Kontrolltürme am Melbourne Airport: Die Piloten meinten, die Anweisungen kämen von dort.

AustralienUnbekannter narrt Piloten mit falschen Funksprüchen

Wiederholt befahl ein Unbekannter Flugzeugen in Melbourne umzudrehen. Mit den falschen Funksprüchen verursachte er hohe Kosten. Nun wird nach dem Täter gefahndet.

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Die australische Bundespolizei bittet um Mithilfe. Sie fahndet nach einem Unbekannten, der in den letzten Wochen am Flughafen Melbourne und am rund 50 Kilometer südwestlich der australischen Stadt gelegenen Avalon Airport große Verspätungen verursacht hat. Er hieß die Cockpitcrews landender Flugzeuge an, umzudrehen und Warteschleifen zu fliegen, wie die Zeitung Herald Sun schreibt.

Die Polizei glaubt, dass der mysteriöse Täter eine portable Sendeanlage nutzte, um auf der Frequenz der Kontrolltürme von Melbourne und Avalon zu senden. Es wird vermutet, dass er sich dabei an einem Parkplatz in der Nähe der Flughäfen aufgehalten hat. Mindestens 15 Mal hat der Täter dabei den Piloten falsche Anweisungen gegeben.

Polizei nimmt Vorfall «sehr ernst»

Hacks in die Funkfrequenz von Kontrolltürmen sind selten. Sie haben aber unangenehme Folgen. Die Verspätungen der fälschlicherweise umgedrehten Flugzeuge kosten Airlines viel Geld - in der Form eines höheren Kerosinverbrauchs, Zahlungen an die Passagiere und unnötigen Verwaltungsaufwands. Man nehme den Vorfall «sehr ernst», erklärte darum Chris Sheehan von der Australian Federal Police. Für die Passagiere habe aber keine Gefahr bestanden.

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