OrlandoSchon wieder Beinahekollision in den USA

Erneut wären in den USA fast ein startendes mit einem die Piste kreuzenden Flugzeug kollidiert. Der Vorfall erinnert an einen Swiss-Flug im April.

Top-Jobs

DERTOUR Logo

Virtuelle Reisebetreuung (m/w/d)

Reiseveranstalter
DERTOUR Destination Services AG
Home Office
Vollzeit
Top jobs
Sparfell Logo

CAMO Engineer f/m/d (full time) in Vienna (Austria)

Vienna
Feste Anstellung
Business Aviation
SPARFELL Luftfahrt GmbH
Österreich
Vollzeit
Top jobs
DERTOUR Logo

Reiseleiter (m/w/d)

Reiseveranstalter
DERTOUR Destination Services AG
Griechenland
Spanien
Portugal
Top jobs
logo aerotelegraph rund

Journalist:in Militärluftfahrt und Verteidigung

Medien
aeroTELEGRAPH
Top jobs
Home Office

Es ist noch nicht lange her, dass eine aufmerksame Cockpit-Crew von Swiss am New Yorker Flughafen JFK eine Katastrophe verhinderte. Der Airbus A330 mit dem Kennzeichen HB-JHD war am 17. April auf dem Weg nach Zürich. Flug LX 17 hatte gerade die Startfreigabe erhalten, beschleunigte und brach den Start ab, als die Piloten bemerkten, dass ein anderes Flugzeug ihre Piste kreuzte.

Tatsächlich hatten die Lotsen am New Yorker Flughafen gleichzeitig vier anderen Flugzeugen die Erlaubnis gegeben, die Piste 4L zu kreuzen. Nun hat es einen identischen Vorfall am Flughafen Orlando gegeben. Wieder gab der Towerlotse die Startfreigabe und erlaubte gleichzeitig einem anderen Flugzeug die Piste zu kreuzen.

Freigabe zum Kreuzen

Ereignet hat sich der Vorfall am 6. Mai am Orlando International Airport. Flug AA2473 von American Airlines nach Denver erhielt die Startfreigabe für die Piste 18L. Der Airbus A321-200 mit der Kennung N901AA setzte sich in Bewegung. 70 Sekunden nach der Startfreigabe gab der Kontrollturm einem Airbus A320 Neo von Frontier Airlines die Freigabe, Landebahn 18L zu kreuzen.

Die Piloten der American-Airlines-Maschine bemerkten den kreuzenden Airbus auf ihrer Piste und brachen den Start bei einer Geschwindigkeit von 60 Knoten beziehungsweise 111 Kilometer pro Stunde ab. Erst kurze Zeit später wurde dem Towerlotsen der Fehler bewusst und wies die Piloten an, den Start abzubrechen.

Zu wenig Fluglotsen

Dem nun veröffentlichten Funkverkehr zwischen den Piloten von Flug AA2473 und dem Kontrollturm ist zu entnehmen, dass die Piloten den Lotsen informierten, den Start abgebrochen zu haben, weil jemand die Piste kreuzte. Dann hört man einige Sekunden nichts, bis der Tower den American-Flug anweist, auf Rollweg J die Piste zu verlassen. Der Lotse entschuldigte sich nicht und gibt auch nicht zu, was passiert war.

In den USA kommt es immer häufiger zu Beinahe-Kollisionen.  Allein von August 2022 bis August 2023 wurden etwa 300 Vorfälle freiwillig gemeldet. Ein großes Problem ist der Personalmangel an Lotsinnen- und Lotsen bei gleichzeitig immer weiter steigendem Flugverkehr. Viele müssen mehr arbeiten, dadurch nehmen Müdigkeit und Überarbeitung zu.

Mehr zum Thema

Swiss-Crew verhindert Kollision in New York JFK

Swiss-Crew verhindert Kollision in New York JFK

Boeing 737 Max von Southwest und Embraer E190 von Jetblue entgehen Kollision

Boeing 737 Max von Southwest und Embraer E190 von Jetblue entgehen Kollision

Embraer E190 von Jetblue in Boston: Heikler Zwischenfall.

Sieben Mal war es in den USA knapp - alleine seit Anfang des Jahres

ticker-air-force-one

Air Force One: Neue Präsidentenjets verzögern sich weiter - nun bis 2028

Video

Das Doomsday Plane bei der Landung in Los Angeles. Rarer Vogel.
In Los Angeles tauchte erstmals seit Langem wieder eine Boeing E-4B öffentlich auf. Während der Ersatz für die Weltuntergangsflugzeuge der USA bereits entsteht, absolvierte der alternde fliegende Kommandoposten einen ungewöhnlichen Rundflug über das Land.
Stefan Eiselin
Stefan Eiselin
alaska airlines
Die amerikanische Fluggesellschaft ist Boeing-Kundin durch und durch. Das zeigte sie bisher auch auf jedem ihrer Flugzeuge - mit der Aufschrift Proudly All Boeing. Nun hat Alaska Airlines ihren Slogan angepasst.
Benjamin Recklies
Benjamin Recklies
alaska airlines 1282 ntsb boeing 737 max 9
Obwohl im Flug ein Loch im Rumpf einer Boeing 737 Max 9 von Alaska Airlines klaffte, landete die Crew das Flugzeug im Januar 2024 sicher. Jetzt klagt der Kapitän gegen den Flugzeughersteller.
Timo Nowack
Timo Nowack