<span style="font-weight: 400;">Nachdem der deutsche Ableger der russischen Volga-Dnepr Group bereits im Mai Insolvenz anmelden musste, ereilte<a href="https://www.aerotelegraph.com/auch-britische-cargologic-air-ist-insolvent"> Ende November die britische Cargologic UK</a> dasselbe Schicksal. Die Airline wurde für zahlungsunfähig erklärt und liquidiert. Auch hier waren die Sanktionen gegen Russland Grund für das Ende der Frachtairline.</span>

Cargologic GermanyVolga-Dnepr gründet neue deutsche Airline

In Deutschland gibt es bald eine Frachtairline mehr. Mit dem Start von Cargologic Germany in Leipzig reagiert die Volga-Dnepr-Gruppe auf den Brexit.

Top-Jobs

Pilatus Logo

Lizenzierter Luftfahrzeugmechaniker (a)

Pilatus Flugzeugwerke AG
Vollzeit
Top jobs
Schweiz
Feste Anstellung
Flugzeughersteller
Pilatus Logo

Luftfahrzeugmechaniker Flugbetrieb (a)

Pilatus Flugzeugwerke AG
Vollzeit
Top jobs
Schweiz
Feste Anstellung
Flugzeughersteller
Pilatus Logo

Teamleiter Montage & Support (a)

Pilatus Flugzeugwerke AG
Vollzeit
Top jobs
Schweiz
Feste Anstellung
Flugzeughersteller
Pilatus Logo

Leiter Zerspanung Kleinteile / Stv. Abteilungsleiter (a)

Pilatus Flugzeugwerke AG
Vollzeit
Top jobs
Schweiz
Feste Anstellung
Flugzeughersteller

Mit Cargologic Germany geht Ende 2019 in Leipzig eine weitere Frachtairline an den Start. Es handelt sich um eine neue Tochter der russischen Volga-Dnepr-Gruppe. Der Frachtgigant besitzt mit Cargologic bereits in London Stansted eine Fluglinie mit gleichem Namen. Mit der Gründung des deutschen Ablegers will er sich nun für den Fall eines harten Brexits wappnen. Dank deutscher Betriebsgenehmigung kann Cargologic Germany nämlich unionsweit starten und landen.

Volga-Dnepr beauftragte mit Ulrich Olgiermann einen erfahren Projektleiter. Der deutsche Manager stand bereits in Diensten von Lufthansa-Cargo und Cargolux und leitete bis 2017 bei Qatar Airways das Frachtgeschehen. Im Gespräch mit dem Fachportal Cargoforwarder betonte er, das Cargologic Germany trotz der russischen Gruppe im Rücken ein selbstständiges Unternehmen sei. In der Frage darüber, wer die Anteilseigner der Airline sind, hielt sich der Manager bedeckt.

Start mit Umbaufrachter

Die Vorbereitungen für den Start laufen. Das Start-Up ist zur Zeit damit beschäftigt, mit den Behörden alle Notwendigkeiten abzuklären und pünktlich zum Start ein Luftverkehrsbetreiberzeugnis (Englisch: AOC oder Airline Operation Certificate) zu besitzen, erklärt Olgiermann. Auch Piloten werden bereits gesucht.

Im Gegensatz zum Namensvetter aus London wird Cargologic Germany nicht mit Boeing 747 F abheben, sondern mit geleasten Boeing 737-400 an den Start gehen. Im Dezember 2019 wird das erste Exemplar den Dienst antreten. Danach sollen zwei weitere Umbaufrachter dazu stoßen. Laut Geschäftsplan soll die Flotte bis zu neun Frachter zählen.

Gemeinsame Sache mit Lufthansa?

Cargologic Germanys Zukunftspläne beschränken sich jedoch nicht nur auf eine ausgebaute Flotte. Olgiermann denkt bereits laut über eine Kooperation mit Lufthansa Cargo nach. Dort reagiert man aber kühl. Derzeit seien keine Anfragen für Gespräche in diese Richtung bekannt,  so eine Pressesprecherin von Lufthansa Cargo zu aeroTELEGRAPH. «Wir sind zudem mit Aerologic, unserem Joint-Venture mit DHL, bereits gut in Leipzig aufgestellt.»

Mit Leipzig entschied sich die neue Fluggesellschaft für ein klassisches Cargo-Drehkreuz als Standort. «In Gesprächen zeigte sich der Flughafen Leipzig sehr frachtorientiert» sagte Olgiermann zu Cargoforwarder. Auch das nicht vorhandene Nachtflugverbot, welches den typischen bei Nacht stattfindenden Betrieb von Frachtairlines stören würde, sowie eine gute Infrastruktur sprachen für den sächsischen Standort, Er hat sich in der engeren Auswahl gegen Frankfurt und Amsterdam durchgesetzt.

Onlinehandel als Fokus

Welche Ziele von Leipzig aus angesteuert werden sollen, ist bisher noch unklar. Da die neue Airline ihr Hauptaugenmerk größtenteils auf den boomenden Onlinehandel legen wird steht aber jetzt bereit fest, dass sich im Streckenplan größtenteils Flughäfen wiederfinden werden, die im E-Commerce zu den Hauptknotenpunkten zählen werden - Asien gehört sicherlich dazu.

Mehr zum Thema

ticker-leipzig-lej

Das ist der Sommerflugplan am Flughafen Leipzig/Halle

Boeing 777 F von Aerologic: Solch ein Flugzeug konnte nun Bahrain verlassen.

Auch zwei deutsche Airlines retten Flugzeuge aus Bahrain

Die TF-SIF am Flughafen Leipzig/Halle: Ein rarer Anblick.

Seltene De Havilland Canada Dash 8 zeigt sich in Leipzig/Halle

Die UR-82007 und die UR-82072 (links) am Flughafen Leipzig/Halle: zwei der An-124 von Antonov Airlines.

Zu Besuch bei den An-124-Riesenfrachtern von Antonov Airlines

Video

airbus a319 xizang airlines tibet airlines
Auf einem frisch lackierten Airbus A319 von Tibet Airlines ist der Name Xizang Airlines zu lesen. Es könnte der erste Schritt einer größeren Umbenennung sein, die auch einen politischen Hintergrund haben könnte.
Timo Nowack
Timo Nowack
Airbus A380 von Lufthansa: Die D-AIMH wird noch bis Anfang Juni in. Dresden umgebaut.
Noch hängen Kabel aus der Kabine und manche Fußablagen fehlen. Doch der Umbau der Airbus A380 von Lufthansa bei EFW in Dresden zeigt bereits, wie die modernisierte Business Class aussehen wird. Der Zeitplan ist straff – und die Logistik kompliziert.
Benjamin Recklies
Benjamin Recklies
Der Moment vor dem Absturz: Die Cessna kollidiert mit dem Gleitschirm.
Eine Paragliderin überlebt mit Glück den Zusammenstoß mit einer Cessna. Der Unfall wirft Fragen auf: Wer muss wem ausweichen? Und warum sehen sich Motorpiloten und Gleitschirmpiloten im selben Luftraum oft erst im letzten Moment?
Benjamin Recklies
Benjamin Recklies