schweizerischen Eidgenossenschaft für schweizerische Luftfahrzeuge Pflicht. Sie müsse «gut erkennbar angebracht» sein, sich von der Flugzeugfarbe unterscheiden und in «gutem und sauberem Zustand» sein.

Auch in Deutschland und Österreich sind Flaggen Pflicht

Auch in Deutschland und Österreich ist das Anbringen der Landesflagge an Flugzeugen Pflicht. Kürzlich fügte Lufthansa neben der deutschen Flagge  auch die europäische hinzu.

Mehr zum Thema

White, Blue and Black - the national colours of Estonia.

Air Baltic zeigt mit Speziallackierung Flagge

Boeing 787-9 von Etihad: Trägt eine Manchester-City-Lackierung.

Etihad zeigt Fußball-Flagge

So wollte Donald Trump, dass die Air Force One künftig aussieht.

Donald Trump stellt Bemalung der Air Force One vor

ticker-qantas

Qantas steigt bei Jetstar Japan aus

Video

Zwei der drei Löschfahrzeuge am Flughafen St. Helena: Weil alle Fahrzeuge defekt sind, darf der Flughafen kein Flüge mehr abfertigen.
Die Atlantikinsel St. Helena ist aktuell nicht mehr per Flugzeug erreichbar. Alle drei Fahrzeuge der Flughafenfeuerwehr sind defekt. Wann der Flugverkehr wieder starten kann, ist unklar.
Benjamin Recklies
Benjamin Recklies
Airbus A350 von Air France nach der Landung in Abidjan: Die Passagiere konnten das Flugzeug über Treppen verlassen.
Kleiner Fehler mit großer Wirkung: Ein Airbus A350 von Air France bog nach der Landung in Abidjan falsch ab und blieb stecken. Er musste aufwändig geborgen werden.
Benjamin Recklies
Benjamin Recklies
Tu-214 in einer Halle: S7 Airlines steht kurz vor der Bestellung von 100 Exemplaren.
Russlands Fluglinien brauchen dringend neue Flugzeuge. Die beiden größten des Landes, Aeroflot und S7 Airlines, reagieren nun mit Großbestellungen - sie wollen 190 Tupolev Tu-214 und Yakovlev MS-21 ordern.
Benjamin Recklies
Benjamin Recklies