Superjet: Russlands Regionalflieger verkauft sich aktuell schlecht.

Bis zu 16 Superjet 100 für Pakistan International AirlinesRussland und Pakistan verhandeln über Superjet-Deal

Sowohl beim Superjet als auch bei Pakistan International Airlines läuft es derzeit alles andere als gut. Nun könnte ein Staatsdeal den Regionalflieger und die Fluglinie zusammenbringen.

Top-Jobs

Pilatus Logo

Trainer Aircraft Chief Engineer

Feste Anstellung
Flugzeughersteller
Pilatus Flugzeugwerke AG
Schweiz
Vollzeit
Top jobs
k5 logo

Captain A320 (m/w/d)

K5-Aviation GmbH
München, Hamburg, Stuttgart
Feste Anstellung
Business Aviation
Deutschland
Vollzeit
Top jobs
logo-gi-group

Teamleiter (gn) am Flughafen Hamburg

Hamburg
Feste Anstellung
Gi Group Recruiting
Deutschland
Vollzeit
Top jobs
Hahnair Logo

Deputy Continuing Airworthiness Manager (all genders)

Düsseldorf
Feste Anstellung
Hahn Air Lines GmbH
Deutschland
Vollzeit
Top jobs

Von einem erfolgreichen Jahr kann 2019 weder beim Superjet 100 noch bei Pakistan International Airlines PIA die Rede sein. Abgesagte Bestellungen, Schwierigkeiten bei Service und Ersatzteilversorgung sowie das Unglück des Aeroflot-Flugs SU1492 mit 41 Verstorbenen in Moskau im vergangenen Mai verdarben die Geschäfte des russischen Hersteller-Konsortiums UAC.

Bei der Nationalfluglinie Pakistans läuft es ebenfalls schon lange nicht gut. Seit Jahren überlebt die Fluggesellschaft nur durch Hilfszahlungen. Im Herbst wurde bekannt, dass die Airline 1000 Mitarbeiter entlassen musste. Trotz all dem soll die Flotte der staatlichen Airline ausgebaut werden. Und genau da können sich die problemgebeutelten Parteien möglicherweise bald zusammen finden.

Russland und Pakistan wollen Beziehungen stärken

Russland spricht mit Pakistan derzeit über eine Bestellung von Superjet 100, berichtet die Nachrichtenseite Sputnik. Dabei sollen die Regierungen beider Länder über eine Order zwischen sechs und 16 Exemplaren des Regionaljets verhandeln. Gedacht sind die Flugzeuge für die Pakistan International Airlines.

Die Gespräche fanden vergangene Woche im Rahmen eines Treffens zwischen Diplomaten beider Länder in der pakistanischen Hauptstadt Islamabad statt. Beide Regierungen planen gemeinsame Infrastruktur- und Wirtschaftsprojekte. Laut dem russischen Industrie- und Handelsminister Denis Manturov sollen die Verhandlungen zwischen der russischen Regierung und Pakistan International Airlines im Januar weitergeführt werden.

Passendes Profil

Vergangenen September legte PIA-Chef Muhammad Arshad Malik der pakistanischen Regierung einen Rettungsplan für die Airline vor. In diesem ist der Kauf von bis zu zwölf «mittelgroßen Flugzeugen» vorgesehen, die auf Inlands- und Regionalrouten zum Einsatz kommen sollen. Für dieses Streckenprofil wäre der Superjet geeignet. Wie Sputnik weiter berichtet, verhandelt Russland aktuell auch mit Pakistans Erzfeind Indien über eine mögliche Order des Regionaljets.

Mit einer neuen Version plant UAC zudem, den Export des Superjet auch für andere Staaten in Nahost zu ermöglichen. Diese soll einen erhöhten Anteil heimischer Komponenten besitzen. Bislang stammen mehr als die Hälfte der Systeme von nichtrussischen Herstellern. In Vergangenheit ist das zum Problem geworden: Weil der Anteil US-amerikanischer Komponenten beim Superjet mehr als zehn Prozent beträgt, scheiterten beispielsweise Exporte in den Iran. Das Flugzeug mit dem möglichen neuen Namen «Superjet - New» soll ab 2024 gebaut werden.

Mehr zum Thema

Boeing 737 von Norwegian: Bald eine russische Schwester?

Fliegt Norwegian bald mit 40 Superjets?

Superjet 100: Bald russischer Name?

Bekommt der Superjet einen neuen Namen?

Sukhoi Superjet von Aeroflot: Nachschub ist offenbar unterwegs.

22 weitere Superjets für Aeroflot?

ticker-russland

Nach Drohnenangriff: Russische Flugsicherung begrenzt Verkehr im Süden des Landes

Video

Der Airbus A220 von Croatia Airlines: In Split von der Piste abgekommen.
Eigentlich sollte Flug OU412 nach Frankfurt starten. Doch beim Beschleunigen geriet der Airbus A220 von Croatia Airlines aus ungeklärten Gründen von der Piste des Flughafens Split ab. Nun ermittelt die kroatische Flugunfallbehörde.
Stefan Eiselin
Stefan Eiselin
Westjet Boeing 787
Reisende werfen der kanadischen Fluglinie vor, ihnen Entschädigungen vorzuenthalten. Der Verdacht: Wechselt Westjet im letzten Moment Flugzeuge ein, die sich bereits in der Wartung befinden, um dann den Flug zu annullieren? Eine kanadische Behörde ermittelt.
Timo Nowack
Timo Nowack
Der Airbus A321 Neo von Lufthansa bei der Evakuierung: Starker Geruch nach Kerosin.
Kurz nach dem Start Richtung München musste ein Airbus A321 Neo der deutschen Fluglinie umkehren. Nach der sicheren Landung in Athen wurde der Jet von Lufthansa evakuiert. Drei Menschen wurden leicht verletzt.
Stefan Eiselin
Stefan Eiselin