Notlandung des Airbus A320Warum die Piloten von Ural Airlines genau dieses Feld wählten

Die Notladung eines Airbus A320 in einem Weizenfeld sorgte weltweit für Schlagzeilen. Jetzt ist klar, warum die Piloten von Ural Airlines genau diesen Ort wählten.

Top-Jobs

Pilatus Logo

Head of Mechanical Final Assembly PC-12 (a)

Pilatus Flugzeugwerke AG
Vollzeit
Top jobs
Schweiz
Feste Anstellung
Flugzeughersteller
Pilatus Logo

Lizenzierter Luftfahrzeugmechaniker Experimental Shop (a)

Pilatus Flugzeugwerke AG
Vollzeit
Top jobs
Schweiz
Feste Anstellung
Flugzeughersteller
ticker-dfs-deutsche-flugsicherung

Fluglotse (w/m/d)

Deutsche Flugsicherung DFS
Studium
Langen b. Frankfurt
Top jobs
Deutschland
.

Event Manager (m/f, 100%)

Vollzeit
IRF Reputation AG
Basel
Top jobs
Schweiz
Feste Anstellung
Luftfahrt

Moskovka ist alles andere als ein lebhafter Ort. Die Bevölkerung sinkt kontinuierlich - auch wenn es seit ein paar Jahren einen Gesundheitsposten und eine Schule gibt. 97 Menschen leben heute noch im kleinen Dorf rund 200 Kilometer nordwestlich von Novosibirsk.

Jetzt geht Moskovka in die Geschichtsbücher ein. Denn ein Weizenfeld beim Dorf wählten am Dienstagmorgen (12. September) die Piloten des Airbus A320 von Ural Airlines für ihre Notlandung aus. Die Wahl fiel nicht von ungefähr genau auf diesen Ort, wie erste Drohnenaufnahmen des Feldes zeigen.

Fast wie eine richtige Landebahn

Denn das Feld bei Moskovka ist gigantisch. Es ist rund sechs Kilometer lang und zwischen 100 und 150 Meter breit. Allerdings steht in der Mitte eine Baumansammlung, dadurch wird es faktisch in zwei Teile geteilt. Aber von oben sieht es schon fast wie eine richtige Landebahn aus und ist von weither erkennbar.

Auffallend ist, dass die Spur – zumindest sichtbare Spur – des A320 mit dem Kennzeichen RA-73805 relativ kurz ist. Sie zieht sich nur knapp einen Kilometer durch das Feld dahin. Die Piloten von Ural Airlines mussten notlanden, nachdem das Kerosin schneller als gedacht zur Neige ging.

Höherer Kerosinverbrauch als üblich

Eigentlich sollte die Crew von Flug U6-1383 in Omsk landen. Doch wegen hydraulischen Problemen entschied sie sich, nach Novosibirsk auszuweichen, wo eine deutlich längere Piste zur Verfügung steht. Zudem gab es in Omsk an jenem Morgen auch Scherwinde.

Weil Klappen und Fahrwerk ausgefahren waren, Gegenwind herrschte und sie auf geringer Höhe fliegen mussten, verbrauchte sie auf dem Weg dorthin aber deutlich mehr Treibstoff als üblich.

Mehr zum Thema

So erklärt Ural Airlines die Notlandung des Airbus A320 im Weizenfeld

So erklärt Ural Airlines die Notlandung des Airbus A320 im Weizenfeld

Die Crew von Ural Airlines nach der Notlandung.

Airbus A320 von Ural Airlines muss in Weizenfeld notlanden

Airbus A321 von Ural Airlines, Kapitän Damir Yusupov (links) und Kopilot Georgy Murzin.

«Wir hatten ab dann sehr wenig Zeit»

Video

airbus a340 600 lufthansa abschied duesseldorf
Der erste von vier Airbus A340-600 von Lufthansa hat Düsseldorf wieder verlassen. Der lange Vierstrahler winkte zum Abschied.
Timo Nowack
Timo Nowack
Airbus A350 von Finnair in Melbourne: Der Weihnachtsmann fliegt selbstverständlich mit der finnischen Nationalairline nach Australien.
15.200 Kilometer, ein Zwischenstopp in Bangkok und ein neuer Kontinent im Streckennetz: Finnair hat ihre erste Australien-Verbindung eröffnet. Weshalb die Wahl auf Melbourne fiel, warum auch Fracht eine wichtige Rolle spielt und weshalb selbst der Iran-Krieg die Airline nicht von ihren Plänen abbrachte.
Stefan Eiselin
Stefan Eiselin
6767 bitte? Der Wunsch wurde dem Piloten erfüllt.
Ein Privatpilot in den USA wollte beim Funken offenbar ein bisschen Spaß haben. Also fragte er die Flugsicherung nach einem ganz bestimmten Transpondercode: 6767. Der Fluglotse verstand die Anspielung auf das Internet-Meme Six Seven und musste lachen.
Laura Frommberg
Laura Frommberg