WissenWarum drehen sich Propeller in Videos manchmal rückwärts?

Auf Videoaufnahmen scheinen sich Propeller manchmal plötzlich rückwärts zu drehen. Das hat mit dem Zusammenspiel von Kamera und gefilmtem Objekt zu tun.

Top-Jobs

bwlv

Fluggerätmechaniker (m/w/d)

BWLV-Motorflugschule Hahnweide
Vollzeit
Kirchheim/Teck
Top jobs
Deutschland
Feste Anstellung
Flugschule
Pilatus Logo

Team Leader Account Management

Pilatus Flugzeugwerke AG
Vollzeit
Top jobs
Schweiz
Feste Anstellung
Flugzeughersteller
Hahnair Logo

Compliance Monitoring Manager (all genders)

Hahn Air Lines GmbH
Vollzeit
Düsseldorf
Top jobs
Deutschland
Feste Anstellung
Luftfahrt
Etihad Job

Captain A320

Etihad Airways
Vollzeit
Abu Dhabi
Top jobs
United Arab Emirates
Feste Anstellung

Luftfahrtvideos sind für jeden Flugzeugfan unverzichtbar, und sie helfen gerade jetzt zumindest ein bisschen, das Flugweh zu mildern. Was Mount-Everest-Besteiger am Himalaya-Airport in Lukla erleben oder Passagiere des allerletzten Starts in Berlin-Tegel: All das zeigen heute etliche Videoplattformen jederzeit.

Gelegentlich lässt sich dabei etwas Merkwürdiges beobachten. Bei Propellerflugzeugen scheinen sich manchmal die Blätter plötzlich rückwärts zu drehen oder gar still zu stehen. Auswirkungen auf das Flugzeug hat dies dabei nicht. Wie kommt es dazu?

Wie Daumenkino

Hinter diesem Effekt steckt eine optische Illusion. Nehmen Kameras etwas auf, machen sie einfach gesagt viele schnelle Fotoaufnahmen. Etwa wie in einem Daumenkino werden diese im Video nacheinander gezeigt: Verändert sich die Position eines Objekts von Bild zu Bild, entsteht eine Bewegung.

Flugzeugpropeller können diese Wiedergabe durch ihre relativ hohen Drehzahlen verzerren. So kann bei einem Folgebild der Propeller so schnell rotiert sein, dass er wieder kurz vor der Stelle ist, wo er zuvor abgelichtet wurde. Etwa wie ein zu schnell laufender Sekundenzeiger, der bei Sekunde 1 war, im Folgebild bei Sekunde 0, dann bei Sekunde 59 und so weiter: Es entsteht trotz normaler Abspielgeschwindigkeit der Eindruck, die Uhr läuft rückwärts.

Vermeintlicher Stillstand

Bei Propellern verstärkt dieser Effekt, dass sie sich nicht alleine drehen. Auch kann die Umdrehungszahl der Propeller synchron zur Aufnahmerate der Kamera werden. Wird ein neues Bild geschossen, sind die Propellerblätter wieder in derselben Ausrichtung wie zuvor. Bekannt wurde dazu eine Aufnahme eines Hubschraubers, dessen Rotoren sich beim Start nicht zu drehen scheinen.

Das Zusammenspiel zwischen Propellern und Aufnahmerate von Kameras kann auch weitere merkwürdige Blüten treiben. Auf Smartphones entsteht oftmals der Eindruck, dass die Blätter bananenförmig von der Nabe wegfliegen und sich wieder auflösen. Dahinter steckt ebenfalls eine Asynchronität, die hier besonders komplex ist.

Im oben stehenden Video sehen sie ein Beispiel der optischen Täuschung der sich vermeintlich rückwärts bewegenden Propeller.

Mehr zum Thema

Triebwerksaufhängung eines Airbus A380: Die Verbindung muss Gewicht und Schub standhalten können.

Das unscheinbare Bauteil, das eine Mammutarbeit leistet

Prototyp der HY4: Strom für Elektromotoren aus Wasserstoff.

Taugt Wasserstoff als Revolutionär der Luftfahrt?

«Blended Winglets» an einer Boeing 737-800. Boeing führte diese Bauform Ende der 1990er-Jahre mit der NG-Baureihe ein.

Alles, was Sie über Winglets wissen sollten

Airbus' Smart Surveillance System: Das System erkennt Kopf- und Körperhaltung des Passagiers ebenso wie den Abstand zum Vordersitz.

Wie Airbus mit klugen Kameras die Passagiere überwacht

Video

Ex-Swissair-Sprecher Urs Peter Naef: «»
Als die Nachricht vom Absturz vor Halifax eintraf, war das Krisenhandbuch der Swissair-Kommunikationsabteilung noch nicht fertig. Medienverantwortlicher Urs Peter Naef musste improvisieren – und zugleich die Angehörigen vor aufdringlichen Medien schützen. Seine wichtigste Lehre aus der Katastrophe: «Steh zu dem, was passiert ist, und zeig Flagge.»
Christopher Scheffelmeier
Christopher Scheffelmeier
Kälin
Mit der Rückkehr der Angehörigen aus Kanada war die Arbeit für die Swissair längst nicht beendet. Persönliche Gegenstände mussten zurückgegeben, Gedenkveranstaltungen organisiert und Familien weiter begleitet werden. Der Ehemalige Finanzchef Walter Kälin blickt auf die Herausforderungen zurück – und erklärt, wie die Erfahrungen von damals die heutige Krisenbetreuung prägen
Christopher Scheffelmeier
Christopher Scheffelmeier
Ex-Swissair-Personalchef Matthias Mölleney zum Unglück von Flug SR1111: «...»
Als Flug SR111 von Swissair vor Halifax abstürzte, war Matthias Mölleney erst seit 95 Tagen Personalchef der Airline. Plötzlich musste er die Angehörigen und Mitarbeitenden betreuen und zugleich den Flugbetrieb aufrechterhalten. Fast drei Jahrzehnte später erinnert er sich an die schwersten Tage seiner Karriere – und an die Lehren für das spätere Grounding.
Christopher Scheffelmeier
Christopher Scheffelmeier