Saab 340A von Sol Líneas Aéreas und Ausriss aus dem Protokoll: Tragischer Unfall.

Der verzweifelte Dialog der Piloten

Die Crew des Flugs 4528 der Fluglinie Sol versuchte die Saab 340 bis zum Ende zu retten, wie nun veröffentlichte Protokolle zeigen.

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Luftfahrt

Flug 4528 verließ den Flughafen der zentralargentinischen Stadt Neuquén am 18. Mai, ohne dass es Vorzeichen für irgendwelche Probleme gab. Ziel der Maschine der Regionalfluglinie Sol Lineas Aereas warComodoro Rivadavia. Doch um 20:52 begannen die Schwierigkeiten. Am Flugzeug begann sich Eis zu bilden, wie der erste Zwischenbericht der der argentinischen Flugaufsichtsbehörde Junta de Investigación de Accidentes de la Aviación Civil zeigt. «Wir hätten heute da bleiben sollen, Juan», sagte der erste Pilot zu seinem Kollegen und fuhr fort: «Das könnte das Flugzeug zerstören».

Die Maschine von Sol war eine Saab 340A mit der Registrierung LV-CEJ, die bereits 26 Jahre alt war. Das Wetter war während des Fluges schlecht. Es war kalt. Zunehmend bekundeten die Piloten Mühe, das Flugzeug zu kontrollieren. «Es ist wie wenn sich überall Eis bilden würde» meinte Pilot Nummer eins um 21:12 Uhr. Und sein Kollege ergänzte um 21:14 Uhr: «Schau nur die Beule, die sich hier formte. Das kann ich nicht glauben.»

«Das ist wunderschön»

Zwischenzeitlich hatten sich die Verhältnisse beruhigt. Dann aber gab es erneut Probleme. «Warum meinst du, fällt diese Maschine derart ab», sagte der erste Pilot und fuhr fort: «Sie ist einfach nicht für diese Strecke gemacht». Die beiden sprechen darüber, dass die Fluggesellschaft besser eine Dash gekauft hätte. Dann um 20:15 Uhr sagt der eine: «Eiszapfen!». Und der zweite antwortet: «Das ist wunderschön». Um 20:17 Uhr bemerkte der eine Pilot dann aber: «Die Geschwindigkeit fällt wieder ab». «Der Propeller beginnt zu vereisen. Stell ihn auf's Maximum».

Acht Sekunden später wird die Stimmung im Cockpit immer hektischer. «Ahhhh, der verdammte Hurensohn». Nochmals drei Sekunden danach: «Was passiert hier, Scheiße?». Sein Kollege schreit: «Komm, sei kein Hurensohn». Und der andere: «Zieh rauf!». Um 21:17:49 Uhr schreit der erste: «Komm, komm. Wir werden sie retten, komm, komm». Um 21:18 Uhr sagt der Pilot nochmals: «Ruhig, wir retten sie». Und um 21:18:04 Uhr endet die Aufzeichnung mit dem Wort: «Hurensohn!» Die 19 Passagiere an Bord und die drei Besatzungsmitglieder starben alle, als die Maschine am Boden zerschellte. (aeroTELEGRAPH berichtete).

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