Flieger von Pluna: Momentan in Staatshand.

Plunas Zukunft an seidenem Faden

Uruguays Nationalairline hat massive Finanzprobleme. Nun droht auch noch ein zweiter wichtiger Investor auszusteigen.

Top-Jobs

Weeze

Verkehrsleiter vom Dienst (w/m/x)

Flughafen Niederrhein GmbH
Weeze
Feste Anstellung
Deutschland
Vollzeit
Top jobs
DERTOUR Logo

Virtuelle Reisebetreuung (m/w/d)

Reiseveranstalter
DERTOUR Destination Services AG
Home Office
Vollzeit
Top jobs
Sparfell Logo

CAMO Engineer f/m/d (full time) in Vienna (Austria)

Vienna
Feste Anstellung
Business Aviation
SPARFELL Luftfahrt GmbH
Österreich
Vollzeit
Top jobs
DERTOUR Logo

Reiseleiter (m/w/d)

Reiseveranstalter
DERTOUR Destination Services AG
Griechenland
Spanien
Portugal
Top jobs

Chorus Aviation will nichts versprechen. «Wir müssen abwarten, wie alles ausgeht», sagte eine Sprecherin Manon Stuart der kanadischen Wirtschaftszeitung Financial Post. Die Air-Canada-Tochtergesellschaft ist die letzte Hoffnung für Uruguays Nationalairline Pluna. In der vergangenen Woche sprang mit der Investmentfirma Leadgate der wichtigste Anteilseigner von Pluna ab. 75 Prozent hielt das Unternehmen bis dahin an der Fluggesellschaft, 25 Prozent die Regierung. Der Leadgate-Anteil ging nun wieder an der uruguayanischen Börse, die in der Zeit ohne neuen Eigner als Treuhänderin agiert. Die Kontrolle über Pluna besitzt die Regierung, nachdem Geschäftsführer Matias Campiani nach der Absage von Leadgate zurückgetreten war.

Die Kanadier sollen es nun richten. Chorus Aviation hält die 25 Prozent an der Fluggesellschaft indes bloß indirekt. Die Umwege sind ziemlich kompliziert: Im April 2010 hatte der kanadische Konzern 15 Millionen Dollar in die Latin American Regional Aviation Holdings Corporation investiert, die Muttergesellschaft von Leadgate. Durch den 33-Prozent Anteil an der Firma akquirierte Chorus auch den indirekten Pluna-Anteil. Nun hat der kanadische Konzern für einen Monat das Exklusivrecht, die restlichen Anteile von Leadgate zu kaufen und so zum Pluna-Retter zu werden. Doch das überlegt man sich im Norden gründlich.

Keine Aussichten auf großen Erfolg

Man sehe sich das Potenzial genau an, so die Sprecherin. Doch der Ausgang ist ungewiss. Laut lokalen uruguayanischen Medien braucht Pluna Investitionen zwischen 30 und 35 Millionen Dollar, um es wieder auf die Beine zu schaffen. Die Situation in der Luftfahrt des Landes bleibt aber weiter angespannt. Schuld daran ist das verlangsamte Wirtschaftswachstum im Nachbarland Brasilien, wie der damalige Chef Campiani schon Anfang des Monats erklärt hatte. Nach 7,5 Prozent im Jahr 2010 betrug es im vergangenen Jahr nur noch 2,7 Prozent. Dadurch sinkt die Nachfrage in grenzüberschreitenden Verkehr.

Und auch Argentinien ist für die Airline ein Problem. Das Land gewährt Pluna keine neuen Destinationen im eigenen Land - obwohl Uruguay der argentinischen Austral Eintritt gewährt hat. In Argentinien werden noch dazu die eigenen Airlines stark bevorzugt, weil die dortige Regierung sie durch die Gesetzgebung stark unterstützt. Die dortigen Routen dominieren momentan Aerolineas Argentinas und Austral. Das Problem, das daraus resultiert: die beiden argentinischen Anbieter unterbieten sich mit den Ticketpreisen und gehen so weit, dass Pluna nicht mehr mithalten kann.

Alles in allem sieht es also nicht so aus, als wäre das Geld der Kanadier in Uruguay gut aufgehoben. Doch eine Absage erteilt Chorus nicht. «Wir spekulieren nicht über Plunas Zukunft», so ein Communiqué des Konzerns.

Mehr zum Thema

Airbus A220 von Air Baltic: Bald in Uruguay?

Airbus A220 von Air Baltic werden für Uruguays neue Airline fliegen

Einsteigen in Istanbul: Offenbar durften viele Russinnen und Russen nicht mit.

Russland warnt Bürger vor Flügen mit Turkish Airlines

Airbus A350 von Iberojet: Bald ab Caracas im Einsatz.

Venezolanische Airline kommt mit Airbus A350 nach Europa

Flughafen México City: er soll streichen.

Mexikos Regierung zwingt größten Flughafen, weniger Flüge anzunehmen

Video

airbusa350edelweissbusinesssuite003
Alles neu bei Edelweiss: Die Schweizer Ferienfluglinie stellt ihre komplett neu entwickelte Airbus-A350-Kabine vor. Premium Economy, Business Suite und ein aufgewertetes Design sollen das Langstreckenerlebnis neu definieren – ohne die Ferien-DNA zu verlieren. Genau darin liegt die Chance. Und das Risiko.
Luca La Rocca
Luca La Rocca
united airlines airbus a321 neo nosewheel
Harte Landung in Orlando: Ein Airbus A321 Neo von United Airlines hat bei der Ankunft in Orlando eines der Räder des Bugfahrwerkes verloren.
Timo Nowack
Timo Nowack
antonov leipzig 14
Aufgrund des russischen Angriffskriegs musste die ukrainische Frachtfluggesellschaft ihre Basis nach Deutschland verlegen. aeroTELEGRAPH hat Antonov Airlines und ihre An-124 am Flughafen Leipzig/Halle besucht.
Timo Nowack
Timo Nowack