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Historische Bestellung bei Boeing

United Airlines bestellt 150 B737. Damit ist der amerikanische Flugzeugbauer Airbus auf einem wichtigen Markt auf den Fersen.

Boeing

Boeing B737MAX von United: Riesenauftrag zum Abschluss von Farnborough.

Für Boeing ist es ein historischer Moment. «Zeuge zu sein, wie das erste Zivilflugzeug die Zahl von 10’000 Bestellungen überschreitet, ist monumental», kommentiert Beverly Wyse, Vizechefin des 737-Programms. Die Mittelstreckenflieger der 737-Familie von Boeing sind seit mehr als vierzig Jahren in der Luft und wurden kontinuierlich weiterentwickelt. Nun hat United Airlines insgesamt 150 Stück geordert. 100 davon sind Flieger der neusten Version 737MAX, die 2017 auf den Markt kommen soll. 50 sind Flieger des Typs 737-900 Next Generation, wie Boeing am Rande der der Farnborough Airshow bekannt gaben.

Die bedeutende Bestellung hat einen Listenpreis von 14,7 Milliarden Dollar. Mit ihr beendet Boeing die größte Luftfahrtmesse der Welt mit einem Knall – und wischt dem Konkurrenten Airbus einen aus. Auch der europäische Flugzeugbauer hatte sich um den Auftrag von United beworben – und verlor. Außerdem sollen die neuen Boeing-Flieger die alten Airbus-A320 aus der United Flotte ersetzen. Diese hat mittlerweile ein Durchschnittsalter von 17 Jahren und soll verjüngt werden. «Wir haben die unserer Meinung nach besten Flieger mit den besten Triebwerken zum besten Preis gekauft», erklärt United-Chef Jeff Smisek.

Boden gegenüber Airbus gutgemacht

An der Luftfahrtmesse nahe London hat Boeing im wichtigen Segment der Mittelstreckenflieger deutlich Boden gegenüber dem europäischen Konkurrenten gutgemacht. Bei der letzten Austragung in Le Bourget nahe Paris im Jahr 2011 hatte Airbus die Amerikaner noch alt aussehen lassen. Der B737-Konkurrent A320 und vor allem seine Sparversion A320Neo, die 2015 auf den Markt kommen soll, waren in Frankreich Verkaufsschlager. Insgesamt 1439 Orders hat Airbus für den Single-Aisle-Flieger in den Büchern stehen. Bei Boeing waren es bis vor der Messe nur 650. Laut eigenen Angaben sind es inzwischen aber bereits 1200. Das Segment dieser Kurz- und Mittelstreckenflieger ist das größte und gewinnbringendste in der Luftfahrt. Boeing und Airbus liefern sich darum seit jeher ein hartes Duell – etwa mit den neuen und sparsamen Modellen B737Max und A320Neo. Immer wieder warten die Hersteller mit neuen Technologien auf, welche die Flieger sparsamer machen sollen.

Auch insgesamt geht Boeing als Sieger in Farnborough hervor, was die Bestellungen angeht. Die Amerikaner vermeldeten Aufträge im Wert von über 37 Milliarden Dollar, Airbus kam nur auf rund 17 Milliarden. Boeings prestigeträchtigste Order war die Mega-Bestellung von United, bei Airbus kam sie aus Asien: Cathay Pacific bestellte A350-Langstreckenflieger im Wert von 4,2 Milliarden Dollar. Der A350 soll Boeings Dreamliner konkurrenzieren, der seit letztem Jahr im Einsatz steht. Auch dieser soll sich durch seine Sparsamkeit auszeichnen und 2015 auf den Markt kommen. Wie auch die B787 besteht der A350 größtenteils aus leichteren Kohlefaser-Verbundwerkstoffen.



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