British-Flieger: Bald vermehrt in Ghana?

British schnappt Virgins Flüge

Die beiden Fluggesellschaften sind in Großbritannien erbitterte Konkurrenten. In Afrika will die eine nun vom Rückzug der anderen profitieren.

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Im September soll es vorbei sein. Virgin Atlantic zieht sich dann aus Ghana zurück. Die hohen Treibstoffpreise im Land hätten dazu geführt, dass sich die Flüge zwischen Accra und London Heathrow nicht mehr rechneten, erklärte Virgin-Marketingchef Edmond Rose. Man habe wegen der Rohstoffknappheit im Lande sogar Kerosin von Großbritannien nach Ghana schiffen müssen. Das lohne sich einfach nicht mehr. Da diese zusätzlichen Kosten die anderen transatlantischen Operationen beeinflussen würden, müsse man diese schwierige Entscheidung treffen, so Rode laut dem Nachrichtenportal Vibeghana.

Eine Chance sieht darin Konkurrentin British Airways. Im Heimatmarkt Großbritannien griff Virgin Atlantic gerade erst an. Die Langstrecken-Fluggesellschaft bietet neu auch Inlandsflüge an und rückt damit British immer weiter auf die Pelle. Die Traditionsairline wiederum hofft nun, die frei werdenden Kapazitäten von Virgin Atlantic in Ghana abgreifen zu können, wie Manager James Woolridge von British Airways laut dem ghanaischen Nachrichtenportal Myjoyonline erklärte.

Keine teureren Tickets

«Wir sind recht schockiert und überrascht von Virgins Rückzug aus Ghana», so Woolridge. «Sicherlich sind viele Einwohner nervös, weil es nun nur noch einen Anbieter gibt, der direkt von Accra nach London fliegt.» Doch man sei dabei, die eigenen Kapazitäten zu erhöhen. Das könne entweder über zusätzliche Flüge oder auch über größere Flugzeuge erreicht werden.

In Ghana hat man nun Angst, dass British die Marktmacht ausnutzt und höhere Preise setzt. Doch das sei keine Option, so Woolridge. «Die Preise bleiben wettbewerbsfähig.»

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