Rückenlehne nicht verstellbarWarum Finnairs neuer Business-Class-Sitz ein echter Coup ist

Innovation aus dem hohen Norden: Beim neuen Sitz der finnischen Airline gibt es gegenüber bisherigen Produkten einen entscheidenden Unterschied.

Top-Jobs

bwlv

Fluggerätmechaniker (m/w/d)

BWLV-Motorflugschule Hahnweide
Vollzeit
Kirchheim/Teck
Top jobs
Deutschland
Feste Anstellung
Flugschule
Pilatus Logo

Team Leader Account Management

Pilatus Flugzeugwerke AG
Vollzeit
Top jobs
Schweiz
Feste Anstellung
Flugzeughersteller
Hahnair Logo

Compliance Monitoring Manager (all genders)

Hahn Air Lines GmbH
Vollzeit
Düsseldorf
Top jobs
Deutschland
Feste Anstellung
Luftfahrt
Etihad Job

Captain A320

Etihad Airways
Vollzeit
Abu Dhabi
Top jobs
United Arab Emirates
Feste Anstellung

Eine nicht verstellbare Rückenlehne? Das kennt man eigentlich aus der Economy Class auf kürzeren Strecken - und in erster Linie bei Billigairlines. Es verhindert, dass es Stress gibt, wenn die vor einem Sitzende Person plötzlich den Sitz zurück stellt und damit gleich auch noch den Tisch mit dem Getränk darauf.

Auf der Langstrecke ist eine nicht verstellbare Lehne eigentlich unvorstellbar. Erst recht in der Business Class. Doch Finnair hat genau das nun umgesetzt. Der neue Business-Class-Sitz im Airbus A350 der Fluggesellschaft hat eine Rückenlehne, die sich nicht verstellen lässt.

Weniger Mechanik, mehr Platz

Der Sitz ist gebaut wie ein Lounge-Sessel, auf den man sich ein verschiedenen Positionen fläzen kann. Und die Rückenlehne bleibt, wie sie ist. Dennoch kann man ihn in ein Bett verwandeln. Das geschieht, indem man zwei Polster hoch stellt. Diese verbinden dann die Sitzfläche mit einer weiterreichenden Fläche, sodass man sich ganz ausstrecken kann.

Weil es weniger Mechanik zu verbauen gibt, habe man mehr Platz geschaffen, heißt es von Finnair. «Durch den Verzicht auf komplizierte Sitzmechanismen und die Verwendung von gebogenen 3D-Schalen sind wir in der Lage, einen größeren, flexiblen Raum zu schaffen. So kann man sich freier bewegen und verschiedene Positionen einnehmen, die bei herkömmlichen Flugzeugsitzen nicht möglich sind», erklärt Finnairs Design-Experte David Kondo.

Sitz dürfte auch Geld sparen

Und einen weiteren Vorteil dürfte der Sitz auch haben: Weniger Mechanik bedeutet auch weniger Gewicht. Und das führt zu geringerem Treibstoffverbrauch und langfristig wohl auch weniger Reparaturkosten.

Das Sitzkonzept wurde ursprünglich von der Agentur Priestman Goode aus London entworfen. Der Sitz wurde vom Hersteller Collins Aerospace weiterentwickelt und von Finnair und dem Designpartner Tangerine individuell angepasst und fertiggestellt.

Sehen Sie im oben stehenden Video, wie sich der Sitz verstellen lässt.

Mehr zum Thema

Finnairs neuer Business-Sitz: Er soll sich nicht an Flugzeugsitzen, sondern an Loungemöbeln orientieren.

Finnair bringt Premium Economy und neue Business Class

Premium Economy von Austrian Airlines: Gefragte Reiseklasse.

Austrian Airlines schrumpft Business und Economy

Neuer Swiss-Sitz: Mitte Mai in allen Boeing 777.

Swiss beginnt mit Einbau der Premium-Economy-Sitze

Der Premium-Business SItz von Eurowings: Wird noch breiter eingesetzt.

Eurowings: Der Businesssitz ist tot - lang lebe der Businesssitz!

Video

Ex-Swissair-Sprecher Urs Peter Naef: «»
Als die Nachricht vom Absturz vor Halifax eintraf, war das Krisenhandbuch der Swissair-Kommunikationsabteilung noch nicht fertig. Medienverantwortlicher Urs Peter Naef musste improvisieren - und zugleich die Angehörigen vor aufdringlichen Medien schützen. Seine wichtigste Lehre aus der Katastrophe: «Steh zu dem, was passiert ist, und zeig Flagge.»
Christopher Scheffelmeier
Christopher Scheffelmeier
Kälin
Mit der Rückkehr der Angehörigen aus Kanada war die Arbeit für die Swissair längst nicht beendet. Persönliche Gegenstände mussten zurückgegeben, Gedenkveranstaltungen organisiert und Familien weiter begleitet werden. Der Ehemalige Finanzchef Walter Kälin blickt auf die Herausforderungen zurück – und erklärt, wie die Erfahrungen von damals die heutige Krisenbetreuung prägen
Christopher Scheffelmeier
Christopher Scheffelmeier
Ex-Swissair-Personalchef Matthias Mölleney zum Unglück von Flug SR1111: «...»
Als Flug SR111 von Swissair vor Halifax abstürzte, war Matthias Mölleney erst seit 95 Tagen Personalchef der Airline. Plötzlich musste er die Angehörigen und Mitarbeitenden betreuen und zugleich den Flugbetrieb aufrechterhalten. Fast drei Jahrzehnte später erinnert er sich an die schwersten Tage seiner Karriere – und an die Lehren für das spätere Grounding.
Christopher Scheffelmeier
Christopher Scheffelmeier