Bild aus der Zeitung Panorama: Risse im Rumpf.

Jedes dritte Flugzeug mit Defekt

Die Debatte um die Sicherheit venezolanischer Fluglinien verschärft sich. Neue Zahlen zur Flotte zeigen ein erschreckendes Bild.

Top-Jobs

Pilatus Logo

Lizenzierter Luftfahrzeugmechaniker (a)

Pilatus Flugzeugwerke AG
Vollzeit
Top jobs
Schweiz
Feste Anstellung
Flugzeughersteller
Pilatus Logo

Luftfahrzeugmechaniker Flugbetrieb (a)

Pilatus Flugzeugwerke AG
Vollzeit
Top jobs
Schweiz
Feste Anstellung
Flugzeughersteller
Pilatus Logo

Teamleiter Montage & Support (a)

Pilatus Flugzeugwerke AG
Vollzeit
Top jobs
Schweiz
Feste Anstellung
Flugzeughersteller
Pilatus Logo

Leiter Zerspanung Kleinteile / Stv. Abteilungsleiter (a)

Pilatus Flugzeugwerke AG
Vollzeit
Top jobs
Schweiz
Feste Anstellung
Flugzeughersteller

Es sind erschreckende Fakten, welche Experten zusammen mit Reportern der venezolanischen Zeitung Panorama zusammengetragen haben. «Die Fluglinien wissen, dass ihre Flugzeuge, die täglich acht Stunden in der Luft sind, diese Mängel haben» so ein Luftfahrtprofi gegenüber dem Blatt. Und das könne zu Katastrophen führen. Mit den Mängeln meint er fahrlässige Reparaturen am Rumpf der Flugzeuge, die teilweise über 30 Jahre alt sind. Über die Jahre hätten es an den Jets zahlreiche kleinere Nachbesserungen vorgenommen werden müssen. Die seien indes nicht nach den Vorschriften gemacht worden. Und das könne nun zu strukturellen Brüchen führen und die Stabilität der Maschinen gefährden.

Die rund dreißig Flugzeuge der venezolanischen Airlines seien die ältesten in ganz Lateinamerika, so das Blatt weiter. Für Reparaturen gebe es von Seiten der Hersteller eigentlich ganz klare Vorgehensweisen. Der Reporter machte mit einem Experten einen Rundgang auf dem Flughafen La Chinita International in Maracaibo. An fünf von sechzehn Jets - oder fast jeder dritte - erkannte er von bloßem Auge, dass Bruchstellen mangelhaft repariert worden waren. Die Zeitung zeigte denn auch gleich mehrere Aufnahmen von Flugzeugen mit sichtbaren Mängeln. «Der Rumpf sollte glatt sein» so der Profi. Metallische Verstärkungen dürfe man keine erkennen. «Die Jets haben Mängel und die Piloten wissen das», so sein Fazit. Dennoch flögen sie mit den Maschinen. Doch hinter vorgehaltener Hand - so das Blatt - gäben die Piloten zu, dass man sich nicht an die Vorschriften hält.

Pannenjahr 2011

Dies könnte auch der Grund dafür sein, dass es in Venezuela kürzlich gleich zu vier Notlandungen innerhalb einer Woche gekommen war (aeroTELEGRAPH berichtete). Im laufenden jahr kam es in Venezuela bereits zu 48 Vorfällen, wie Transportminister Francisco Garcés kürzlich erklärte. 22 davon geschahen bei der Landung.

Video

Das Heck ragt in den Himmel.
Eine Boeing 787 fiel am Gate in Frankfurt auf die Nase. Am Vortag soll es eine Fehlermeldung und einen Technikauftrag für den Dreamliner on Lufthansa gegeben haben.
Timo Nowack
Timo Nowack
guayaquil airbus a350 iberia
Es sollte ein freudiger Moment werden, aber endete mit einem Flugzeug, das nicht mehr abheben konnte. Am Flughafen Guayaquil in Ecuador ist ein Airbus A350 von Iberia beim Wassersalut mit einem Feuerwehrfahrzeug kollidiert.
Timo Nowack
Timo Nowack
Die D-ABPQ liegt auf der Nase: Die Boeing 787-9 sollte nach Los Angeles fliegen.
Zwischenfall am Flughafen Frankfurt: Das Bugfahrwerk einer Boeing 787 von Lufthansa knickte am Gate ein. Der Dreamliner wurde dabei erheblich beschädigt. Es gab auch mehrere Verletzte unter Crew und Bodenmitarbeitenden.
Stefan Eiselin
Stefan Eiselin